Berlin hat die Wahl, und es verspricht, eine spannende zu werden: Am 20. September werden ein neues Abgeordnetenhaus und neue Bezirksverordnetenversammlungen gewählt. Wer danach den Regierenden Bürgermeister oder die Regierende Bürgermeisterin stellen wird, ist offen – in den aktuellen Umfragen liegen die Parteien fast gleichauf. Es sind gleich mehrere Koalitionen möglich, wobei es zurzeit so aussieht, als würde Berlin wieder von einem Dreier-Bündnis regiert werden. Die Parteien werden in den nächsten acht Wochen versuchen, noch möglichst viele Wähler in Berlin zu überzeugen – und sich so in die Spitzenposition zu bringen.

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So unklar es ist, wer am Ende die Nase vorn haben wird, so klar ist es doch, dass Berlin weiterhin vor großen Herausforderungen steht. Die Wohnungsnot treibt die Stadt auch vor dieser Wahl um. Schon vor der Wiederholungswahl im Jahr 2024 war die Lage auf dem Wohnungsmarkt jenes Thema, dem die Berlinerinnen und Berliner die größte Bedeutung eingeräumt hatten. Das Problem der immer weiter steigenden Kosten bei gleichzeitig kaum freien Wohnungen ist nach wie vor aktuell. In den vergangenen Wochen kam vor allem in die Diskussion um den Umgang mit dem Tempelhofer Feld wieder neuer Schwung. Kann und sollte das Areal genutzt werden, um neuen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen? Die Frage dürfte auch im weiteren Wahlkampf eine Rolle spielen.
Hintergründe zur Berlin-Wahl 2026
Bezahlbare Mieten sind aber nicht das Einzige, was die Berliner wie auch die Parteien beschäftigt. Es geht auch um die Entwicklung von Berlins Schulen, Berlin im Klimawandel, den Verkehr, den Müll in der Stadt oder die Frage, wie die Energieversorgung künftig funktionieren soll. All das dürfte auf den Wahlplakaten thematisiert werden, die bald wieder überall in der Stadt zu sehen sind. Sieben Wochen vor dem Wahltag, also am 2. August, können die Parteien damit beginnen, ihre Plakate aufzuhängen.
Peter Schink spricht mit den Kandidaten über die großen Zukunftsfragen
Um die Antworten der Parteien auf die großen Zukunftsfragen Berlins wird es auch bei der großen Diskussionsrunde der Berliner Morgenpost gehen, die am 24. August im Zoo Palast stattfindet. Unter dem Titel „Morgenpost mittendrin zur Berlin-Wahl“ wird Chefredakteur Peter Schink mit den Spitzenkandidatinnen und -kandidaten der fünf im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien debattieren. Im direkten Vergleich können die Politikerinnen und Politiker so zeigen, wie sie sich von der Konkurrenz abheben wollen. Und die Zuschauer bekommen einen Überblick der unterschiedlichen Herangehensweisen, mit denen die großen Herausforderungen in der Stadt gelöst werden sollen.
Auf dem Podium wird der neue CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers sitzen. Der derzeitige Finanz- und Kultursenator wurde erst Mitte Juli von der CDU zum Kandidaten fürs Amt des Regierenden Bürgermeisters ernannt, nachdem Kai Wegner seinen Rückzug von der Spitzenkandidatur erklärt hatte. Neben Evers werden auch Steffen Krach (SPD), Elif Eralp (Linke), Werner Graf (Grüne) und Kristin Brinker (AfD) bei der Diskussion dabei sein. Sie alle wurden schon vor einigen Monaten zu den Spitzenkandidatinnen und -kandidaten ihrer Parteien gewählt.
- Überblick: Die Spitzenkandidaten bei der Berlin-Wahl im Schnell-Check
- Konservative: Das ist CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers
- Sozialdemokraten: Das ist SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach
- Linke: Das ist Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp
- Grüne: Das ist Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf
- Rechtspopulisten: Das ist AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker
Die große Morgenpost-Diskussionsrunde zur Berlin-Wahl 2026 live verfolgen
Die Veranstaltung ist ausverkauft. Aber man kann die große Diskussionsrunde live auf Youtube verfolgen. Start ist um 19.30 Uhr.
Was die Diskussionsrunde auch auszeichnet: Nicht nur Morgenpost-Chefredakteur Peter Schink wird den fünf Podiumsgästen Fragen stellen. Es werden auch Fragen von Zuschauerinnen und Zuschauern gestellt, die im Vorfeld eingereicht werden konnten. Peter Schink wird die Fragen der Morgenpost-Leser anonymisiert an die Spitzenkandidaten weitergeben.
„Morgenpost mittendrin“ zur Berlin-Wahl findet am Montag, 24. August 2026, um 19.30 Uhr aus dem Zoo Palast Berlin, Hardenbergstraße 29A, 10623 Berlin, statt. Einlass ist ab 19 Uhr.








