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Mordfall Melanie Rehberger ist Thema bei „Aktenzeichen XY“

Trotz 185 Hinweisen haben die Ermittler im Mordfall Melanie Rehberger noch keine heiße Spur. Nun ist er Thema bei „Aktenzeichen XY“.

Der Mord an Melanie Rehberger aus Pankow ist noch immer ungelöst. Eine in der Nähe des Tatorts gefundene Kappe könnte auf die Spur des Täters führen

Der Mord an Melanie Rehberger aus Pankow ist noch immer ungelöst. Eine in der Nähe des Tatorts gefundene Kappe könnte auf die Spur des Täters führen

Foto: Polizei Berlin/Charlene Rautenberg/Montage: BM

Vor zwei Wochen fanden Spaziergänger an einem Bahndamm an der Dolomitenstraße in Pankow die Leiche der 30 Jahre alten Melanie Rehberger. Die Social-Media-Managerin wurde offenbar ermordet, als sie sich einen Kaffee holen wollte. Zu dem Fall gingen bis Sonntag 185 Hinweise bei der Polizei ein – den Täter hat sie aber noch nicht finden können. Klar ist nur, dass die junge Frau durch „Gewalt gegen den Hals“ zu Tode gekommen ist. Zuvor war bekannt geworden, dass der Täter Kratzspuren an den Armen davongetragen haben muss.

Auf der Suche nach Hinweisen hatte die Polizei Fotos der Getöteten und auch der Mütze des mutmaßlichen Täters veröffentlicht. Nun bitten die Ermittler die Öffentlichkeit erneut um Mithilfe: Am Mittwoch, 13. Juni, ist der Mordfall Thema in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“, die um 20.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt wird. Dort zeigt eine Ermittlerin der Berliner Kriminalpolizei die Mütze des Täters und stellt Fragen an die Zuschauer, die zur Aufklärung des Falls beitragen sollen. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Studiofall – das heißt, dass dort keine Geschichte, etwa anhand von Schauspielern, nachgestellt wird, sondern lediglich die bisherigen Ermittlungsergebnisse von der Ermittlerin vorgestellt werden. Über Google Maps wird außerdem genau gezeigt, wo die Leiche von Melanie Rehberger gefunden wurde.

Auch zwei weitere Fälle aus Berlin werden in der Sendung behandelt. Zum einen geht es um einen Raubüberfall auf einen Kiosk in Wedding am 5. April dieses Jahres. Die Tatverdächtigen waren mit einem Beil und einer Pistole bewaffnet – bei dem Überfall wurden sie von einer Videokamera gefilmt. Der zweite Fall ist ein sogenannter Cold Case, also ein Fall, der schon mehrere Jahre zurückliegt und noch nicht gelöst werden konnte. Die Kneipenbesitzerin Karin Rieck, Inhaberin von „Karins Atelier“ am Kurfürstendamm, war im Oktober 1992 mit einem Kopfschuss getötet worden. Ihr Lebensgefährte fand ihre Leiche im Schlafzimmer ihrer Wohnung. „Der Sender arbeitet eng mit der Polizei zusammen, die mit der Hilfe der Zuschauer deutschlandweit schon rund 40 Prozent der Fälle aufklären konnte“, sagte eine Sprecherin des Formats.

„Aktenzeichen XY... ungelöst“, Mittwoch, 13. Juni, 20.15 Uhr, ZDF

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