dieses Mal soll es um gleich drei Berliner Legenden gehen, in zwei Fällen um ihre Wiedergeburt oder Neuauflage.

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Sonnabend

Genießen in Berlin

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Die eine ist natürlich diejenige, über die ganz (West‑)Berlin spricht, oder, wie es auf den Transitstrecken der DDR früher hieß: Berlin (West). Ihr Name: Rogacki. Als ich noch Redakteur im Lokalanzeiger City-West der Berliner Morgenpost und dort für Charlottenburg zuständig war, musste ich als Erstes mal die richtige Aussprache lernen: Rogatzki, und nicht Rogakki. Tatsächlich sah man das in der Wilmersdorfer Straße sehr streng. Nachdem es so still um die Marke geworden war, ist die Aussprache jetzt wieder ein Thema in den Konferenzen und Gesprächen. Der Kollege: „Rogakki.“ Ich (ganz automatisch): „Rogatzki.“

Rogacki nach der Schließung. Im Februar wurde das Inventar versteigert.
Rogacki nach der Schließung. Im Februar wurde das Inventar versteigert.© dpa | Elisa Schu

Nun ja. Tatsächlich war ich früher nicht häufig bei Rogacki, ich ging einmal mit meiner Frau hin, und wir waren etwas über den verblichenen Charme und das Kantinen-Ambiente der 1980er-Jahre erstaunt. Wir hatten es uns etwas luxuriöser vorgestellt, so eine Art 6. Etage des KaDeWe in Charlottenburg (das Kaufhaus des Westens liegt in Schöneberg, ein beliebter Anfängerfehler im Berliner Lokaljournalismus). Uns irritierte auch, dass man sich seine Tellerchen mit den Gerichten selbst aus einem Kühlregal mit kleinen Türchen nehmen musste, das mich an die Automatenrestaurants der 1950er und 1960er-Jahre erinnerte. Nicht, dass ich die schon mal persönlich gesehen hätte, sooo alt bin ich dann auch wieder nicht, aber in Filmen waren sie zu bewundern.

Genießen in Berlin – die besten Restaurants, die neusten Trends:

Rogacki hat jetzt erst einmal eine provisorische Heimat gefunden. Der umtriebige Daniel-Jan Girl, der die Markenrechte erworben und die Traditionsmarke wieder zum Leben erweckt hat, betreibt jetzt einen Stand in der Markthalle Neun. In Kreuzberg. Um den Standort war ein großes Geheimnis gemacht worden, es hatte Tipps und Hinweise auf Charlottenburg gegeben. Logisch, wo sonst?

Rogacki
Jan Spielhagen (Mitte) verkostet die von John Jones (l.) geöffneten Austern, zur Rechten Daniel-Jan Girl.© Surpress | Manuela Blisse

Ich war umso mehr überrascht, als es dann hieß, es werde die Markthalle Neun. Ein Kollege meinte scherzhaft, dass die meisten Stammkunden dort, im fernen Kreuzberg, wahrscheinlich noch nie den Namen Rogacki gehört hätten. Ich muss gestehen, ich war auch etwas enttäuscht, ich hatte mehr Traditionsbewusstsein erwartet. Aber nun gut, Girl und das neue Gesicht von Rogacki, Jan Spielhagen (einst Gründungschefredakteur von „Beef!“ und später von „Essen & Trinken“), beeilten sich zu versichern, man werde in Kürze auch einen Standort in Charlottenburg bekannt geben. Es bleibt also spannend.

