Weitläufiger als jeder andere Zoo in Europa und grüner als erwartet: Der Tierpark Berlin in Lichtenberg ist kein gewöhnlicher Tiergarten, sondern ein ostdeutsches Prestigeprojekt, das bis heute fasziniert. Wo einst Trabanten parkten, ziehen heute Elefanten ihre Kreise. Der Tierpark in Berlin ist ein Ausflugsziel für Familien, Spaziergänger und Tierfreunde – und völlig zurecht eine beliebte Sehenswürdigkeit im Osten der Stadt.
Tierpark Berlin: Die wichtigsten Infos im Überblick
| Ort | Tierpark Berlin |
|---|---|
| Adresse | Am Tierpark 125, 10319 Berlin |
| Anreise | U5 (Tierpark) |
| Öffnungszeiten | 9 bis 18.30 Uhr (letzter Einlass: 17 Uhr) |

Tierpark Berlin: Seine Geschichte im Steckbrief
- 1955: Eröffnung des Tierparks im Ost-Berliner Bezirk Friedrichsfelde – als sozialistisches Gegenstück zum West-Berliner Zoo
- 1956–1980er: Ausbau zum größten Landschaftstierpark Europas unter Leitung von Prof. Dr. Heinrich Dathe – mit internationalem Ansehen in der Zootierpflege
- 1990: Mit der Wiedervereinigung kommt der Tierpark unter das gemeinsame Management der Zoologischer Garten Berlin AG
- 2000er: Umstrukturierung und Modernisierung, neue Themenwelten wie die Himalaya-Anlage und Ausbau der Bildungsangebote
- Heute: Mit über 600 Tierarten bleibt der Tierpark Berlin eine grüne Oase und eines der größten Zoo-Areale Europas
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Highlights im Tierpark Berlin – das ist sehenswert
Giraffen‑Haus mit Fütterungspfad: Auf einem erhöhten Steg kann man Rothschild‑Giraffen hautnah füttern und beobachten – ein exklusives Erlebnis.
Alfred‑Brehm‑Haus (Regenwaldhaus): Das 5.300 m² große Tropenhaus mit Tigern, Krokodilen, Baumkängurus und Flughunden ist ein architektonisches Meisterwerk im Zoo – Licht, Pflanzen und Tiere verschmelzen.
Otter‑Insel: Neue 3.000 m² Anlage mit Zwergottern, Schopfmakaken und Hirschebern – naturnah gestaltet und 2024 eröffnet.

Dickhäuterhaus & Elefanten: Haus für Asiatische und Afrikanische Elefanten; seit Sommer 2020 im Umbau, mit neuer Savannenlandschaft in Planung.
Himalaya‑Gebirgsregion: Auf einem ehemaligen Trümmerberg leben Schneeleoparden, Steinböcke, Languren und Glanzfasanen in naturnaher Berglandschaft.
Parkbahn: Eine kostenlose elektrische Parkbahn fährt in halbstündigem Takt durch das Gelände und verbindet die Eingänge und Highlights.
Spielplatz „Fabelwald“: Abenteuer-Spielplatz unter alten Bäumen mit Klettertrollen, Netzbrücken und Wasserspielen – ideal für Kinder.
Wasser-Spielplatz: Speziell an heißen Tagen beliebt – Planschen, Rutschen und Schaufeln direkt am Spielbereich. Bade-Sachen nicht vergessen!
Restaurant „Patagona“ & „Terrace Café“: Kulinarische Pause in begrünten Terrassencafés mit regionaler Küche und direktem Blick auf Tieranlagen.
Schloss Friedrichsfelde: Barockes Schloss aus dem Jahr 1695, eingebettet in den Tierpark – Veranstaltungsort für Konzerte, Lesungen und Ausstellungen.

- Wahrzeichen: Brandenburger Tor: Was das Wahrzeichen wirklich bedeutet
- Drehkreuz: Alexanderplatz: Berlins Platz der Extreme
- Kalter Krieg: Checkpoint Charlie: Was Besucher wissen sollten
- Hoch hinaus: Fernsehturm: Was steckt hinter dem Wahrzeichen?
- Tiere: Ein Tag im Zoo – was man unbedingt sehen sollte
- Tiergarten: Siegessäule: Was man über die Goldelse wissen muss
- Reichstag: So funktioniert der Besuch mit Kuppelblick
- Klassisch: Warum der Gendarmenmarkt als schönster Platz Berlins gilt
- Sammlungen: Museumsinsel: Diese Museen lohnen sich wirklich

Was ist der Unterschied zwischen Tierpark Berlin und Zoo Berlin?
Der Zoo Berlin liegt zentral in Charlottenburg, direkt am Bahnhof Zoologischer Garten. Der Zoo bietet eine klassische Anlage mit historischen Tierhäusern, darunter das berühmte Flusspferdhaus, das Raubtierhaus und das große Aquarium.
Der Tierpark Berlin dagegen liegt im Osten der Stadt, im Bezirk Friedrichsfelde, und wurde 1955 in der DDR gegründet – als ostdeutsches Gegenstück zum West-Berliner Zoo. Er ist flächengrößer, etwa 160 Hektar (zum Vergleich: Zoo Berlin ca. 33 Hektar), weitläufiger angelegt und parkähnlich. Besonders ist hier das historische Schloss Friedrichsfelde.
- Zoo Berlin: zentral, artenreich, kompakt und städtisch
- Tierpark Berlin: weitläufig, ruhiger, familienfreundlich mit mehr Platz
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Wie viel Zeit braucht man im Tierpark Berlin?
Wer sich auf die Hauptattraktionen wie das Giraffenhaus, das Alfred-Brehm-Haus, das Schloss Friedrichsfelde und einige größere Tiergehege konzentriert, schafft einen guten Überblick in etwa vier Stunden.

Für alle, die mit Kindern unterwegs sind, Spielplätze nutzen, an Tierfütterungen teilnehmen oder mehrere Pausen einlegen möchten, lohnt sich ein ganzer Tag. Wer wirklich alle Tierhäuser, Themenareale und Aussichtspunkte sehen will, sollte entsprechend Zeit mitbringen.
Wie viel kostet der Eintritt in den Tierpark?
- Erwachsene: ab 14 Euro
- Ermäßigte (Schüler, Studierende, Schwerbehinderte etc.): ab 6,50 Euro
- Kinder bis 3 Jahre: frei
- Tipp: Online-Tickets sind günstiger und ermöglichen schnelleren Einlass – Kassenpreise können spürbar höher sein.
Fun Facts zum Tierpark Berlin
- Tierpark-Tunnel als geheimes Verbindungsstück: Unter dem Tierpark verläuft ein 400 Meter langer Tunnel – gebaut in der DDR für Versorgungsfahrten und Transportwege, heute nur noch intern genutzt. Besucher merken davon kaum etwas.
- Tierpark serviert täglich nur 21 Bananen an seine Tiere: Insgesamt genießen die rund 10.000 Bewohner des Tierparks täglich in Summe gerade einmal 21 Bananen – ein kleiner Energiekick, der mit seinem hohen Zuckeranteil nur selten auf dem Speiseplan steht.
- Der Tierpark war einst größer als der Central Park: Mit seinen 160 Hektar war der Tierpark Berlin bei seiner Gründung flächenmäßig größer als New Yorks Central Park.
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