Für Melinas Eltern ging alles so unglaublich schnell. Es war doch erst die 21. Schwangerschaftswoche plus vier Tage – viel zu früh für Wehen. „Wir wussten gar nicht, was in diesem Moment passierte“, erinnert sich die Mutter an die bangen Stunden, in denen sie bei einer Hausgeburt Zwillinge zur Welt brachte. Einen Jungen und ein Mädchen, Melina.
Die Tatsache, dass die Kinder so früh zur Welt kamen, machte ein Überleben nahezu unmöglich. Das Mädchen hatte ein Geburtsgewicht von gerade einmal 450 Gramm und war erst knapp 25,5 Zentimeter groß. Damit ist sie ist das früheste Frühchen Europas, das überlebt hat. Ihr Zwillingsbruder überstand die Strapazen der viel zu frühen Geburt nicht.
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Doch Melina kämpfte sich ins Leben, ist heute fünf Jahre alt. Ihre Eltern berichteten dieser Redaktion von dem Kampf ihrer Tochter, einem Wunder der Medizin und ihren Gefühlen zwischen Trauer und Hoffnung – in einer Situation, die, wie sie selbst sagen, nicht hätte schlimmer sein können.



