Fluhafen BER

Anwohner klagen gegen Weiterbetrieb von Schönefeld-Terminal

Weil der BER nach der Eröffnung zu klein sein wird, soll der alte Schönefelder Terminal in Betrieb bleiben. Dies erzürnt Anwohner.

Am Flughafen Schönefeld starten vor allem Billigflieger wie diese Maschine von Ryanair

Am Flughafen Schönefeld starten vor allem Billigflieger wie diese Maschine von Ryanair

Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Schönefeld. Anwohner wollen den geplanten Weiterbetrieb des alten Schönefelder Flughafenterminals parallel zum BER juristisch verhindern. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig bestätigte am Freitag den Eingang einer entsprechenden Klage. Darin wird nach Angaben des Bürgervereins Berlin-Brandenburg argumentiert, dass der gerichtlich bestätigte Planfeststellungsbeschluss für den neuen Hauptstadtflughafen nicht vorsehe, Schönefeld-alt offenzuhalten.

Tatsächlich sollte ursprünglich außer dem dem Berliner Flughafen Tegel auch der frühere DDR-Zentralflughafen in Schönefeld schließen, wenn nebenan der neue Hauptstadtflughafen in Betrieb geht. Um die steigenden Passagierzahlen aufzufangen, soll das alte Schönefelder Terminal nun aber nach dem Start des BER noch mehrere Jahre in Betrieb bleiben. Die Planfeststellung wurde im Mai entsprechend geändert.

Gegen diese Änderung richtet sich die Klage. Der Bürgerverein wird von der Friedrichshagener Bürgerinitiative unterstützt. Sie warnen, dass Schönefeld sogar unbefristet in Betrieb bleiben könnte.

Rundgang durch den Flughafen BER

Im Flughafen herrscht noch Helmpflicht, doch der neue BER-Chef zieht eine positive Bilanz: Von 180.000 Mängeln müssen laut Lütke Daldrup nur noch 13.000 beseitigt werden. Die Entrauchungsanlage soll mittlerweile funktionieren.
Rundgang durch den Flughafen BER

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