Schulanfang

In Berlin steigt die Zahl der eingeschulten Kinder stetig

Mehr als 30.000 Kinder kommen am 30. August in die Schule. Das sind 781 mehr als im Vorjahr. Erste Schulcontainer werden aufgestellt. Gleichzeitig können sich die Schüler über neue, junge Lehrer freuen.

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Für mehr als 30.000 Kinder steht am 30. August ein aufregendes Ereignis bevor. Gekämmt und herausgeputzt werden die neuen Erstklässler in ihrer Schule begrüßt. Viele Schüler werden sich über neue junge Lehrer freuen können.

Die Pensionierungswelle an den Berliner Schulen hat ihren Höhepunkt erreicht. Etwa 2400 neue Lehrer sollen zum neuen Schuljahr eingestellt werden. Viele Bewerber haben gerade ihre Ausbildung abgeschlossen, andere kommen als Quereinsteiger an die Schulen und müssen parallel zum Unterricht vor der Klasse erst eine pädagogische Ausbildung nachholen. Dadurch ergeben sich Chancen und Risiken.

Die neuen Kollegen sind motiviert und können frischen Wind in den Schulalltag bringen. Gleichzeitig sind sie angewiesen auf eine intensive Begleitung von erfahrenen Kollegen, die aber schon häufig überlastet sind.

Komfortabel und lange haltbar

Neu ist auch, dass seit dem vergangenen Schuljahr die Zahl der eingeschulten Kinder wieder wächst. Im Vergleich zum Vorjahr werden im August 781 Kinder mehr eingeschult. Dafür benötigen die Schulen nicht nur mehr Lehrer, sondern auch mehr Räume. Zum neuen Schuljahr werden jetzt die ersten Schulcontainer mit zusätzlichen Klassenzimmern aufgestellt. Insgesamt zwölf Schulen erhalten zum kommenden Schuljahr Container, weitere werden folgen, denn auch in den nächsten Jahren wird die Zahl der Schüler weiter wachsen.

Die Bildungsverwaltung betont, dass die „Mobilen Unterrichtsräume“ (MUR) nichts mit herkömmlichen Containern zu tun haben. Sie seien nicht nur komfortabel, sondern auch lange haltbar. Die Verwaltung rechnet mit einer Nutzungsdauer von bis zu 25 Jahren.

Qualitativ gutes Schulessen

Glück haben die neuen Erstklässler mit dem Schulessen. An allen Grundschulen gibt es in Berlin inzwischen ein warmes Mittagessen. Neu ist die Qualität. Seit einem halben Jahr gelten neue Standards, mit denen allerdings auch ein höherer Preis verbunden ist. Eltern zahlen, wenn sie einen Hortplatz haben, jetzt 37 Euro monatlich.

Kontrolliert werden soll die Qualität von Essenskommissionen, an denen auch Elternvertreter beteiligt sind. Insgesamt sind die Mitbestimmungsmöglichkeiten der Eltern groß. Selbst pädagogische Konzepte, wie die Frage nach dem jahrgangsübergreifenden Unterricht, werden inzwischen in den Schulkonferenzen entschieden. In diesem Gremium stimmen Schulleitung, Eltern und Lehrer gleichberechtigt ab. Ein Engagement lohnt sich also, wenn man den Schulalltag mitgestalten möchte.