Die Worte über ihre Ängste und Sorgen, die Prinzessin Beatrice (36) bewegt haben, schneiden ins Herz. „Nichts bereitet Sie wirklich auf den Moment vor, in dem Sie feststellen, dass Ihr Baby zu früh kommt. Sie haben so wenig Kontrolle. Wird es gesund zur Welt kommen? Wird es Komplikationen geben?“ Beatrice, Enkelin der Queen, hat in einem hoch-emotionalen Essay in der britischen „Vogue“ zum ersten Mal über ihre Verzweiflung bei der Geburt ihrer zweiten Tochter gesprochen.

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Im Januar hatte Beatrice, Tochter von Andrew und Fergie, verkündet, dass sie und ihr Ehemann Edoardo Mapelli Mozzi ein Mädchen namens Athena bekommen hatten. Ein Schwesterchen für die dreijährige Sienna. Was öffentlich nicht bekannt war: Wochenlang hatte sich die Prinzessin und die ganze Familie schlimmste Sorgen gemacht. Denn Beatrice hatte erfahren müssen, dass ihre Tochter zu früh zur Welt kommen würde. Bei ihrer Geburt wog das Mädchen dann auch nur vier Pfund und fünf Unzen. Dies entspricht in etwa zwei Kilogramm. Als Normalgewicht gelten etwa 3,5 Kilo.
Prinzessin Beatrice: Diese Qualen stand sie vor der Geburt durch
In den Wochen vor der Geburt habe Beatrice wach gelegen und versucht, jede Bewegung des Babys in ihrem Bauch zu beobachten, schreibt sie. Tausende Mal habe sie sich gefragt: „Was, wenn dies oder jenes passiert?“ Was ihr ebenfalls immense Sorgen bereitete, sei die mangelnde Fürsorge für Frauen. Sie könnten versuchen ihre Schwangerschaft so gut wie möglich zu planen, „aber manchmal denkt Ihr Körper – oder Ihr Baby – anders, was in manchen Fällen zu einer Frühgeburt führen kann“. Sie finde es nicht gerecht, so die Prinzessin, dass nur privilegierte Frauen vom technischen Fortschritt in der Medizin profitieren können.
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Sie selbst habe dank ihrer Stellung großes Glück gehabt, „von einem medizinischen Team engmaschig überwacht zu werden“. Und so kam „Athena gesund wenige Wochen vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt“, berichtet Beatrice. „Sie war so winzig, dass es mehrere Wochen dauerte, bis die Tränen der Erleichterung getrocknet waren und sich das Leben mit unserem gesunden Baby real anfühlte. Ihre Füße waren so klein – fast so groß wie die Pfoten eines der Kuschelhäschen meiner älteren Tochter.“

Glücklich sei sie, dass es Athena „nun sehr gut“ gehe. Aber Beatrice hat immer noch keine genaue Erklärung gefunden, warum es eigentlich zu den Problemen gekommen war. „Wenn ich auf diese Monate voller Sorgen zurückblicke, bin ich fest entschlossen, mehr zu tun, um anderen zu helfen, Antworten auf die Fragen zu den Komplikationen zu finden, die zu einer Frühgeburt führen können.“
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Die Gründe, die zu einer Frühgeburt führen können, sind vielfältig. Zu den Risikofaktoren gehören laut Experten unter anderem Infektionen der Mutter, Bluthochdruck, aber auch seelische Erkrankungen wie Depressionen. In Deutschland kommen laut „Deutsches Ärzteblatt“ jedes Jahr rund 60.000 Kinder als Frühgeborene zur Welt. Normalerweise dauert eine Schwangerschaft etwa 40 Wochen. Wenn ein Baby vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche geboren wird, dann ist es ein sogenanntes Frühgeborenes.

Noch immer würden betroffene Frauen viel zu oft mit ihren Sorgen allein gelassen, so Beatrice. Selbst sie, die beste medizinische Versorgung genießen durfte, habe sich Hilfe suchen müssen, so Beatrice. Ihr habe es geholfen, offen mit Familie und Freunden über ihre Ängste zu sprechen. Auch mit anderen Müttern habe sie sich am Schultor getroffen und dabei viel lernen können. „Oft nehmen wir uns nicht die Zeit, uns auszutauschen – besonders wenn es um unsere Schwangerschaft oder unsere Gesundheit im Allgemeinen geht. Sobald man anfängt, wird einem schnell klar, dass jeder eine Geschichte hat und oft auf einer gewissen Ebene auch eine gemeinsame Geburtserfahrung. Das verbindet.“
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Um nicht allein zu sein, habe sie sich mit ihrer ältesten Freundinnen, Alice Naylor-Leyland, zusammengetan, und eine neue Baby-Kollektion entworfen, deren Erlös Borne zugutekommt. „Borne“ ist eine Forschungsorganisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Frühgeburten zu verhindern.
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Dass sich Beatrice mit Leib und Seele für Frauengesundheit einsetzen will, liege möglicherweise daran, „dass ich etwas älter und hoffentlich auch etwas weiser geworden bin“. Auch die Brust- und Hautkrebsdiagnose ihrer Mutter habe sie sensibilisiert. „Für mich ist nichts wichtiger, als die notwendige Forschung zu den gesundheitlichen Herausforderungen zu fördern, mit denen Frauen täglich konfrontiert sind.“
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Sie hoffe, dass viele Frauen und Mädchen davon profitieren. Auch ihre Töchter, denn allein, dass sie von Adel sind, helfe ihnen auch nicht, das habe Beatrice am eigenen Leib erfahren. „Egal, wer du bist oder woher du kommst, viele Aspekte einer Schwangerschaft sind universell. Ich habe ein außergewöhnliches Leben geführt, aber meine Freuden und Ängste in der Schwangerschaft und als Mutter sind dieselben wie die von Millionen anderer Frauen weltweit.“











