Ihre Namen fallen ständig, wenn über die Nachfolge von James Bond diskutiert wird: Jacob Elordi und Callum Turner. Jetzt kann man einen Direktvergleich ziehen, wer mehr Star-Power hat. Weil beide gleichzeitig einen neuen Film vorlegen. Außerdem gibt es zwei ganz außergewöhnliche Beiträge von starken jungen Regisseuren aus Deutschland. Aber auch Filme, die man besser bleiben lässt. Die Tops und Flops im Überblick:
- „Staatsschutz“
Immer wieder, nicht erst seit den NSU-Fällen, wird gefragt, ob die deutsche Justiz auf dem rechten Auge blind ist. Dazu legt Faraz Shirat nun einen beklemmenden Politthriller vor: Auf eine junge Staatsanwältin wird ein Anschlag verübt, aber die eigene Behörde ermittelt nur halbherzig. Also wird die queere Frau selbst tätig. Und lange fragt sich, ob das also Paranoia ist oder wirklich eine Verschwörung. Ein hochaktueller Film, der viele unangenehme Fragen stellt. Und einem richtig Angst machen kann.
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- „Der Heimatlose“
Ein junger Mann kehrt in seine Heimat zurück. Aber hier will ihn keiner erkennen. Deshalb wird Gericht über ihn gehalten. Mit der Erinnerung als Beweis. Eine archaische Fabel, aufregend ungewöhnlich erzählt: mit einer sperrigen Sprache, zerrütteten Kulissen, die so lückenhaft sind wie die Erinnerung, und großen Schauspielern selbst in kleinen Rollen. Ein ganz starkes Debüt von Kai Stänicke, der dafür schon auf der Berlinale gefeiert wurde.
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Zehn Jahre hat der Regienovize gebraucht, bis er seinen Film drehen konnte. Darüber haben wir mit ihm gesprochen:
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- „Das Ende der Sterne“
Ridley Scott hat das Kino um so viele Klassiker bereichert, aber er dreht immer weiter. Und nicht immer nur Meisterwerke. „Das Ende der Sterne“ ist eher ein durchschnittliches Endzeitdrama. Über die letzten Überlebenden der Menschheit, die nach einer Pandemie einen Neuversuch wagen, aber immer wieder von plündernden Horden heimgesucht werden. Das alles hat man so oder ähnlich schon oft gesehen. Jetzt versucht sich auch Scott daran, mit angesagten Jungstars Jacob Elordi und Margaret Qualley und den abgebrühten Altstars Josh Brolin und Guy Pearce.
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- „One Night Only“
Auf die Prämisse dieses Films muss man sich einlassen. In New York ist Sex für unverheiratete Menschen verboten. Das ist keine Sozialkritik, auch keine Satire, sondern der Ausgang einer, jawohl, romantischen Komödie. Denn die Ausnahme ist eine Nacht im Jahr. Und da wollen dann alle jederzeit und überall. Bis auf zwei einsame Herzen, die nach was Ernstem suchen. Sich ständig in dieser Nacht begegnen und immer glauben, sie seien sich im Weg. Und nicht verstehen wollen, dass sie der Weg sein könnten. Das ist toll gespielt von Callum Turner und Monica Barbaro. Aber na ja, auf die Prämisse muss man sich einlassen …
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Callum Turner und Monica Barbaro sind beide aufregende junge Filmtalente, die hier wunderbar harmonieren. Wir haben mit den beiden gesprochen.
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- „Für immer 16“
Brezel Göring war die eine Hälfte von Stereo Total, und nach dem Tod seiner Partnerin auf der Konzertbühne wie im Leben, Françoise Cactus, fehlt ihm die andere Hälfte. Dafür gibt er nun mit 59 ein spätes Debüt, hat dafür ein unvollendetes Buch von Cactus verfilmt. Und pfeift auf jede Kinokonvention. Das ist krasses, avantgardistisches Guerilla-Kino. Aber es wird vielen nicht gefallen. Unser Kritiker zählt auch dazu.
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Mit dem Spät-Debütanten Göring haben wir uns auch getroffen. Und mit ihm über seine Prämisse „Bloß keine Perfektion“ gesprochen:
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- „Oh la la 2“
Die Armen und die Reichen, sie können nicht miteinander. Das war schon im ersten Teil der Komödie so, wo ein DNA-Test indes ergab, dass die Herkunft aller ein bissel anders war. Das war nicht nur in Frankreich, sondern auch in Deutschland ein Hit. Weshalb es nun, na klar, eine Fortsetzung gibt. „Neue Tests, neues Chaos“, so lautet der Untertitel. Nur der Witz ist noch abgestandener als beim ersten Mal. Wir raten ab.
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Und das sagen die Filmkritiker:

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- Der Preis der Sehnsucht: „Spaziergang nach Syrakus“ mit Charly Hübner
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- Ein Comic-Wesen erobert die Leinwand: „Marsupilami“
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