- Seite Ende März erstrahlt die Hauptstadt wieder in Rosa
- Etliche Kirschblüten erblühen und verwandeln Parks, Spazierwege und Vorgärten in traumhafte Foto-Hotspots
- Die schönsten Straßen finden Sie auf unserer Karte
Die Kirschblüte kündigt in der Hauptstadt den Frühling an. In Berlin taucht sie ab Ende März eben noch karge Winterstraßen in wunderschöne Alleen. Dabei hat die ursprünglich aus Japan stammende Tradition des „Blütensehens“ (Hanami) zur Kirschblüte (Sakura) hier eine besondere Geschichte. Kirschbäume wachsen überall verteilt in der Stadt und schließen etwa im Mauerpark in Prenzlauer Berg Wunden, die einst die deutsche Teilung riss. An welchen Orten die Kirschblüte überwältigend ist und welche Bedeutung sie mittlerweile für den Tourismus hat, lesen Sie hier.

Die Kirschblüte in Berlin hat eine ganz besondere Verbindung zu Japan. Nach der Wende rief der japanische Sender Asahi TV dazu auf, für Kirschbäume in Berlin zu spenden. 20.000 Japaner beteiligten sich an der Spendenaktion, um den Fall der Mauer zu würdigen. So konnten entlang der ehemaligen Grenze Tausende japanische Kirschen in der Stadt gepflanzt werden.

Wann die Kirschen exakt blühen, ist je nach Art und Standort unterschiedlich. In sonnigen und nährstoffreichen Lagen öffnen erste Bäume schon Ende März ihre Knospen, sagt Derk Ehlert, Umweltexperte des Berliner Senats. An schattigeren Plätzchen kann es dagegen bis weit in den April dauern, bis die Blüte überhaupt beginnt. Anfang Mai ist das Schauspiel vorbei. Bei besonders milden Temperaturen können erste Bäume bereits Anfang Januar blühen, etwa an der Bornholmer Straße.

In Japan übrigens wurde in diesem Jahr bereits Mitte März der Beginn der Kirschblüte verkündet. Angestellte der japanische Wetterbehörde hatten zuvor Bäume der Sorte Somei Yoshino an drei Orten untersucht und an jedem mehr als fünf Blüten gefunden – das erforderliche Minimum für den offiziellen Saisonstart.
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- Onkel-Bräsig-Straße in Britz

Umweltexperte Ehlert hat für alle Kirschblüten-Fans einen einfachen Tipp, um dem Trubel zu entgehen. „Die Klassiker in Berlin sind toll, aber überlaufen. In den Kolonien kann man oft ungestört blühende Kirschbäume sehen.“

Zum Saisonhöhepunkt findet in den „Gärten der Welt“ wieder das Kirschblütenfest statt – in diesem Jahr am 11. und 12. April. Bis zu 25.000 Besucherinnen und Besucher werden erwartet. Geboten Tänze, Gesang, Trommelkunst, Kunsthandwerk und Köstlichkeiten aus dem Japanischen, Koreanischen und Chinesischen. Hinzu kommt eine Modenschau und eine Spielwiese für Kinder. Der Eintritt kostet 9, ermäßigt 4 Euro.




