Nach den massiven Ausschreitungen in der Neuköllner High-Deck-Siedlung 2022/23 und den Kugelbomben-Explosionen 2024/25 ist es mir unbegreiflich, warum sich Berlin mit halbgaren Lösungen wie Böllerverbotszonen zufriedengibt und es Sturzbetrunkenen weiterhin erlaubt, zum Sprengstoff zu greifen. Ja, ich weiß: Es gibt deutlich mehr Menschen, die verantwortungsbewusst damit umzugehen wissen. Aber die randalierende Minderheit ist offenbar nicht anders als mit einem generellen Verbot davon abzubringen, dem Gemeinwesen und sich selbst weiterhin Schaden zuzufügen.
Katrin Göring-Eckardt, kulturpolitische Sprecherin der Grünen im Deutschen Bundestag, spricht mir deshalb in ihrem Gastbeitrag für die Berliner Morgenpost aus der Seele. „Wir brauchen also endlich gesetzliche Regelungen, die sicherstellen, dass das eine (das zentrale, öffentliche Feuerwerk) möglich ist und das andere (das private, nicht kontrollierbare Feuerwerk) vermieden wird“, schreibt die Politikerin. Ihren Text finden Sie hier. Charité-Ärztin Cansu Karki spricht erstmals öffentlich über die Nacht, in der ihr siebenjähriger Bruder durch eine Kugelbombe fast getötet wurde. Und Kollege Philipp Siebert war in Słubice unterwegs, wo viele Berliner gerade ihr Feuerwerk einkaufen.
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Ihr Felix Müller
Leitender Redakteur
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