Bei Galeria Karstadt Kaufhof an der Müllerstraße in Wedding sind die letzten Monate angebrochen. Ende Januar 2024 schließt das 1978 eröffnete Warenhaus in Berlin-Mitte endgültig. Auch den gegenübergelegenen Leopoldplatz werden die Pläne, die der Eigentümer, die Signa Real Estate Management Germany GmbH, mit dem Gebäude hat, verändern. Am Dienstagabend wurde im Restaurant des Einkaufszentrums mit einer Informationsveranstaltung für Bürger der nächste Verfahrensschritt eingeleitet. Ab Montag können Berliner und Behörden Stellungnahmen zu dem Projekt abgeben.
Damit wird das Bebauungsplanverfahren (III-140-1VE) eingeleitet, auf dessen Grundlage der Umbau des Karstadt-Standortes hin zu einem Gebäude mit gemischter Nutzung stattfinden soll. Etwa einen Monat lang können Bürger unter anderem im Internet Meinungen abgeben und Vorschläge unterbreiten, wie ein Mitarbeiter des Bezirksamts Mitte erklärte.

Das geht unter www.berlin.de/bebauungsplaene-mitte/ oder www.meinberlin.de. Auch Behörden und Träger öffentlicher Belange sind nun gefragt, Stellungnahmen zu dem Projekt einzureichen. Das geht in ihrem Fall etwa bis Mai 2024.
Signa baut Karstadt-Gebäude komplett um
Signa plant, das Karstadt-Gebäude, das sich an exponierter Stelle an der Ecke von Müller- und Schulstraße befindet, vollständig umzubauen. Fast allen Angestellten wurde gekündigt. Ein Einkaufszentrum soll es weiterhin bleiben. Die vorhandene Fläche wird aber außerdem für etwa 80 Wohnungen und Büros genutzt. Hinzukommt eine Ebene, die dem „Gemeinwohl“ dienen soll.

Dort finden soziale Träger und Vereine Platz. „Das wurde in einer Absichtserklärung festgehalten“, betonte Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) am Dienstag. Gemeinsam mit dem Eigentümer arbeite der Bezirk nun daran, mögliche Nutzer zu ermitteln.
Zwar schließt Galeria Karstadt Kaufhof schon in einigen Wochen, danach bleibt das Gebäude zunächst dunkel. Gebaut werden solle frühestens ab 2025. Die Baugenehmigung kann der Bezirk erst nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens erteilen. Man werde das Haus zunächst untersuchen müssen, wie Achim Nelke, Projektleiter bei Signa, am Dienstag sagte. „Im Moment wissen wir nicht mehr über das Gebäude als Sie“, so Nelke. Mit der Fertigstellung wird im Jahr 2028 gerechnet.
Das Protokoll der Informationsveranstaltung will Signa im Anschluss auf seiner Internetseite zum Projekt veröffentlichen.



