Sie lag blutüberströmt auf einem idyllischen Waldweg mitten im Naturschutzgebiet: Am Dienstag, 1. Juli, ist am Monte Falterona nahe Florenz die Leiche der 52-jährigen Franka L. gefunden worden. Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich um eine Deutsche, die seit Anfang des Jahres in der Region lebt. Eine Frau, die mit ihren Hunden auf dem Wanderweg unterwegs war, hatte die Tote entdeckt.

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Die Leiche wies nach Angaben der Behörden schwere Kopfverletzungen auf. In der Nähe des Fundorts wurde ein blutiger Stein entdeckt. Nicht auszuschließen, dass die Frau auf den Stein gestürzt sein könnte. Die Staatsanwaltschaft in Florenz hält jedoch ein Gewaltverbrechen für möglich und ordnete eine Autopsie an. Der Stein kommt somit als mögliche Tatwaffe infrage. Da es Schwierigkeiten bei der Benachrichtigung der Angehörigen gibt und die genaue Herkunft der Frau noch nicht vollständig geklärt ist, konnte die Obduktion jedoch bisher nicht durchgeführt werden.

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Die Carabinieri untersuchten den Tatort, befragten Zeugen und sichteten Überwachungsvideos entlang der Zufahrtsstraßen. Eine weitere Möglichkeit, die von den Ermittlern geprüft wird, ist ein Unfall mit einem Holztransporter, der in dem Waldgebiet unterwegs war und die Frau erfasst haben könnte. Solche Lkw transportieren Holz von Forstbaustellen und fahren auf den unbefestigten, bergigen Wegen nur mit etwa fünf bis zehn km/h. Das macht einen Unfall unwahrscheinlich, die Ermittler schließen jedoch vorerst nichts aus.

Nach Angaben der Ermittler trug die Verstorbene Jogging-Kleidung und hatte einen kleinen Rucksack bei sich. Ersten Erkenntnissen zufolge war Franka L. kurz vor ihrem Tod auf dem Weg, sich mit einer Freundin zu einer Wanderung zu treffen. Die Freundin wartete vergeblich und alarmierte schließlich die Polizei – woraufhin die Vermisste lokalisiert wurde.

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Wie die italienische Tageszeitung „La Nazione“ berichtet, lebte Franka L. seit Anfang 2025 in einem Ortsteil der Gemeinde Vaglia nahe Florenz mit ihrem Partner und dessen betagter Mutter zusammen. Sie soll dort als Friseurin und Kosmetikerin gearbeitet haben. Der Lebensgefährte und mehrere Freunde der Frau wurden befragt. Die Ermittler rekonstruieren derzeit die letzten 24 Stunden ihres Lebens. Zwischen ihrer Wohnung in Vaglia und dem Fundort ihrer Leiche liegen über 60 Kilometer. Die Strecke dauert per Auto mindestens eine Stunde und 15 Minuten. Unklar ist, ob L. allein oder in Begleitung dorthin gefahren war.