Das war zu viel des Feuerwerks und der Böllerei. In der Silvesternacht wurde ein Haus in der Belziger Straße Ecke Hauptstraße in Schöneberg so stark beschädigt, dass die Fenster kaputtgingen und die Häuserfassade in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Nach Informationen dieser Redaktion war eine Kugelbomben-Explosion dafür verantwortlich. Ein Feuerwehrsprecher sagte: „Viele Wohnungen sind nicht mehr bewohnbar. Es gibt vier verletzte Personen, zwei davon mussten in eine Klinik.“
Ein Sprecher der Berliner Feuerwehr sagte, 36 Wohnungen seien nun vorerst unbewohnbar. Er sprach von einem „Schlachtfeld“, das der wohl nicht zugelassene Sprengkörper hinterlassen habe. Auch Experten gehen von einer Kugelbombe aus, die wegen ihrer hohen Explosionskraft hierzulande eigentlich nicht für den Allgemeingebrauch zugelassen ist.
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Auch die Behörden haben mittlerweile nach der wilden Silvester-Böllerei Bilanz gezogen: Es gab mindestens 400 Festnahmen. Etliche griffen Einsatzkräfte oder andere Menschen mit Pyrotechnik an, andere hatten illegale Waffen oder Böller dabei. Nach einer vorläufigen Bilanz seien 30 Polizisten und eine Einsatzkraft der Feuerwehr verletzt worden, teilte Innensenatorin Iris Spranger der dpa mit. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatten allein 34 Polizeibeamte Verletzungen erlitten.

Am Mauerpark wurde ein Polizist vermutlich durch einen illegalen Feuerwerkskörper so schwer verletzt, dass die Amputation eines Beines droht.
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Die SPD-Politikerin Spranger sagte:. „Es kam zu Straftaten, bei denen Unbeteiligte und Einsatzkräfte verletzt wurden. Ich verurteile diese Taten aufs Schärfste und erwarte, dass sie konsequent aufgearbeitet und strafrechtlich verfolgt werden.“ Solche Gewalt sei ein Angriff auf die gesamte Gesellschaft und werde in Berlin nicht toleriert.

(mit dpa)





