Nach dem Einsturz eines Hochhaus-Rohbaus bei dem schweren Erdbeben am vergangenen Freitag ermitteln die Behörden in Bangkok gegen den chinesischen Auftragnehmer. „Alle betroffenen Behörden wurden angewiesen, genauer zu untersuchen, wie viele weitere Projekte das Konsortium derzeit durchführt“, sagte Ministerpräsidentin Paetongtarn Shinawatra.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Bislang wurden unter den Trümmern des 30-stöckigen Baus, der wie ein Kartenhaus in sich zusammenstürzte, mehr als zwölf Leichen gefunden. Dutzende Arbeiter werden noch unter dem riesigen Berg aus Beton vermisst. Die Suche dauert an, auch wenn die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, immer mehr schwindet.
- Top informiert: Aktuelle News zum Erdbeben in Thailand und Myanmar im Blog
- Erschreckende Bilder: Video zeigen dramatisches Ausmaß des Erdbebens in Thailand
- Thailand: Augenzeugin über das Erdbeben – „Schnell raus, schnell weg“
- Auswärtiges Amt: Das müssen Thailand-Urlauber nach dem Erdbeben wissen
Erdbeben in Bangkok: Baufirma soll minderwertige Stahlstrangen verwendet haben
Unter anderem würden Vorwürfe untersucht, dass die beim Bau des Gebäudes für die die State Audit Office (staatliche Finanzkontrolle) verwendeten Stahlstangen minderwertig waren, sagte die Regierungschefin weiter. Das Konsortium sei derzeit auch an Projekten zum Bau eines Gebäudes des Amtes für nationale Wasserressourcen und einiger Abschnitte eines Hochgeschwindigkeitsbahnprojekts beteiligt, berichtete die Zeitung „Bangkok Post“.
Scary roof top pool video from Bangkok earthquake 🇹🇭#Bangkok #Myanmar #earthquake #rooftopresort #swimmingpool pic.twitter.com/DxJGgQl18c
— North East West South (@prawasitv) March 29, 2025
Seltsam sei, dass bei dem Beben, dessen Epizentrum mit einer Stärke von 7,7 in Myanmar lag, keine anderen Hochhäuser in Bangkok eingestürzt seien. Bereits vor dem Unglück soll es Berichte über Unregelmäßigkeiten beim Bau des 55 Millionen Euro teuren Projekts gegeben haben, berichtete die Zeitung „South China Morning Post“. Bilder von solchen umstrittenen Projekten, bei denen mit minderwertigen Materialien gearbeitet werde, gingen derzeit im Internet als sogenannte „Tofu-Gebäude“ viral, hieß es.

Derweil teilten die Behörden in Bangkok mit, dass nach genauer Untersuchung von Schäden an rund 3300 Gebäuden in Bangkok mehr als 30 für unbewohnbar erklärt worden seien.
dpa/tok




