Beschäftigte in den Berliner Gefängnissen werden immer häufiger von Häftlingen angegriffen. Um JVA-Beamte besser vor der Gewalt zu schützen, sollen die Anstalten jetzt mit zusätzlichem Geld und neuer Schutzkleidung aufrüsten. Den Gefängnissen wurden dafür jeweils 10.000 Euro zusätzlich zur Verbesserung der Schutzausrüstung zur Verfügung gestellt, wie die Senatsjustizverwaltung auf Anfrage mitteilte.

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Zudem werde derzeit ein „stichsicherer Schal“ von einigen Bediensteten im Gefängnis Moabit getestet. Aufgrund von deren Erfahrungen soll entschieden werden, ob solche Schals künftig generell zur Ausrüstung gehören sollen, wie es hieß.
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So schützen sich Berliner JVA-Beamte
Zu der Ausrüstung gehören derzeit unter anderem Westen, Handschuhe, Helme und Schutzschilde, die insbesondere bei planbaren Einsätzen genutzt werden, wenn mit Gewalt von Insassen gerechnet wird. Um schnell bei Übergriffen reagieren zu können, haben die Bediensteten unter anderem Funkgeräte und Druckknopfalarmmelder, um schnell Kolleginnen und Kollegen zu Hilfe rufen zu können. Bei Angriffen können - je nach Lage - auch Pfefferspray und Hiebwaffen eingesetzt werden. Der Einsatz von Überwachungskameras in bestimmten Bereichen wie etwa den Freistundenhöfen wird ebenfalls ausgebaut.
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In der Vergangenheit hatten Brände vor und im Umfeld von Berliner Gefängnissen, bei denen Fahrzeuge von Beschäftigten beschädigt oder zerstört wurden, für Schlagzeilen gesorgt. Im März wurden zwei Mitglieder einer bekannten arabischen Großfamilie für einige Fälle zu Haftstrafen verurteilt. Die Justiz hat den Schutz daraufhin erhöht. Bei Spät- und Nachtdiensten sowie an den Wochenenden dürften die Bediensteten laut Verwaltung beispielsweise ihr Fahrzeuge auf dem Anstaltsgelände parken, sofern es der Platz zulässt.
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Nach Informationen dieser Redaktion wurde insbesondere für die JVA Heidering zudem ein „baulich-technisches Maßnahmenpaket“ zur Verbesserung der Sicherheit der Personalparkplätze umgesetzt. Hierfür wurde die Parkplatzausleuchtung auch bei Nacht verbessert, weitere Dome-Überwachungskameras sowie eine Alarmdetektion auf dem Parkplatzgelände installiert.
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Autobrände lenkten Fokus auf Sicherheit der Beamte
Aus Anlass der Fahrzeugbrände wurden des Weiteren die Polizeipräsenz erhöht und die Zusammenarbeit mit den örtlichen Feuerwehren intensiviert. Zudem hat die Senatsjustizverwaltung gemeinsam mit der Verkehrsverwaltung ein vereinfachtes und einheitliches Verfahren für die Gewährung von Kfz-Übermittlungssperren abgestimmt. Außerdem ist das Antragsverfahren für Kfz-Sperren in den Justizvollzugsanstalten und bei den Sozialen Diensten einheitlich digitalisiert und vereinfacht worden.
Ein Teil des Schutzpakets umfasst auch Prävention, Fortbildung, das Notfallmanagement und die Nachbetreuung nach psychischen Notlagen für die Beschäftigten in den sieben Haftanstalten des Landes und der Berliner Jugendarrestanstalt. Nach Justizangaben waren Ende des vergangenen Jahres rund 2740 der 2930 Stellen besetzt. Nach der Statistik verbüßten insgesamt 8667 Menschen im Jahr 2025 eine Haftstrafe in Berlin. mit dpa










