Papst Leo XIV. ist dabei, sein Team engster Mitarbeiter aufzubauen. Sie sollen ihn in der Anfangsphase seines Pontifikats unterstützen wird. Dabei greift Leo auf Vertrauensleute zurück, die er während seiner Zeit als Bischof in Peru kennengelernt hat. Den peruanischer Priester Edgard Ivan Rimaycuna Inga hat der Papst jetzt offiziell zu seinem Privatsekretär ernannt. Der 36-jährige Rimaycuna und der damalige Bischof Robert Francis Prevost kennen einander demnach aus der Zeit in der peruanischen Diözese Chiclayo.

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Wie es im Vatikan hieß, will Papst Leo XIV. wieder zur Tradition eines festen Privatsekretärs zurückkehren, die sein Vorgänger Franziskus unterbrochen hatte. Der Argentinier wechselte seine Sekretäre alle drei bis vier Jahre aus; oft kümmerten sich mehrere junge Priester um seine Korrespondenz und Termine.
Appointed Peruvian priest Fr. Edgard Iván Rimaycuna Inga as his private secretary. Hopefully he will not become an influential celebrity secretary but remain a discreet and almost invisible aide. pic.twitter.com/1fLdgRQAJw
— Emily Tang (@EmilytaStang) 16. Mai 2025
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Der letzte feste Privatsekretär eines Papstes war der deutsche Erzbischof Georg Gänswein, der Benedikt XVI. bis zu dessen Tod als emeritierter Papst am 31. Dezember 2022 diente. Das Amt des päpstlichen Privatsekretärs ist im vatikanischen Organigramm nicht vorgesehen, es handelt sich lediglich um eine faktische Arbeitsteilung. Allerdings hat der Privatsekretär eines Papstes in der Regel eine erhebliche informelle Macht.
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Rimaycunas Freundschaft mit Papst Leo reicht bis ins Jahr 2006 zurück, als er ins Seminar eintrat. Prevost, der damals Generalprior der Augustiner war, war ein wichtiger Mentor für ihn. Die beiden pflegten auch während Prevosts Zeit als Bischof von Chiclayo eine enge Verbindung. Prevost und Rimaycuna blieben in Kontakt, nachdem letzterer 2017 nach Rom gezogen war, um dort Theologie zu studieren. Als Prevost 2023 zum Präfekten des Dikasteriums für die Bischöfe berufen wurde, setzte er Rimaycuna in Rom als Mitarbeiter ein.
Pater Edgar bedankte sich vor einigen Jahren in einem Beitrag in den sozialen Medien mit den Worten: „Vielen Dank, Bischof Robert Prevost, für alles, dafür, dass ich an Ihrer Seite arbeiten durfte, aber vor allem für Ihre Freundschaft und Ihr Vertrauen. Bevor Sie mein Bischof waren, waren Sie ein Freund“, so Rimaycuna.
Er ist inzwischen zum engsten Vertrauensmann des künftigen Papstes aufgerückt. So begleitete er den Papst nach dessen Wahl zu seinem ersten Besuch außerhalb des Vatikans zu einer Marienkirche in der Ortschaft Genazzano südlich von Rom und zur Besichtigung des Grabs seines Vorgängers Franziskus in der römischen Basilika Santa Maria Maggiore. So trat Rimaycuna erstmals ins Rampenlicht.
Die Wahl von Pater Edgard zu seinem persönlichen Sekretär ist ein weiterer Beweis für die engen Beziehungen zwischen Leo XIV. und Peru, einem Land, das der neue Papst als seine zweite Heimat bezeichnet. Der Pontifex hat die US-Staatsbürgerschaft und jene Perus. In seiner ersten Ansprache nach seiner Papstwahl richtete Prevost Grußworte an die Gläubigen seiner ehemaligen peruanischen Diözese.
Jeder Papst hievt seine Vertrauensleute in Spitzenämter. Daher wird mit Spannung erwartet, mit wem Leo XVI. hochrangige Stellen im Vatikan besetzen wird. Mit dem Tod von Papst Franziskus haben die meisten Behördenleiter im Vatikan ihr Amt laut Kirchenrecht automatisch verloren. Üblicherweise bestätigt der neugewählte Papst sie zu Beginn seiner neuen Amtszeit dann wieder „bis auf Weiteres“.
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Der vatikanische Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, der während Franziskus‘ zwölfjährigem Pontifikat die Nummer zwei im Vatikan war, bleibt vorerst im Amt. Parolin, der als einer der Favoriten ins Konklave gezogen war, jedoch nicht die notwendigen Stimmen für die Papst-Wahl erhielt, hat gute Beziehungen zu Franziskus‘ Nachfolger und gab bereits zu verstehen, dass er gern auch dem neuen Pontifex dienen würde.
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Der erste Papst aus dem Augustiner-Orden, der sich als bisheriger Leiter des Bischofsdikasteriums in der römischen Kurie bestens auskennt, scheint sich mit der Besetzung von Schlüsselposten einige Zeit nehmen zu wollen. Die Leiter und Mitglieder der Behörden der Kurie dürfen vorerst im Amt bleiben, geht aus dem ersten Beschluss des Papstes hervor. Der Heilige Vater wolle sich vor einer endgültigen Ernennung oder Bestätigung der Funktionen eine „Zeit für Reflexion, Gebet und Dialog“ nehmen, heißt es in der Vatikan-Mitteilung.
Zu den Vertrauensmännern des aus Chicago stammenden neuen Papstes Robert Francis Prevost zählt der spanische Bischof und Theologe Luis Marín de San Martín, der wie der neue Heilige Vater ein Augustiner ist. Die beiden teilen dieselbe Vision einer weltoffenen Kirche. Der 63-jährige Marín de San Martín könnte von Leo zum stellvertretenden Staatssekretär ernannt werden.










