Schöneberg

SEK-Beamte nehmen mutmaßlichen Raubmörder fest

Spezialkräfte der Berliner Polizei haben in der Nacht zu Dienstag in Schöneberg einen Tatverdächtigen festgenommen. Er soll an einem Mord an dem Inhaber eines Schmuckgeschäfts beteiligt gewesen sein.

Foto: ABIX

Spezialkräfte der Berliner Polizei haben in der Nacht zu Dienstag in Schöneberg einen mutmaßlichen Mörder festgenommen. Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) stürmten gegen 23.45 Uhr die Wohnung des Verdächtigen an der Albertstraße. Dort ließ sich der Mann widerstandslos festnehmen.

Der Festgenommene soll am 29. April 2013 den 46-jährigen Inhaber eines Schmuckgeschäfts niedergeschossen haben. Bei der Tat handelt es sich um einen Raubmord in einem Geschäft an der Kiefholzstraße in Baumschulenweg.

Anfang Juli 2013 setzte die Polizei 10.000 Euro Belohnung für Hinweise zur Ergreifung des Täters aus Nach monatelangen erfolglosen Ermittlungen durch eine Mordkommission gelangten Fahnder des Landeskriminalamtes auf die Spur des Verdächtigen, am Dienstagabend konnten sie schließlich seinen Aufenthaltsort in der Wohnung in Schönberg ermitteln. Daraufhin erfolgte die Festnahme durch das SEK.

Polizei sucht nach weiteren Tatverdächtigen

Nach Erkenntnissen der Ermittler sollen fünf Personen an dem Raubmord auf den Juwelier beteiligt gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gemeinschaftlichen Mordes. Einer der mutmaßlichen Täter wurde bereits vor Monaten festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft.

Der Verdacht gegen den jetzt festgenommenen Tatverdächtigen besteht bereit seit längerem, sämtliche Polizeidienststellen der Stadt verfügen über ein Foto des Mannes. Dennoch hatte bisher der Aufenthaltsort des Mannes nicht ermittelt werden können.

Zu Hilfe kam den Ermittlern jetzt der Zufall. Ein Polizist außer Dienst war am Montagabend an der Albertstraße unterwegs und erkannte hinter dem hell erleuchteten Fenster einer Wohnung den Verdächtigen. Er alarmierte umgehend das SEK und die Mordkommission, wenig später erfolgte dann die Festnahme.

In welcher Form der Festgenommene an dem Raubmord beteiligt war, ist noch nicht vollständig geklärt. Die Staatsanwaltschaft geht nach Angaben eines Sprechers davon aus, dass der Mann unter anderem die Tatwaffe beschafft hat.