Das Japanische Tor im Kirschpark in Wartenberg in Berlin-Lichtenberg strahlt im neuen Glanz. Das Einheitsdenkmal wurde vom Bildhauer Wolfgang Stübner restauriert und neu aufgebaut. Pünktlich zur Kirschblütensaison soll es eingeweiht werden.

Dafür findet am Freitag, dem 24. April 2026, von 15 bis 19 Uhr rund um das Japanische Tor das Kirschblütenfest statt. Bei einem vielfältigen Programm mit japanischer Kultur, kulinarischen Angeboten und Mitmach-Aktionen soll das neue Japanische Tor gewürdigt werden.

Das Japanische Tor im Kirschpark an der Wartenberger Feldflur in Lichtenberg wurde restauriert. Zum Kirschblütenfest soll es neu eingeweiht werden.
Das frisch restaurierte Japanische Tor in Wartenberg erstrahlt zwischen Kirschblüten.© BM | Leonard Laurig

„Das Kirschblütenfest ist ein schönes Zeichen dafür, wie internationale Freundschaft und lokales Engagement zusammenkommen können“, sagte Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU). „Das Japanische Tor und die Kirschbäume erinnern uns daran, dass Austausch, Frieden und Zusammenhalt auch im Alltag unseres Bezirks lebendig bleiben.“

Japan spendete Tor und Kirschbäume

Das Japanische Tor wurde 1995 von der japanischen Botschaft gespendet und in Neu-Wartenberg aufgestellt. Die Aktion stand in Zusammenhang mit der Schenkung von Kirschbäumen. Im Rahmen des Projekts „Sakura – Bäume der Freundschaft“ hatte ein japanischer Fernsehsender Anfang der 90er Jahre Spenden gesammelt, um japanische Kirschbäume in Berlin und Brandenburg zu pflanzen. Anlass war die deutsche Wiedervereinigung, die in Japan sehr positiv aufgenommen wurde.

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Heute bilden die Bäume im Kirschgarten in Wartenberg gemeinsam mit dem Tor ein Einheitsdenkmal, das für Versöhnung, Frieden und internationale Solidarität steht. Durch die Initiative einer engagierten Nachbarschaft, des Vereins für aktive Vielfalt und mit Unterstützung des Amtes für Weiterbildung und Kultur Lichtenberg konnte das Tor restauriert werden. Zuvor war der Zustand des Tores über die Jahre immer schlechter geworden. Vor allem Schmierereien sammelten sich zunehmend auf den Holzstützen.

Nicht nur in Wartenberg, auch an anderen Orten Berlins wurden in den 90er Jahren Kirschbäume gepflanzt. So entstanden Kirschblütenalleen, die heute vielerorts dem Verlauf der ehemaligen Mauer folgen. Momentan verwandeln die blühenden Kirschbäume Berlin wieder in ein Farbenmeer. So etwa im Mauerpark in Prenzlauer Berg oder in der Kiefholzstraße zwischen Treptow und Neukölln.

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Die ersten Bäume fangen in sonnigen Lagen bereits Ende März an zu blühen. An schattigeren Plätzchen kann es dagegen bis weit in den April dauern, bis die Blüte überhaupt beginnt. Anfang Mai ist das Schauspiel dann wieder vorbei.