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Derweil warte ich auf das Kochbuch, denn ich hatte die Crowdfunding-Kampagne unterstützt. Und ich oute mich hier als eitel: Ich habe sogar etwas mehr gezahlt, um als Unterstützer in dem Buch erwähnt zu werden. Wann hat man schon die Gelegenheit, in Verbindung mit einer solchen Legende genannt zu werden? Oder wie sagte Al Pacino als Teufel in dem legendären Film „Im Auftrag des Teufels“ so schön? „Eitelkeit, eindeutig meine liebste Sünde.“

Rogacki / Markthalle 9
Auch Austern gibt es am Stand von Rogacki.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Bei der Eröffnung am Donnerstagabend, 1. Oktober, herrschte jedenfalls ein riesiger Auftrieb. Noch-Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) schaute vorbei, viele Würdenträger und Fans. Ich habe es mir nur erzählen lassen, ich war zu der Zeit in der zweiten Berliner Legende, von der ich gleich berichten werde. Wäre jedenfalls im laufenden Betrieb des Stammhauses von Rogacki in den vergangenen Jahren so ein Bohei gewesen, hätte es wohl keine Insolvenz gegeben. Aber was rede ich? „Böse Püppi“, pflegte eine Kollegin früher in solchen Fällen zu mir zu sagen.

Was die Kunden einen Tag später über Rogacki in der Markthalle Neun sagten, erfahren Sie hier. Auch meine Kollegin Manuela Blisse war vor Ort. Leider sei es so hektisch gewesen, dass sie nicht dazu gekommen sei, die groß angekündigten halben Eier, die Schnitten und die extra kreierte Buletten-Creme zu probieren. Aber das wollte ich ja wissen – und Sie doch wahrscheinlich auch, oder? Also fuhr sie am Dienstag noch einmal hin und fügte ihre Erlebnisse dem Bericht hinzu. Hier erfahren Sie, ob sich der Besuch lohnt.

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Gastro-News der Woche

Hotel de Rome: Im „Hotel de Rome“ am Bebelplatz kehrt die Tea Time zurück. Ab dem 23. Oktober 2026 wird der Opera Court jeden Freitag, Samstag und Sonntag zum Treffpunkt für Nachmittage bei Tee und Köstlichkeiten. Unter dem Glasdach des ehemaligen Bankhauses verbindet die Tea Time klassische britische Tradition mit der eleganten Atmosphäre des Berliner Hauses. Den Auftakt bildet eine traditionelle Teezeremonie, begleitet von einem Amuse-Bouche. Anschließend wird eine Etagère mit einer Auswahl an herzhaften Sandwiches und Scones gereicht. Für den süßen Abschluss sorgt ein vielseitiges Kuchenbuffet, an dem sich die Gäste bedienen können. Die passende musikalische Begleitung kommt vom Pianisten des „Hotel de Rome“ am Flügel im Opera Court. Behrenstraße 37, Mitte, freitags von 16 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 19 Uhr, 70 Euro pro Person, https://www.hotelderomeberlin.com/de/dining.html

Sisu: Am 20. Oktober eröffnet in Kreuzberg das Restaurant „Sisu“. Das Wort stammt aus dem Finnischen und steht für innere Stärke, Ausdauer und Mut. Dahinter stehen Daniel Nini, Geschäftsführer und Partner, sowie Christian Hubert Raab und Belmin Sehovic als Partner. Für die kulinarische Handschrift zeichnet Küchenchef Michael Englhart verantwortlich. Er blickt auf rund 13 Jahre Erfahrung in der gehobenen Gastronomie und in Sternerestaurants zurück. Seine Küche verbindet europäische Kochtradition mit Einflüssen aus Japan. Koji, Miso, Kombu, Fermentation, Säure und Umami treffen auf klassische Fonds, Jus und Saucen. Vieles entsteht im Restaurant selbst. Köpenicker Straße 174 im Forum-Gebäude, Kreuzberg, Di. bis Sa., ab 18 Uhr, www.sisu-restaurant.com

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Vom „Reinhard‘s“ zum „Scirocco“ zum „La Residenza“ zum „Flaneur“

Letzter Tag des Reinhards am Kurfürstendamm
30. Juni 2023, der letzte Tag des „Reinhard‘s“ am Kurfürstendamm.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini

