Berlin hat einen neuen Tourismuschef. Der Aufsichtsrat der Berlin Tourismus & Kongress GmbH wählte Jürgen Amann zum neuen Geschäftsführer „Destinationsmarketing & Commercial“, wie es in einer Mitteilung heißt. Der 53-Jährige wird Nachfolger von Burkhard Kieker und beginnt seinen neuen Job offiziell am 1. Juni 2026.

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Amann wechselt damit vom Rhein an die Spree. Zuletzt hatte der promovierte Wirtschaftsgeograph seit 2020 die KölnTourismus GmbH geleitet. Amann setzte sich im Bewerbungsprozess um einen der begehrtesten Chefposten der Stadt gegen mehr als 100 Bewerber und Bewerberinnen durch.

Jürgen Amann ist neuer Tourismuschef in Berlin: Nachfolger von Burkhard Kieker

„Die Metropole Berlin ist eine der spannendsten Destinationen der Welt. Ich freue mich sehr auf die Aufgabe, zusammen mit Sabine Wendt und dem gesamten Team, Berlin als attraktives Städtereiseziel zu entwickeln und zu vermarkten“, sagte Amann in einem ersten Statement. Er deutete auch an, in Zukunft neue Technologien und Kommunikationswege einsetzen zu wollen, um die Anziehungskraft der Stadt weiter zu stärken. Der gebürtige Oberbayer war über Stationen in Ingolstadt und Dresden nach Köln gekommen.

Oliver Schumacher, der Aufsichtsratsvorsitzende der Berlin Tourismus & Kongress GmbH, bezeichnete Amann als „Tourismus-Profi“ und betonte zugleich: „Es gibt viel zu tun, beispielsweise eine konsequente Digitalisierung und die Steigerung der Eigeneinnahmen.“

Weniger Touristen kommen 2025 nach Berlin

Und viel Arbeit gibt es durchaus, wie unter anderem vor wenigen Tagen die Zahlen vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg gezeigt haben. Demnach sind 2025 weniger Touristen nach Berlin gekommen als noch ein Jahr zuvor. „Wir werden knapp unter den 30 Millionen (Übernachtungen) landen“, sagte Burkhard Kieker, Chef der Berliner Tourismusgesellschaft Visit Berlin, dem „Tagesspiegel“. 2024 waren noch 30,6 Millionen Übernachtungen in der Hauptstadt gezählt worden. 

Bis Ende Oktober verzeichnete das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg demnach 24,8 Millionen Übernachtungen – 4,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.