Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat gemahnt, das Gedenken an die Berliner Luftbrücke wachzuhalten. „Viele Zeitzeugen des Krieges und der Luftbrücke leben nicht mehr“, sagte Wegner am Montag während einer Veranstaltung zum 76. Jahrestag des Blockade-Endes. „Umso wichtiger ist es, das Wissen um die Geschichte an jüngere Generationen weiterzugeben“, betonte der CDU-Politiker.

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Vor mehr als 100 geladenen Gästen verwies Wegner am Platz der Luftbrücke außerdem auf die Bedeutung der alljährlichen Gedenkveranstaltung. Für den Regierenden Bürgermeister der Hauptstadt sei diese „ein Pflichttermin“, betonte Wegner. Ebenso sei das Gedenken auch für ihn als gebürtigen Berliner eine „besondere Veranstaltung“. Gegenüber den anwesenden Veteranen und Vertretern der Nationen, die das Aufrechterhalten der Luftbrücke nach Berlin für beinahe ein Jahr sicherstellten, sagte der Regierende Bürgermeister: „Ich möchte Ihnen ganz persönlich im Namen meiner Generation danken, dass Sie Frieden und Freiheit für Westberlin sichergestellt haben.“

Die Blockade Berlins durch die Sowjetunion dauerte vom 24. Juni 1948 bis zum 12. Mai 1949. In dieser Zeit versorgten die Alliierten die mehr als zwei Millionen Bewohnerinnen und Bewohner Westberlins mit mehr als 270.000 Flügen. Am Flughafen Tempelhof landete alle drei Minuten ein Flieger. Durch die Luftbrücke seien die einstigen Besatzer zu Befreiern geworden, betonte Wegner.
Gedenken an die Luftbrücke: Wegner betont „Verpflichtung“ für Berlin
Mit dieser Geschichte sieht Wegner die Stadt Berlin heute in der Verantwortung. „Heute müssen wir uns für die Freiheit unserer Freunde einsetzen“, betonte der CDU-Politiker. „Für Berlin als Stadt der Freiheit ist das eine Verpflichtung“, sagte er. „Und deshalb müssen wir heute die Ukraine in ihrem Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung unterstützen“, so der Regierende Bürgermeister.
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Zur Veranstaltung gekommen waren auch Schülerinnen und Schüler der Gail-Halvorsen-Schule in Dahlem. Sie zeigten eine Performance. Der Namensgeber ihrer Schule, Gail Halvorsen, wurde während der Blockade als Pilot eines Rosinenbombers bekannt. Halvorsen starb vor drei Jahren im Alter von 101 Jahren.
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Seine Tochter Denise Halvorsen Williams nahm am Montag an der Gedenkveranstaltung teil. Ihr Vater habe sich immer wieder stark gemacht für die deutsch-amerikanische Beziehung, sagte sie. Die Teilnahme bedeute ihr sehr viel, betonte Halvorsen Williams.






