Er begrüße die Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, Patriots-Abwehrraketen an die Ukraine liefern zu wollen, sagt Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko am Montagabend bei „Maischberger“.

Trotzdem übt er Kritik an Trumps Ultimatum und damit seiner Haltung gegenüber dem russischen Präsidenten Wladimir Putin: „Was ist der Grund, Putin 50 Tage zu geben?“, sagt er. Denn innerhalb dieser Zeit könnten viele Menschen durch die russischen Luftangriffe sterben. Diese seien in den vergangenen Tagen und Wochen stets intensiver geworden. „Ich weiß nicht, wie viele Gebäude zerstört und Zivilisten gekillt werden – in unserer Stadt, in der ganzen Ukraine. Deswegen: Wieso solch eine Verzögerung?“ Putin verstehe nur die Sprache der militärischen Stärke, betonte er weiter.

„Maischberger“ in der ARD: Das waren die Gäste:

  • Sigmar Gabriel, ehemaliger Außenminister und Parteivorsitzender (SPD)
  • Claus Ruhe Madsen, Wirtschaftsminister Schleswig-Holstein (CDU)
  • Vitali Klitschko, ehemaliger Boxer und jetzt Bürgermeister von Kiew
  • Jürgen Becker, Kabarettist
  • Anna Mayr, Journalistin „ZEIT“
  • Michael Bröcker, Chefredakteur „Table.Briefings“

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Um die weiter zeigen zu können, forderte der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt weitere militärische Unterstützung – und wendet sich direkt an Deutschland. „Wir brauchen Luftabwehrsysteme. Moderne Waffen sind sehr wichtig, um die Drohnen auszuschalten.“ Konkret nennt Klitschko die deutschen Taurus-Marschflugkörper: „Wir sprechen schon lange darüber. Diese Verzögerung kostet uns einen großen Preis – das Leben unserer Soldaten.“

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„Maischberger“ in der ARD: Friedrich Merz, der Umfaller?

Der Taurus ist eins der Themen, bei denen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) seine Meinung geändert hat, seitdem er regiert. Die Schuldenbremse ist ein anderes. Der ehemalige Außenminister und Parteivorsitzender Sigmar Gabriel (SPD) verteidigt den Kanzler bezüglich Ersterem: „Wahrscheinlich weiß er jetzt mehr als vorher.“ Für Letzteres übernimmt der Wirtschaftsminister Schleswig-Holsteins Claus Ruhe Madsen (CDU) diesen Job.

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Überhaupt findet Gabriel für den aktuellen Kanzler lobendere Worte als für seinen Vorgänger Olaf Scholz (SPD) über den er sagt: „Vielleicht wäre es besser gewesen, ein Kanzler zu sein, über den sich die SPD freut.“ Gabriel fände es gut, dass Merz nun die „verheerenden Verhältnisse Deutschland-Frankreich und Deutschland-Polen“ angegangen ist. Aber: „Friedrich Merz ist kein Außenkanzler, weil er es sein will, sondern weil die Zeiten so sind und er es sein muss.“

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Das „Manifest“ hingegen, in dem sich SPD-Politiker gegen Aufrüstung und für mehr Diplomatie aussprachen, nennt der Ex-Außenminister „ein ziemlich unhistorisches Papier“. Jeden Tag gebe es diplomatische Angebote an Putin, diese würden jedoch jeden Tag abgelehnt. Lange Zeit hätten alle in Deutschland – mit Ausnahme der Grünen – gedacht, dass sie wüssten, wie das mit Russland gehe. „Das war eine ziemlich arrogante Haltung“, so Gabriel. „Ich möchte nicht einen Fehler zweimal im Leben machen.“