Politische Scharmützel darüber, ob man Kiew, Odessa oder einer anderen kriegsgeschüttelten Metropole helfen soll, sind vergessen. Noch vor Weihnachten schaltet der Berliner Bezirk Pankow in den Helfermodus – und startet seine neue Ukraine-Städtepartnerschaft mit einer Soforthilfe. Riwne heißt die Großstadt im Nordwesten des notleidenden Landes, wo wegen russischer Bombardements dieser Tage oft Dunkelheit und Kälte herrscht.
Pankows Bürgermeister Sören Benn (Linke) zeigt an, dass er den Beschluss zur Prüfung einer neuen Freundschaft, nicht als bloßen Auftrag zur Sondierung dieses Projekts auffasst. Vor Weihnachten ruft er dazu auf, den 250.000 Einwohnern von Riwne und unzähligen Binnen-Flüchtlingen zu helfen: Einzahlungen auf ein neu eröffnetes Spendenkonto sollen die Beschaffung und den Transport von Hilfsgütern ermöglichen, soweit es das Kriegsgeschehen zulässt.
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„Gebraucht werden Medikamente, Medizinprodukte, Ersatzteile, Generatoren, Powerbanks, Winterkleidung, Transportkapazitäten und vieles mehr“, sagt Benn. „Ich bitte Sie daher, helfen Sie uns dabei, der Stadt Riwne ganz konkret zu helfen“, heißt es in einem Aufruf an die Bevölkerung.
Für die Aggressionen Russlands findet Pankows Bürgermeister deutliche Worte: „Seit über 300 Tagen hält die Ukraine der russischen Invasion stand und ringt darum, den Invasor zurückzuschlagen. Russland zerstört dabei mit Dauerbombardements systematisch die ukrainische Infrastruktur und löst mit seinem Krieg millionenfache Fluchtbewegungen aus, die nicht nur ins Ausland gehen, sondern auch in Städte der Westukraine wie Riwne. Dies stellt die Menschen dort vor enorme Herausforderungen“, schreibt Benn in seinem Aufruf zur Hilfe.
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Und er belässt es auch nicht mit einem ersten Brief an den Bürgermeister der neuen Partnerstadt – sondern kündigt auch an, bei nächster Gelegenheit selbst nach Riwne zu reisen, um sich ein Lagebild zu verschaffen. Dort gelte es, Kontakte und zivilgesellschaftliche Brücken aufzubauen, „die Riwne nicht nur bei der Integration Geflüchteter unterstützen können, sondern auch dabei helfen, Perspektiven für die Stadtentwicklung über die Zeit des Krieges hinaus zu schaffen.“
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Damit ist das Ziel gesteckt – aus einer schnellen Solidaritäts-Partnerschaft Pankow-Riwne im Krieg soll eine vollwertige Städtefreundschaft erwachsen. Mit dem Hauptprojekt eines Wiederaufbaus in Friedenszeiten.
Auf diesem Spendenkonto sammelt Pankow jetzt Geld für die Ukraine-Soforthilfe:
Bezirkskasse Pankow
IBAN DE06 1005 0000 4163 6100 01
Verwendungszweck: 0833000220971 / Ukraine-Riwne