Die zweite Legende, um die es geht, ist das einstige „Reinhard‘s“ am Kudamm (Sie merken schon, es bleibt historisch). Erst eine Erfolgsgeschichte, dann eine Leidensgeschichte. Zunächst erfolgte im Mai 2023 ein doppelter Paukenschlag, der weithin über Berlin zu hören war. Erst wurde bekannt, dass das „Reinhard‘s“ schließen muss, dann auch noch der „Bristol Grill“ nur ein paar Meter weiter im gleichen Hotel. Ich muss gestehen, dass mich der „Grill“ viel mehr getroffen hat. Meine Frau hatte mich mehrfach zum Lunch in das „Reinhard‘s“ geschleppt, das ich von seiner Dependance in Grunewald als sehr angenehm in Erinnerung hatte. Nicht so am Kudamm. Immer, wenn ich da war, ging etwas schief, mal mit den Gerichten, aber meistens mit dem Service.

Die eigentliche Institution war für mich der benachbarte „Grill“. Hier veranstalteten wir regelmäßig ein Morgenpost-Menü, das Feedback war praktisch immer positiv (auch wenn es mal eine legendäre Szene gegeben haben muss, über die ich hier den Mantel des Schweigens decken möchte).

Morgenpost Menü Bristol
Das allerletzte Morgenpost-Menü im „Bristol Grill“: Frederic Meinecke, Küchenchef Frank Hokamp, Jonny Österberg, Restaurantleiter Dirk Hoffmann und Ramona Gasser (von links).© FUNKE Foto Services | Sergej Glanze

In jedem Fall schätzte ich die Atmosphäre, aber vor allem den Küchenchef, Frank Hokamp, Restaurantleiter Dirk Hoffmann und die F&B-Managerin Marina Exner. Hoffmann und Hokamp waren Urgesteine, sie hatten noch Harald Juhnke, Marlene Dietrich und viele andere Stars erlebt, die einst im „Grill“ ein- und ausgingen. Sogar eine alte Speisekarte präsentierte mir Hoffmann einst. Aus welchem Jahr die genau war, niemand wusste es. Ein halber Hummer mit Sauce Mayonnaise kostete 13 Mark. Ein Geflügelsalat „Hawaii“ (mit Mandarinen, Äpfeln, Ananas und Spargel) lag bei 6,50 Mark, die echte Schildkrötensuppe mit Madeira bei immerhin zwo Mark. Ich habe Ihnen die Fotos, die ich 2019 mit dem Handy aufgenommen habe, mal spaßeshalber hinzugefügt, damit Sie auch etwas in der Vergangenheit schwelgen können.

Bristol Grill
Alte Speisekarte im „Bristol Grill“: Vorspeisen, kalte Speisen mit Butter und Brot, Suppen und Fische.© Berliner Morgenpost | Alexander Uhl
Bristol Grill
Die Hauptspeisen vom Holzkohlegrill oder am Spieß gebraten sowie die Desserts.© Berliner Morgenpost | Alexander Uhl

Niemand konnte so charmant die Weine vorstellen wie Hoffmann, kein Küchenchef so angenehm frotzeln wie Hokamp. Im Februar 2023 fand dort das allerletzte Morgenpost-Menü statt, auch wenn wir es da noch nicht wussten. Aus. Vorbei. Ich trauerte. Bis heute steht der „Grill“ leer.

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Den meisten war aber das „Reinhard‘s“ wichtiger. Es hielt sich hartnäckig das Gerücht, es bekomme keinen Nachfolger. Angeblich sollte ein Modegeschäft dort einziehen. Bis sich ein neuer Investor fand. Felix Brandts hatte Großes vor, er setzte auch Großes um. Das Restaurant wurde kernsaniert, hier zog in pistaziengrünem Look das „Scirocco“ mit mediterraner Küche ein. Sein Küchendirektor Nadav Kundel setzte auf Französisch und Levante. Ich besuchte das Restaurant einmal, naja, dann ein zweites Mal und konstatierte: Das „Scirocco“ etabliert sich als Genussecke. Selten lag ich weiter daneben. Nach einem Jahr war schon wieder Schluss. Das italienische Restaurant von gegenüber richtete das „La Residenza“ ein, scheiterte aber ebenfalls. Angeblich war das Problem der Frühstücksbetrieb des Hotels, der das Ganze sehr personalintensiv machte.

