Berliner Airport

Flughafen Tegel soll unbefristet weiterbetrieben werden

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Der Airport im Norden Berlins soll laut einem Medienbericht als „Premiumstandort“ weiter entwickelt werden. Von einer Schließung kurz nach der BER-Eröffnung ist offenbar keine Rede mehr.

Zwischen der Geschäftsführung des Flughafens und den Gesellschaftern Bund, Berlin und Brandenburg bahnt sich ein Konflikt über den weiteren Betrieb des Flughafens Tegel an.

Zwar sagte Flughafenchef Hartmut Mehdorn, dass dies am Ende eine politische Entscheidung sei. Doch nach einem Bericht der „Zeit“ soll Tegel bis 2019 zum „Premiumstandort“ weiter entwickelt werden.

Demnach sollen in TXL 2017 noch ebenso viele Flugzeuge abheben und landen wie am neu geplanten Großflughafen BER. Ds geht lau dem Bericht aus einem vertraulichen Strategiepapier des Managements hervor. Gleichzeitig solle erst 2015 ein Teilumzug von Tegel nach BER erwogen werden.

Die „Zeit“ berichtet, noch 2017 sollen in Tegel pro Stunde 42 Maschinen abheben oder landen. Das wären genauso viele wie zum gleichen Zeitpunkt am neuen Flughafen BER in Schönefeld. Tegel solle als "Premiumstandort" unbefristet weiter betrieben werden.

Das hätte für die Fluggesellschaften den Vorteil, dass sie in Berlin auf einem innerstädtischen Airport landen könnten - mit deutlich kürzlich An- und Abreisezeiten für ihre Passagiere. Dafür müssten sie allerdings auch höhere Gebühren zahlen.

Laut Planfeststellungsbeschluss müsste der Flughafen Berlin-Tegel allerdings ein halbes Jahr nach Inbetriebnahme des neuen Willy-Brandt-Flughafens stillgelegt werden.

Das große Special und die Timeline zum BER

Mehdorn selbst hat bereits mehrfach betont, dass Berlin mit den beiden Start- und Landebahnen am BER nicht genügend Kapazitäten für den Flugbetrieb zur Verfügung hat. Nach Informationen der Berliner Morgenpost soll es daher auch bereits Überlegungen geben, eine dritte Startbahn im Süden an den BER anzubauen.

Anton Hofreiter (Grüne), Vorsitzender im Verkehrsausschuss des Bundestags, hält nichts von einem dauerhaften Weiterbetrieb des Flughafens Tegel, wenn der BER eröffnet hat. „Das wäre ein schwerer Vertrauensbruch für die Bürgern im Norden Berlins“, sagt Hofreiter. „Zumal die Schließung der innerstädtischen Flughäfen ja eine Voraussetzung war, dass es die Genehmigung für den BER überhaupt gab.“

Wie laut ist Ihr Kiez? Der Flugroutenradar der Morgenpost

( BM )