Nur wenig ist auf Baustellen vor Dieben sicher. Die Polizei Berlin zählte in der Hauptstadt im vergangenen Jahr mehr als 6500 gestohlene Gegenstände. Vor allem Werkzeuge, aber auch Baumaschinen und Kabel ließen die Kriminellen mitgehen. Die Bauunternehmen in Berlin zeigten mehr als 2200 Diebstähle bei den Ermittlern an, etwas mehr als im Jahr 2016. In den seltensten Fällen jedoch werden die Täter überführt.
Betriebe bleiben deshalb häufig auf den Schäden sitzen. Im vergangenen Jahr kosteten die Diebstähle auf dem Bau die Firmen rund 5,1 Millionen Euro. Das ist nicht nur für die Unternehmen ärgerlich. Denn mitunter werden sogar ganze Bauprojekte in Mitleidenschaft gezogen, wenn wichtiges Werkzeug und Maschinen fehlen oder Material-Ersatz nicht schnell genug verfügbar ist.
Der Bauindustrie-Verband Berlin-Brandenburg, der für 150 Mitgliedsunternehmen mit 12.000 Beschäftigten spricht, fordert nun mehr Polizei-Präsenz, um die Diebe abzuschrecken oder auf frischer Tat zu fassen. In erster Linie sind die Bauunternehmen aber selbst gefragt, mehr in die Sicherheit zu investieren. Denn viele Betriebe machen es den Tätern zu leicht. Die Polizei mahnt Firmen bereits seit Jahren zu mehr Engagement, um Diebstähle zu verhindern. Das ist nicht nur eine Frage des Geldes.

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Die Betriebe müssen auch dafür sorgen, ein neues Sicherheitsbewusstsein in den Köpfen ihrer Mitarbeiter zu etablieren. Damit wird zwar der Aufwand bei Bauprojekten steigen, wenn selbst in der Mittagspause Geräte und Materialien verstaut werden sollen. Doch den Firmen muss es das wert sein. Nötig sind auch bessere Zugangskontrollen, vor allem dann, wenn auf dem Bau mehrere Firmen und Subunternehmen aktiv sind. Einen Beitrag kann auch die Digitalisierung leisten: Mit GPS-Sendern ausgerüstetes Werkzeug hilft nicht nur bei der Jagd nach den Tätern. Die Ortungstechnik dürfte viele Täter auch vor der Tat zurückschrecken lassen.


