Griechenland macht Ernst auf seinen Straßen: Handy am Steuer, Raserei oder Zigarettenqualm im Auto – all das kann künftig richtig teuer werden. Das Parlament in Athen will noch diese Woche eine umfassende Reform der Straßenverkehrsordnung beschließen. Ziel: weniger Unfälle, mehr Sicherheit. Die Botschaft ist klar, auch an Urlauber: Wer sich nicht an die Regeln hält, zahlt.

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Schon der erste Verstoß wird teuer: Wer beim Telefonieren am Steuer erwischt wird, zahlt 350 Euro und verliert den Führerschein für 30 Tage. Beim zweiten Mal drohen 1000 Euro Bußgeld und sechs Monate Fahrverbot, beim dritten sogar 2000 Euro – und ein Jahr ohne Führerschein.
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Dieselben hohen Strafen gelten künftig für Motorradfahrer ohne Helm. Laut griechischem Verkehrsverband fährt jeder Fünfte ohne Helm, mit tödlichen Folgen. Zwei Drittel der verunglückten Biker trugen keinen Schutz.
Auch wer zu schnell fährt muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Auf Autobahnen sind künftig nur noch bis zu 140 km/h erlaubt. Wer mit mehr als 200 km/h erwischt wird, zahlt bis zu 8000 Euro und muss den Führerschein für vier Jahre abgeben.
Bußgelder für Straßenrennen
Illegale Rennen oder aggressive Fahrweise kosten künftig 2000 Euro. Wer mehrfach auffällt, kann mit bis zu 8000 Euro und vier Jahren Fahrverbot rechnen.
Bereits jetzt gilt: Wer mit Kindern unter 12 im Auto sitzt, darf nicht rauchen. Auch Alkohol wird streng geahndet: Ab 0,5 Promille drohen Strafen ab 1000 Euro, bei schweren Verstößen sogar bis zu zehn Jahre Fahrverbot.
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Neue Regeln für Camper
Für Wohnmobil-Reisende gelten neue Regeln: Außerhalb ausgewiesener Flächen darf nicht länger als 24 Stunden geparkt werden. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis 3000 Euro und in Einzelfällen sogar Haft.
Wichtig zu wissen: Geldstrafen ab 70 Euro können auch in Deutschland vollstreckt werden. Ein im Ausland verhängtes Fahrverbot gilt allerdings nur vor Ort. Experten raten: Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, sollte eine Vollkaskoversicherung abschließen. In Griechenland sind rund 500.000 Fahrzeuge unversichert. Das kann bei Unfällen teuer werden.
ef/dpa





