„Es gibt nichts Gutes außer man tut es“, wusste schon Erich Kästner. Und in Berlin wird - allen schlechten Nachrichten zum Trotz - eine Menge Gutes getan, von engagierten Bürgern, von ehrenamtlichen Helfern, von gemeinnützigen Vereinen, Initiativen und sozialen Trägern. Sie alle verdienen Wertschätzung und Unterstützung.

Berliner helfen e.V., der Verein der Berliner Morgenpost hilft jenen, die anderen helfen und auch Menschen, die durch einen Unfall, eine Krankheit oder als Opfer einer Straftat unverschuldet in Not geraten sind, wenn staatliche Mittel oder Versicherungen nicht ausreichen.

Im vergangenen Jahr 2023 konnte Berliner helfen e.V. dank der Spenden der Leserinnen und Leser der Berliner Morgenpost insgesamt 323.000 Euro an soziale Projekte, gemeinnützige Vereine und an Menschen in Not ausschütten. Der größte Teil wurde für die Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben, für in privater Initiative gegründete Betreuungseinrichtungen wie das Haus Bolle in Marzahn, das Haus Jona in Staaken und das Schutzengelhaus in Steglitz.

Neubau eines Waisenhauses in Buch unterstützt

Auch der Neubau des Waisenhauses vom Verein Trauerzeit in Buch konnte gefördert werden, ebenso wie der Bau einer Beratungs- und Anlaufstelle für Straßenkinder in Lichtenberg. Unterstützung bekamen vor allem auch kleine Initiativen in den Kiezen, wie das Multikulturelle Jugend-Integrationszentrum in Charlottenburg oder das ehrenamtliche Vorleseprojekt Abraxas in Reinickendorf.

Die Berlinerin Anne Förster aus Marzahn leidet an Multipler Sklerose. Mit einem Spezialanzug ist sie wieder beweglicher.
Die Berlinerin Anne Förster aus Marzahn leidet an Multipler Sklerose. Mit einem Spezialanzug ist sie wieder beweglicher.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini

Dank der Spenden von Leserinnen und Leser der Berliner Morgenpost konnte eine an multipler Sklerose erkrankte Berlinerin das Geld für den Kauf eines Spezialanzug zusammenbekommen, der ihre Schmerzen lindert und sie wieder beweglicher macht. Die Krankenkasse hatte die Finanzierung abgelehnt.

Familien mit schwer behinderten Kindern wurden Zuschüsse zu behinderten gerechten Fahrzeugen gewährt, um den Alltag zu erleichtern und Fahrten zu Ärzten und Therapeuten möglich zu machen. Bedürftigen älteren und kranken Menschen wurde finanzielle Unterstützung zum barrierefreien Umbau des Bades oder der Wohnung gewährt.

Fahrräder für behinderte Kinder

Überglücklich war auch ein junges Handwerker-Ehepaar, das durch einen Hausbrand in Prenzlauer Berg Anfang März vergangenen Jahres sein Zuhause und alles Hab und Gut verlor. Dank der schnellen Hilfe des Bezirksamtes und durch einen Spendenaufruf in der Berliner Morgenpost konnten Kristina und Karsten Peter erst einmal in einer Ferienwohnung unterkommen, die nötigsten Anschaffungen machen und dann sogar eine neue Wohnung finden. „Wir sind unendlich dankbar für die Spenden“, sagt Kristina Peter.

Kinder im Sommercamp der Stadtmission am Dolgensee.
Kinder im Sommercamp der Stadtmission am Dolgensee.© Berliner Stadtmission/Marcus Glahn | Berliner Stadtmission/Marcus Glahn

Manchmal sind es keine großen Summen, die für den Betroffenen aber eine große Hilfe sind: 250 Euro kostete der Krankentransport, der es einem schwer kranken Rollstuhlfahrer ermöglicht hat, am 30. Dezember noch einmal an einer Familienfeier teilzunehmen. „Das hat ihm so viel bedeutet“, sagt seine Betreuerin.

Dankbar und glücklich waren auch die Kinder aus finanziell schwachen Berliner Familien, die im Sommer eine Woche Ferien am Dolgensee machen konnten. Leserinnen und Leser hatten mit ihren Spenden Urlaubspatenschaften für das Erlebniscamp der Stadtmission übernommen hatten. Danke, dass Sie mit Ihrem Geld so viel Gutes tun!

Berliner helfen e.V. trägt das Spendensiegel des DZI

Berliner helfen e.V. wurde im Jahr 2000 von Verlag und Redaktion der Berliner Morgenpost als gemeinnütziger Verein gegründet. Ziel und Satzungszweck ist die Förderung mildtätiger Zwecke, der Jugend- und Altenhilfe, des öffentlichen Gesundheitswesens und der Gesundheitspflege. Der Verein hat im vergangenen Jahr erneut nach ausführlicher Prüfung das Spendensiegel des Deutschen Instituts für soziale Fragen (DZI) erhalten. Das DZI stellte unter anderem fest, dass „Werbung und Öffentlichkeitsarbeit klar, wahr, sachlich und offen informieren. Der Anteil der Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben ist mit 3,3 Prozent niedrig“. Die Personal- und Werbekosten des Vereins werden von der Berliner Morgenpost getragen.