Zusammenfassung

  • Ein 30-jähriger deutscher Bergsteiger stürzt bei einer Tour in Norditalien 200 Meter in die Tiefe
  • Der Unfall ereignet sich beim Abstieg vom Gipfel der Cima Sat oberhalb der Riva del Garda, nach der Begehung des Klettersteigs Ferrata dell‘Amicizia
  • Der Vorfall geschah nur drei Tage nach dem Tod der ehemaligen Biathletin Laura Dahlmeier in Pakistan

Nur wenige Tage nach dem tödlichen Unglück der ehemaligen Biathletin Laura Dahlmeier in Pakistan ist ein deutscher Bergsteiger ums Leben gekommen. Ein 30-Jähriger deutscher Tourist stürzte am Mittwoch bei einer Tour in Norditalien rund 200 Meter in die Tiefe und starb noch am Unfallort. Zur Herkunft des Mannes aus Deutschland lagen zunächst keine Angaben vor.

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Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa ereignete sich der Unfall beim Abstieg vom Gipfel der Cima Sat oberhalb der Riva del Garda. Der Mann war mit drei Freunden unterwegs und hatte zuvor den beliebten Klettersteig „Ferrata dell‘Amicizia“ (dt. „Weg der Freundschaft“) begangen. Die Gruppe alarmierte gegen 15 Uhr die Rettungskräfte – für den 30-Jährigen kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Tödlicher Bergunfall in Italien: Unglücksort ist beliebte Kletterregion

Der Vorfall ereignet sich nur drei Tage nach dem tragischen Tod der früheren Weltklasse-Biathletin Laura Dahlmeier, die bei einer Expedition in Pakistan von einem Steinschlag getroffen worden war.

Die Region am Nordufer des Gardasees ist besonders bei Wanderern und Kletterern aus Deutschland sehr beliebt. Die „Ferrata dell‘Amicizia“ zählt zu den bekanntesten Klettersteigen der Gegend und bietet eindrucksvolle Ausblicke über den See und die umliegende Berglandschaft.

Alpen: Zahl der tödlichen Bergunfälle in Italien und Österreich steigt

Die Zahl der Bergunfälle in den alpinen Regionen Europas steigt seit einigen Jahren. Allein in Österreich etwa kamen im vergangenen Jahr 309 Menschen in den Bergen ums Leben, wie aus der Alpinunfallstatistik hervorgeht. In der Unfalldatenbank wurden 9324 Unfälle erfasst. Die meisten tödlichen alpinen Unfälle ereignen sich demnach beim Wandern und Bergsteigen.

Eine weitere Statistik aus Italien verdeutlicht den klaren Trend: Allein in diesem Jahr sind 83 Menschen bei Unfällen in den italienischen Alpen ums Leben gekommen, wie der Nationale Berg- und Höhenrettungsdienst kürzlich mitteilte. Noch nie habe es im Sommer so viele Todesfälle gegeben. Insgesamt verzeichne man rund 20 Prozent mehr Einsätze in den Bergen als im Durchschnitt der vergangenen Jahre.

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kmh/dpa