Es wirft kein gutes Licht auf die gastronomische Szene Neuköllns: Bei Lebensmittelkontrollen des dortigen Bezirksamts sind einige Restaurants, Imbisse und Essens-Lieferdienste mit ekelhaften Zuständen auf- und durchgefallen. Die Berliner Behörde machte am Mittwoch in einer Reihe von Tweets auf die Ekel-Restaurants aufmerksam.

So sei in einem Sushi-Restaurant roher Fisch bei über 12 Grad gelagert worden. Zulässig seien aber nur 2 Grad. Nun müsse die Auslage repariert und der Fisch entsorgt werden. Immerhin: Der sonstige rohe Fisch sei korrekt aufbewahrt worden.

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Neukölln: Kontrolleure finden Schimmel-Brett

In einem Restaurant wurde ein Schneidebrett für Fleisch voller Schimmel vorgefunden. Die Lebensmittelkontrolleure des Bezirksamts hätten dem Besitzer angeraten, ein neues Brett und eine Anti-Rutsch-Matte im Handel zu besorgen. Denn mit Putzlappen würde es schimmeln.

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Ekelhafte Zustände haben die Kontrolleure unter der Spülküche eines Restaurants in Neukölln entdeckt. "So sollte es nirgends aussehen", hieß es dazu vom Bezirksamt. Zudem seien kaputte Abdichtungen und eine mangelnde Belüftung vorgefunden worden. Nun muss die Küche grundgereinigt werden, eine Nachkontrolle folge.

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Bei einem Neuköllner Lieferdienst sei für Hühnchenfleisch ein "Schnell-Auftau-Verfahren" mit Wasser zum Einsatz gekommen. Dies sei nicht nur gesetzlich verboten, sondern führe zu massiver Verkeimung von Lebensmitteln. Die Kontrolleure ordneten die Entsorgung an.

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Ekel-Restaurants in Berlin: Streit um neues Gesetz

Ende Dezember hatte der Bezirk Neukölln den Senat für die Einführung eines neuen Gesetzes zur Überwachung von Lebensmitteln scharf kritisiert. Das sogenannte Lebensmitteltransparenzgesetz (LMÜTranspG) trat am 1. Januar 2023 in Kraft, umgesetzt werde es in Neukölln allerdings nicht. Dafür würden weder Personal noch eine funktionierende Software zur Verfügung stehen.

Ziel des Gesetzes: Restaurantbesucher sollen die Ergebnisse aus amtlichen Hygiene-Kontrollen direkt an der Eingangstür eines Restaurants oder in deren Nähe sowie im Internet anhand eines Farb-Barometers auf einen Blick ablesen können. So sollen Verbraucher vor Ekel-Restaurants geschützt werden.

"Der Senat hat seine Hausaufgaben nicht gemacht und ist deshalb aufgefordert, die Voraussetzungen für mehr Transparenz bei der Lebensmittelüberwachung zu schaffen. So geht es jedenfalls nicht!“, erklärte Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) in der Mitteilung von Mitte Dezember.

bee