Das letzte Konzert in dem beliebten Club „Jet Set“ in der Hauptstadt der Dominikanischen Republik Santo Domingo ist in einer Tragödie geendet. Während des Auftritts des bekannten Merengue-Sängers Rubby Pérez stürzte plötzlich das Dach des Gebäudes ein. Aktuellen Zahlen zufolge kamen dabei mindestens 98 Menschen ums Leben und mehr als 160 weitere seien bei dem Unglück verletzt worden. Seit der Nacht zum Dienstag suchen Rettungskräfte mit etwa 400 Helfern weiter nach verletzten Personen.

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Der Rettungsdienstleiter Juan Manuel Méndez teilte mit, dass die Opferzahlen noch weiter steigen könnten. Unter den Opfern ist neben dem Saxophonisten des Sängers auch der frühere Baseball-Star Octavio Dotel. Der ehemalige Star spielte in seiner Karriere für 13 verschiedenen Teams der nordamerikanischen Profiliga und gewann 2011 mit den St. Louis Cardinals die World Series. Der Liga-Verband bestätigte nun den Tod. Dotel wurde 51 Jahre alt.
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Neben Dotel starb eine weitere Baseball-Bekanntheit unter den Trümmern: Tony Blanco. Er spielte insgesamt acht Jahre in Japan und eine Saison in der Major League Baseball (MLB). Auch die Schwester des früheren MLB-Spielers Nelson Cruz und Gouverneurin der Provinz Monte Cristi — Nelsy Cruz — kam ums Leben.
Einsturz in der Dominikanischen Republik: Ursache noch unklar
Medienberichten zufolge hielten sich zu der Zeit des Konzertes zwischen 500 und 1.000 Menschen in der Diskothek auf. Über die genaue Anzahl der Menschen zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Nachtclub bestätigten die Behörden noch nicht.

Die genaue Ursache ist bis jetzt ebenfalls noch nicht geklärt. Erste Hinweise deuten wohl auf bauliche Mängel hin. Auch die Überbelegung des Clubs wird als mögliche Ursache in Betracht gezogen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt Berichten zufolge bereits und habe auch schon den Betreiber der Diskothek befragt. Dieser veröffentlichte in einer Erklärung, dass man mit den Behörden zusammenarbeite.
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Kurz vor dem Unglück: „Ich dachte es gibt ein Erdbeben“
Der Manager des Musikers Rubby Pérez schildert: „Es passierte ganz plötzlich. Ich dachte, es gibt ein Erdbeben, also warf ich mich auf den Boden und bedeckte mein Kopf.“ Enrique Paulino beschreibt weiter: „Einer unserer Saxophonisten ist tot. Wir haben versucht, zu Rubby vorzudringen, aber die Trümmer dort waren zu groß.“
Eine weitere Augenzeugin berichtete dem dominikanischen Fernsehsender SIN, sie habe sich gemeinsam mit ihrem Sohn noch aus dem Gebäude retten können. Iris Peña erzählt, dass zuerst der Putz von der Decke wie Staub in das Getränk vor ihr gefallen sei, bevor dann ein Stein auf den Tisch gekracht sei. Auch sie beschreibt: „Der Aufprall war so heftig, als wäre es ein Tsunami oder ein Erdbeben gewesen.“
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Aktuell versuchen besorgte Familienangehörige in den umliegenden Krankenhäusern nach Informationen zu fragen. Eine Angehörige beteuert dem Sender SIN gegenüber: „Sie geben uns keine Informationen, die erzählen uns nichts.“ Dem Rettungsienstleiter zufolge höre man aus den Trümmern Hilfeschreie von verletzten Personen. Solange es noch Hoffnung auf Überlebende gebe, werde alles dafür getan, diese Menschen zu bergen oder zu retten, so der Chef der Rettungskräfte.
mit dpa









