Zwischen 12 und 18 Uhr sollten Kinder und Jugendliche aus der Schwarzen Community am Freitag im Volksbad einen unbeschwerten Nachmittag verbringen. Dahinter steht eine Aktion der Volksbühne mit dem Verein Each One Teach One (EOTO). Man wollte einen sicheren Raum für Menschen schaffen, die in der Gesellschaft strukturell diskriminiert werden und Rassismus erfahren.
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Am Donnerstagabend wurde das Event abgesagt. Der Verein könne „nicht mehr darauf vertrauen“, dass die Kinder und Jugendlichen positive Erfahrungen machen. Nicht einmal Polizei und Sicherheitskräfte könnten daran etwas ändern. Der Verein sieht sich Hass und Drohungen ausgesetzt.
Volksbad Berlin: Schwarze Community hätte sich Safe Space gewünscht
Einer der Auslöser war ein Video der Pankower CDU-Bezirksverordneten Aileen Weibeler. Sie empfinde ein diskriminierendes Gefühl, weil sie als weiße Frau am Freitag nicht in das Volksbad gehen kann. Dabei sei Berlin doch eine so vielfältige und offene Stadt.
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Das sind Aussagen, die verkennen, worum es eigentlich geht. Statt über Rassismus zu sprechen und darüber, dass sich Menschen in Berlin nicht sicher fühlen, inszenierte sich Weibeler selbst als Opfer. Dabei ist klar: Weiße Menschen erfahren keinen Rassismus, denn sie sind nicht von struktureller und institutioneller Diskriminierung aufgrund ihrer Hautfarbe betroffen. So schreibt es etwa die Amadeu Antonio Stiftung.
Wer sich nur ein wenig in der Schwarzen Community in Berlin umhört, oder ihre Videos auf Social Media ansieht, der hört vor allem eines: Wie wichtig dieses Event gewesen wäre, weil sich viele von Rassismus betroffene Menschen eben nicht in jedes beliebige öffentliche Freibad der Stadt trauen. Zu groß ist die Angst, diskriminiert und herabgewürdigt zu werden.
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Politiker in Berlin müssen mehr über Rassismus und Diskriminierung sprechen
Wer in Berlin Kommunalpolitik betreibt, muss das wissen. Es ist längst überfällig, in der Stadt, oder im Bezirk, mit Bewohnern, Vereinen oder Initiativen zu sprechen. Als Politiker gehört es dazu, die Anliegen der Menschen anzuhören – und diese letztlich in den politischen Diskurs einzubringen. Und nicht, die Wichtigkeit eines Safe Spaces für die Schwarze Community pauschal infrage zu stellen.

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Statt Unbeschwertheit bleibt, wieder einmal, das Gefühl von Angst. Der Politik, vor allem der Kommunalpolitik, ist jetzt dringend zu raten, alternative Schutzräume zur Verfügung zu stellen. Die aktuelle Debatte, teils unter Einmischung von Rechten, zeigt mehr als deutlich, warum es diese braucht.







