In der kommenden Woche sollen die Schüler der Renée-Sintenis-Grundschule in Berlin-Reinickendorf wieder regulären Unterricht bekommen. Allerdings an Orten, an die sie sich erst gewöhnen müssen. Denn der Altbau der Schule am Laurinsteig im Ortsteil Frohnau mit seinen 17 Klassenzimmern ist bis auf Weiteres nicht mehr benutzbar.

Weil im Treppenhaus eine Zwischendecke eingestürzt war, werden nun in vielen Räumen und Korridoren die Zwischendecken ausgebaut und neue gezogen. Dieses Vorhaben wird Monate in Anspruch nehmen.

Für die älteren Kinder stehen Räume in zwei Hermsdorfer Schulen bereit. Die vierten Klassen sollen in der Gustav-Dreyer-Grundschule an der Freiherr-vom-Stein-Straße unterrichtet werden, die fünften und sechsten Klassen am Georg-Herwegh-Gymnasium an der Fellbacher Straße. „Am Montag werden die Schüler die neuen Räume kennenlernen, am Dienstag könnte der reguläre Unterricht beginnen“, sagte Schulstadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU). Es gehe um sieben Klassen.

Räume im Anbau, im Hort und in der Mensa

Nur die Kinder aus den ersten bis dritten Klassen werden weiter in Frohnau zur Schule gehen. Für sie richtet man Räume im Anbau, im Hort und in der Mensa her. Ab Mitte der kommenden Woche, so die Stadträtin, könnten die Jüngsten dort weiter lernen. Die höheren Jahrgänge kommen nach dem Unterricht an den Hermsdorfer Schulen voraussichtlich zum Mittagessen und zur Hortbetreuung nach Frohnau zurück.

Aus Sicht der Eltern sei das ein Notbetrieb, sagte Kirsten Haß, Vorstandsvorsitzende der Gesamtelternvertretung (GEV) der Renée-Sintenis-Grundschule. Der Unterricht in Hermsdorf solle deshalb nur eine kurzfristige Lösung sein. „Wir haben eine wirklich tolle Schulgemeinschaft in Frohnau“, sagte sie. „Das wird jetzt auseinandergerissen.“

Deshalb wollen die Eltern, dass alle Schüler der Frohnauer Grundschule auch während der Sanierung am alten Standort unterrichtet werden. „Wir haben vorgeschlagen, dass dort Container aufgestellt werden“, so die GEV-Chefin. Man habe in den vergangenen Tagen intensiv recherchiert und ein Angebot gefunden, dessen Kosten bei 30 Euro pro Schüler und Monat liegen. Dies sei etwa genauso teuer wie die Kosten für den längeren Schulweg nach Hermsdorf. Das Bezirksamt prüft jetzt den Container-Vorschlag.

saf