Der neue Hauptstadtflughafen BER soll nach mehreren geplatzten Eröffnungsterminen nun im Oktober 2020 in Betrieb gehen. Das sagte Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider am Freitag in Berlin. Der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft stimmte somit dem Vorschlag von Flughafenchef Lütke Daldrup zu.

BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup
BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup© dpa | Maurizio Gambarini

Der Flughafen sollte nach fünf Jahren Bauzeit ursprünglich 2011 in Betrieb gehen. Sämtliche Eröffnungstermine sind seitdem jedoch gekippt, weil Planungsfehler, Baumängel und Technikprobleme abzuarbeiten sind.

Aufsichtsratsvorsitzender Rainer Bretschneider hatte am Donnerstag trotz aller Zweifel die Weiterführung des umstrittenen Projekts verteidigt: „Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass wir den Flughafen funktionssicher und nachhaltig in Betrieb nehmen", sagte Bretschneider im Brandenburger Landtag. Er ist Flughafenkoordinator der Landesregierung.

Auch Flughafenchef Lütke Daldrup und Vertreter der beteiligten Firmen Bosch und Siemens im Berliner Abgeordnetenhaus haben sich in den vergangenen Tagen zuversichtlich gezeigt, das Terminal fertigstellen zu können.

Für die ehrgeizigen Ausbaupläne der Flughafengesellschaft ist nach Aussagen von Flughafenchef Lütke Daldrup kein zusätzliches Geld nötig. Das werde die Gesellschaft nach der Eröffnung des BER aus dem Betrieb selbst leisten können.

Die Flughafengesellschaft will dann noch einmal 2,3 Milliarden Euro investieren, um die Kapazitäten am BER bis 2040 auf 55 Millionen Passagiere pro Jahr auszuweiten.

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Ein Rundgang über die Flughafen-Baustelle am BER

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