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Flaneur
Hell und gemütlich: Blick in das neue „Flaneur“ im „Bristol Berlin“ an der Ecke Kurfürstendamm und Fasanenstraße.© Berliner Morgenpost | Alexander Uhl

Zum Glück nahm das „Bristol“ die Sache wieder selbst in die Hand. Es wurde noch einmal umgebaut und seit dieser Woche hat das „Flaneur“ eröffnet. Über den Namen lässt sich streiten. Ich verstehe die Intention, ein Restaurant am Kudamm mit einem „Bummel-Boulevard“ in Verbindung zu bringen, dennoch finde ich ihn etwas altmodisch. Aber egal. Es geht um eine Institution, da ist Historisierung schließlich en vogue – siehe Stadtschloss.

Nicht nur ich war neugierig. Würde der Wurf jetzt gelingen? Bei manchen Einladungen lasse ich mir Zeit mit der Antwort, weil ich noch etwas unentschlossen bin. Ich lasse mich bitten, erinnern und überlege dann noch mal ernsthaft. Hier brauchte ich keine Sekunde Bedenkzeit und sagte sofort für den heimlichen Blick im Vorfeld der Eröffnung zu, eine „Sneak Preview“, wie man das heute nennt.

Sehr freute ich mich über das Ambiente. Es war hell, gemütlich, old school, aber nicht trutschig. Wir saßen dort, wo eigentlich das Frühstücksbuffet aufgebaut wird, auf Hochstühlen, die ausnahmsweise mal bequem waren. Noch mehr freute ich mich über das Wiedersehen mit Marina Exner, die dem „Bristol“ auch in den vergangenen, gastronomisch schweren Jahren, treu geblieben ist. Uns empfing zudem Hoteldirektorin Mareke Watson, die seit Mai dieses Jahres das Haus leitet. Es wurde ein gemütlicher Abend in lockerer Atmosphäre. Küchenchef Catalin Ghinea servierte einen Querschnitt aus seiner neuen Karte, alles als kleine Probierhäppchen. Das war auch gut so, immerhin waren es zehn verschiedene Häppchen, darunter ein absolut hinreißender Wolfsbarsch Crudo, frische und panierte Austern (da war ich raus, ich vertrage die kleinen Viecher einfach nicht), getrüffelte Wachteleier und ein mich überzeugendes Tatar, das als Sandwich serviert wurde. Eine schöne Idee.

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Flaneur
Tartar Bites im „Flaneur“.© Berliner Morgenpost | Alexander Uhl

Auch die Desserts waren hinreißend, ausgerechnet beim Fasan aber, dem „Wappentier“ des „Flaneur“, besteht noch etwas Nachbesserungsbedarf. Aber, wie es eine renommierte Kollegin treffend formulierte: „Wir jammern hier auf hohem Niveau.“

Flaneur
Getrüffelte Wachteleier.© Berliner Morgenpost | Alexander Uhl

In der Tat. Ich werde mich jetzt nicht wieder zu einer Prognose versteigen, ob das neue Konzept Erfolg haben wird oder nicht, das entscheiden am Ende des Tages Sie, indem Sie dort hingehen oder eben nicht. Von meiner Seite jedenfalls ist es eine klare Empfehlung. Und das sieht auch meine Kollegin Gesa Noormann so, die mit mir an dem Abend vor Ort war.

