Ein U-Boot sinkt vor der Küste Hurghadas am Roten Meer, sechs Menschen sterben – und auch am Tag nach dem Unglück der „Sindbad“ ist Ursache der Havarie ungeklärt. Ein Video, das Momente unmittelbar vor der Katastrophe zeigt, könnte nun die Ermittlungen vorantreiben. Der kurze Clip kursiert aktuell bei X und war zuvor auch auf dem russischen Telegramkanal „Shot“ zu sehen.
Auch interessant
Die Szenen zeigen zunächst den offenbar normalen Ausflugsbetrieb an Bord, die Kamera erfasst die Reling, einige Passagiere und Mitarbeiter. Die Wasseroberfläche ist ruhig. Die Stimme einer russisch sprechenden Frau ist zu hören, ihr Ton ist unauffällig.
Nach einem Schnitt ändert sich die Stimmung auf dramatische Weise. Eine Männerstimme ruft, Kinder kreischen, ein Passagier sagt auf Russisch: „Ruhig, ruhig, ruhig!“. Die Kameraführung wird hektisch, die Urlauber stehen plötzlich knöcheltief im Wasser. Das Kindergeschrei wird panisch. Schließlich gerät die Kamera unter Wasser, der Ton setzt aus.
Auch interessant
Das Video ist hier beim Kurznachrichtendienst X zu sehen:
‘Quiet, quiet, quiet!": video of a sinking bathyscaphe with Russian tourists in Hurghada
— NEXTA (@nexta_tv) 28. März 2025
The recording shows that the submarine ‘Sinbad’ went underwater in seconds.
Six people died, two of them - children. pic.twitter.com/KBPBgbO5Qi
Lesen Sie auch
U-Boot-Unglück vor Hurghada: Eltern versuchten, ihre Kinder zu retten
Die Szenen decken sich mit Beschreibungen, die bereits am Tag des Unglücks beim Kurznachrichtendienst Telegram kursierten. Demnach soll das U-Boot mit einem Korallenriff kollidiert sein. An Bord sei Panik ausgebrochen, weil Wasser in den Innenraum des U-Boots gedrungen sei und dieses zu sinken begonnen habe. Es sei zu Rangeleien gekommen, weil Eltern versucht hätten, ihre Kinder zu retten.

Auch interessant
An Bord waren den Einsatzkräften zufolge 44 Passagiere. Nach Angaben des russischen Generalkonsuls in Hurghada, Viktor Woropajew, waren sie alle russische Touristen. Er bestätigte der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass fünf Todesfälle, darunter zwei Minderjährige. Von den ägyptischen Behörden gab es vorerst keine Angaben zur Nationalität der Betroffenen.
bee/dpa







