Obwohl Ryanair jährlich fast 200 Millionen Passagiere befördert und in über 30 Ländern vertreten ist, hat die Billigfluggesellschaft nun einen fragwürdigen Titel erhalten: Zum fünften Mal wurde Ryanair zum schlechtesten Unternehmen des Jahres gewählt. Der spanische Verbraucherschutzverband „FACUA“ vergibt diesen Negativpreis jährlich seit 2010, um Unternehmen für ihre schlechten Praktiken zur Verantwortung zu ziehen. In der diesjährigen Umfrage erhielt die Airline 38,5 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen andere große Unternehmen wie Vodafone und CaixaBank durch.

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Hauptgrund für die Entscheidung: Wiederholt schneidet die Airline in puncto Kundentransparenz und Service katastrophal ab. So wurden immer wieder Beschwerden laut, dass Reisende für Leistungen bezahlen müssen, die früher im Ticketpreis enthalten waren, wie etwa das Handgepäck. Ryanair nutzen deshalb so viele, weil die Fluggesellschaft mitunter die günstigsten Preise hat. Was häufig aber nicht ersichtlich ist: Zu dem, was man für die Flugtickets ausgibt, können viele Extra-Kosten hinzukommen.

Zudem verweigert Ryanair häufig die gesetzlich vorgeschriebenen Entschädigungen bei Flugannullierungen oder Verspätungen und sorgt für Ärger, wenn Gepäck verloren geht. Besonders hartnäckig zeigen sich die Probleme bei der Handhabung von Verspätungen und Annullierungen: Verbraucher, die nach den europäischen Vorschriften Anspruch auf Entschädigung hätten, sehen sich häufig mit bürokratischen Hürden und ständigen Ablehnungen konfrontiert.

„Dieser Milliardär schuldet Ihnen Geld“: Spanischer Verbraucherschutzverband startet Kampagne gegen Ryanair

In Reaktion darauf initiierte „FACUA“ kürzlich eine Kampagne mit dem Titel „Dieser Milliardär schuldet Ihnen Geld“, um auf die missbräuchliche Geschäftspraxis der Airline aufmerksam zu machen.

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Diese Kritik ist nicht neu: Bereits zuvor hatten andere Organisationen und Regierungen, darunter auch die spanische Regierung, ähnliche Vorwürfe erhoben. So hatte die spanische Regierung Ryanair wegen ihrer Gepäckgebühren mit einer Strafe von 150 Millionen Euro belegt, da diese gegen spanisches Gesetz verstießen. Leistungen, die zuvor im Ticketpreis enthalten waren, dürfen nicht plötzlich als Extra berechnet werden.