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Tim Raues neues Buch und neue Pizza

Tim und Katharina Raue
Tim Raue und seine Frau Katharina Raue.© Nils Hasenau Fotografie | Nils Hasenau

Und damit komme ich zu einer dritten Berliner Legende, bei der ich mich angesichts der vielen Zeilen, die ich über sie schon geschrieben habe, etwas kürzer fassen will. Meine Frau meint sowieso schon, meine Newsletter seien immer zu lang, aber sie sieht das aus journalistischer Sicht, wo die Kürze der Nachricht erstrebenswert ist, nicht die Länge des Erzählerischen.

Es geht um Tim Raue, mal wieder, ja. Der Zwei-Sterne-Koch hat jetzt zusammen mit seiner Frau Katharina ein neues Buch herausgebracht. „360º Berlin“. Darin empfehlen die beiden ihre Lieblingsorte in der Hauptstadt, nicht nur zum Essen. Als ich die Pressemitteilung auf den Monitor bekam („auf den Tisch“ kann man ja schon lange nicht mehr sagen), da musste ich schmunzeln. Wie oft hatte ich Instagram-Videos gesehen, in denen Influencer Tim nach seinen liebsten Restaurants gefragt hatten. Eigentlich logisch, daraus mal ein Buch zu machen. Die Idee hatte Katharina Raue, ausgehend vom Fernsehturm als zentralem Ort, wo Raue ja sein „Sphere“ betreibt.

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Und ich musste mal wieder an unseren Probetermin für das Morgenpost-Menü ebendort denken. Nicht wegen meines BMI, der inzwischen deutlich unter 30 gefallen ist, sondern weil Tim damals so in Eile war. Wobei, wann ist er das nicht? Er musste seinen Flieger nach London erwischen, um dort einen Vertrag für ein neues Projekt zu unterschreiben. Was, wollte er nicht verraten. Nun, jetzt stellt sich heraus, dass er eine Pizzakette eröffnet. Kein Witz. Überschrieben war die Pressemitteilung mit: „Dolce Vita on Speed: Tim Raues Travel Retail Konzept SPIZZA PIZZA: Premium-Pizza, in unter drei Minuten aus dem Ofen, für Flughäfen und Bahnhöfe. Start ist im Dezember in Berlin.“

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Yay, nach Popcorn, Limonaden, Weingläsern, Cornichons und Gewürzmischungen (ich habe bestimmt was vergessen) jetzt also Pizza. Der Rand soll neapolitanisch fluffig sein, die Mitte römisch kross. Oder, wie Tim es meiner Kollegin Stefanie Hofeditz sagte: „Ich bin kein Fan von diesem feuchten, waschlappenartigen Teig in der Mitte.“ Es gibt mehr als zehn Sorten nach seinen Rezepturen. Die Pizza wird fertig belegt, schockgefrostet und dann in der Filiale nach der Bestellung in drei Minuten aufgebacken. Die Beläge sind mit Raues Handschrift versehen. Ein Auszug: Truffle Shuffle Bianco mit Herbsttrüffel-Käsecreme aus dem Piemont, confierten Champignons und Topinambur. Die Spicy Berlin kombiniert Sucuk mit Sambal-Chilipaste und Pfefferoni-Mayonnaise, die Spicy Salmon & Pickles gebeizten Sashimi-Lachs mit eingelegtem Kürbis und Ingwer. Eröffnung ist im Dezember am BER, es folgt der Bahnhof Dammtor in Hamburg. Ich kann nur den Hut vor der Geschäftstüchtigkeit von Tim Raue ziehen und sage Buon appetito.

So, damit schließe ich den Pizzakarton mal für heute. Ihnen wünsche ich ein hoffentlich kulinarisch erfolgreiches Wiedersehen mit Rogacki, einen gemütlichen und feinen Abend im „Flaneur“ oder einen sättigenden Ausflug zu einem der Lieblingsorte der Raues. Und natürlich generell und wie immer eine genussvolle Woche.

Herzlich, Ihr

Alexander Uhl