Der aus einer Nachbarschaftsinitiative hervorgegangene Verein „WIRamLEO“ warnt vor einem Rückschritt am Leopoldplatz in Berlin-Wedding. Der Verein appelliert ans Berliner Abgeordnetenhaus, die Finanzierung von Maßnahmen gegen Drogenkonsum und Verwahrlosung auf dem Platz über das Jahr 2025 fortzusetzen. Wird kein Geld in den Haushaltsplan 2026/27 aufgenommen, müssen viele Maßnahmen eingestellt werden.

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Der Verein bittet deshalb darum, den Leopoldplatz finanziell mitzudenken, bevor es zum Beschluss des neuen Doppelhaushalts kommt. Obwohl Berlin neue Schulden auf sich nimmt, kommt es in vielen Bereichen zu deutlichen Einsparungen. Für die Jahre 2024 und 2025 war der Leopoldplatz mit Geld aus dem sogenannten Sicherheitsgipfel versorgt worden. Dieser war extra aufgrund der prekären Lage im Görlitzer Park in Kreuzberg sowie auf dem Leopoldplatz eingerichtet worden.

Leopoldplatz: Sozialarbeit und Infopoints sorgen für Beruhigung

Mit dem so bereitgestellten Geld konnte die ausgeweitete Sozialarbeit, angepasste Polizeimaßnahmen, die verstärkte Präsenz von Platz- und Kiezhausmeistern vor Ort und die Einrichtung zweier Infopoints finanziert werden. Laut Initiative und auch der Bezirk Mitte bestätigt das, hätten diese gezielten Eingriffe zu einer deutlichen Beruhigung der Lage geführt. Die Finanzierung von Maßnahmen endet jedoch mit dem auslaufenden Jahr.

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Der Verein „WIRamLEO“ mahnt, jetzt nicht nachzulassen. „Diese Erfolge dürfen jedoch nicht als dauerhaft gesichert betrachtet werden. WIRamLEO betont, dass die Situation sich zwar verbessert, aber noch weit davon entfernt ist, gut zu sein“, erklärt der Verein in einer Mitteilung. Werden die Mittel weggestrichen, sei das „keine verantwortungsvolle Sparmaßnahme, sondern eine direkte Aufforderung zum sozialen und sicherheitspolitischen Rollback“, schreibt der Verein weiter.

Initiative fordert nachhaltige Finanzierung für Leopoldplatz

Die Initiative fordert daher, die lückenlose Finanzierung der aufsuchenden Sozial- und Suchthilfearbeit für 2026/2027 sicherzustellen sowie feste Budgets für eine kontinuierliche kulturelle und positive Bespielung des Leopoldplatzes zu schaffen. Außerdem benötige der Platz eine nachhaltige Zukunftsstrategie, anstatt die „teuer erkauften Erfolge durch kurzfristige Sparmaßnahmen zunichtezumachen“.