Das geht jetzt wirklich ganz schnell. Ich wollte mich nämlich noch verabschieden. Am Wochenende wird die Zeit umgestellt. Danach ist es bei der Heimfahrt abends immer so dunkel, dass mir das alles zu riskant wird. Also sage ich zum Ende meiner diesjährigen Fahrradsaison noch kurz tschüss.

Tschüss, den Männern in ihren schwarzen Autos süddeutschen Fabrikats und Autos, die so aussehen sollen, aber billiger sind, damit sich wirklich jeder profilneurotische Mann (doch, doch: Es sind immer Männer) so ein Waffensystem auf vier Rädern leisten kann. Ich werde Eure Mittelfinger vermissen. Das Weiß Eurer Knöchel über Euren Lenkrädern. Den Hauch des Todes, wenn Ihr mich zehn Zentimeter entfernt überholt.
Radfahrer lernen bald: Die Hölle, das sind die anderen
Tschüss den maroden Radwegen und ihrem Superstar: Steglitz-Zehlendorfs Potsdamer Chaussee. Ihr wart echt derbe Challenges. Respekt.
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Tschüss den tollkühnen Burschen auf ihren zu zweit, zu dritt, zu viert besetzten E-Scootern. Kaum dem Kinderroller entwachsen, habt Ihr immer ordentlich Stimmung auf die Radwege gebracht, wenn Ihr vom Tempo voll bedröhnt auf mich zukamt.
Von der Großstadt ausgebremst: Abschied vom Fahrrad
Tschüss, allen Radfahrern auf dem Bürgersteig und jenen, die an der Ampel wütend schellten und fluchten, weil die Reihe der Wartenden vor ihnen nach 0,2 Sekunden Grünphase immer noch bräsig am Rumtrödeln war. Wenn es nach mir ginge, würdet Ihr auch so ein schwarzes Auto bekommen.
So. Heute Abend kommt das Rad in den Keller. Hinter die Stahltür. Montag wird der Fahrradkorb ersetzt, den sie mir im Sommer abgeschraubt haben. Das Vorderrad muss weg, weil Schlaglöcher und hervorstehende Bodenkanten übers Jahr eine deutlich lesbare Acht hineingeschrieben haben. Und dennoch: Spätestens ab Dezember wird mir die ganze Radelei schon wieder fehlen. Ich weiß auch nicht, warum.





