„Eigentlich ist das Rezept von meiner Mama“, sagt Thomas Kammeier, Gastronomischer Leister auf dem Euref-Campus in Schöneberg. Nur, dass die Mama keine orientalische Verführung herstellte, sondern schlicht Schoko-Kirsch-Kugeln, ohne die arabischen Gewürze. So heißt das Gebäck auch bis heute im Kammeierschen Elternhaus.
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Der einstige Sternekoch aus dem „Hugos“ dachte sich, aber das man das abwandeln könne. „Im Grunde ist das wieder mal eine Ableitung dessen, was ich von zu Hause aus der Weihnachtszeit kenne“, schmunzelt er. Er dachte, dass die orientalischen Gewürze gut dazu passen würden. „Das erinnert mich an den Orient“, sagt er, „ein leichter Wind arabischer Aromen, so ein Gefühl aus 1001 Nacht. Im Vergleich zu den üblichen Keksen ist das für mich etwas Besonderes, ein Twist abseits des Lebkuchens.“
Zutaten:
100 g dunkle Kuvertüre (70%)
200 g gemahlene Mandeln
100 g Zucker
1 TL Gemahlener Kardamom
1 Stk. Hühnereiweiß
10 g geriebener frischer Ingwer
1 Glas Amarena-Kirschen (ca. 40 Stk.)
3 EL Zucker
Je ¼ Teel. Spitze gemahlener Ras el Hanout und Zimt
4 cl Ingwerbrand

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Zubereitung:
Die Kirschen in einem Sieb gut abtropfen lassen.
Die Kuvertüre fein reiben. Kuvertüre, Mandeln, Zucker, Kardamom, Eiweiß und geriebenen Ingwer zu einem krümeligen Teig verkneten (Handrührer, Knethaken).
Den Backofen auf 120°C Umluft vorheizen.
Etwa ein haselnussgroßes Stück Teig in der kalten Handfläche zu einem flachen Fladen drücken, eine Kirsche darauf setzen und diese mit dem Teig ummanteln und zu einer Kugel rollen. Anschließend auf ein Blech mit Backpapier setzen.
Die Kugeln dann ca. 30 Minuten im Ofen eher trocknen lassen, als sie zu backen. Zucker mit Ras el Hanout und Zimt vermengen. Die Kugeln noch ofenwarm leicht mit dem Ingwerbrand abstreichen und dann in der
Zucker-Gewürzmischung wälzen. Auf einem Gitter abkühlen lassen.
In einer Dose verwahrt, hält sich die „Orientalische Versuchung“ zwei bis drei Wochen.


