- Unter Schwerverbrechern in Haft sind auffällig viele Psychopathen und Narzissten
- Die Forensische Psychologin Gilda Giebel hat diese Männer jahrelang behandelt
- Sie erklärt die Anziehungskraft solcher Täter auf Frauen und nennt Alarmzeichen
Wie ticken Serienmörder, Sadisten und Sexualstraftäter? Dr. Gilda Giebel ist Forensische Psychologin und behandelte sechs Jahre lang die gefährlichsten Männer Deutschlands. In ihrem Buch „Triebhaft – Zwischen Narzissten, Sadisten und Psychopathen“ (Riva Verlag, 272 Seiten, 22 Euro) erzählt die Expertin, was sie als Psychologin in der Sicherungsverwahrung erlebt hat. Im Interview spricht die 39-Jährige über männliche Dominanz, gefährliche Situationen im Gefängnis und verrät, wie Narzissten und Psychopathen andere um den Finger wickeln.
Wann haben Sie gemerkt: Ich will Psychologin werden und gern die gefährlichsten Männer des Landes therapieren?
Gilda Giebel: Psychologie hat mich immer schon interessiert, einfach weil ich auch Lebensgeschichten spannend finde. Dieses Interesse für schwere Straftäter und warum diese Menschen so etwas tun, hatte ich schon vor dem Studium. Ich wusste aber gar nicht, dass man überhaupt als Psychologin mit Inhaftierten arbeiten kann. Ich kannte bis dahin nur die Menschen im allgemeinen Vollzugsdienst und Seelsorger.



