Clankriminalität hat viele Gesichter in Berlin. Neben Drogenschmuggel, Schutzgelderpressung und Menschenhandel sind auch Geldwäsche und Steuerhinterziehung etwa in Form des illegalen Tabakhandels ein bezirksübergreifendes Problem. Im Fokus der Ermittler stehen hier vor allem Clan-geführte Spielotheken, Wettbüros, Barbershops und Shisha-Bars.

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Doch obwohl der Kampf gegen kriminelle Teile von Großfamilien nach wie vor eine Priorität der Sicherheitsbehörden ist, sind die Verbundeinsätze unter Beteiligung der Berliner Polizei in den vergangenen Jahren zurückgegangen. So steht es in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Berliner AfD.
Wurden im Jahr 2022 noch 84 Verbundeinsätze gezählt, waren es 2023 noch 77 und im vergangenen Jahr lediglich 55. Dabei wurden in den vergangenen Jahren insgesamt 409 Straftaten und 1231 Ordnungswidrigkeiten festgestellt – 183 Straftaten und 553 Ordnungswidrigkeiten waren es im Jahr 2022, 161 Straftaten und 602 Ordnungswidrigkeiten im Jahr 2023 sowie 65 Straftaten und 76 Ordnungswidrigkeiten im Jahr 2024.
Die Einsätze richteten sich primär gegen Shisha-Bars (2022: 160, 2023: 145, 2024: 69), Wettbüros und Spielhallen (2022: 35, 2023: 12, 2024: 10) sowie Barbershops und Friseurgeschäfte (2022: 39, 2023: 25, 2024: 5).
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Senat: Geldflüsse der Clans in den Blick nehmen
Dabei bleibt die Organisierte Kriminalität (OK) von Clans und Banden eine große Herausforderung für Berlin. Laut des aktuellsten OK-Lageberichts wurden 2023 in Berlin insgesamt 66 Ermittlungskomplexe und 485 Tatverdächtige im Zusammenhang mit dem Phänomenbereich verzeichnet. Das bedeutet zwar einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr, als 69 OK-Ermittlungskomplexe und 501 Tatverdächtige registriert wurden.
Allerdings stieg gleichzeitig sowohl der durch die OK verursachte finanzielle Schaden auf 57,1 Millionen Euro (2022: 4,2 Millionen Euro) als auch die kriminellen Erträge auf 86,3 Millionen Euro (2022: 42,4 Millionen Euro). Die Schwerpunkte der OK-Bekämpfung in Berlin bilden neben der Clankriminalität auch russisch-eurasische Banden („Russenmafia“), die Rockerkriminalität sowie die Internationale Kfz-Verschiebung meist durch osteuropäische Akteure.
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Zuletzt hat der Berliner Senat den Geldflüssen hinter den Großfamilien den Kampf angesagt, es kam vermehrt zum Einzug von Clan-Immobilien. Hier spielt vor allem das Instrument der Beweislastumkehr eine entscheidende Rolle. In diesen Fällen müssen die Besitzer einer Immobilie oder eines Grundstücks selbst beweisen, dass sie das Objekt legal und nicht etwa mit Gewinnen aus illegalen Geschäften erworben haben – und nicht etwa die Sicherheitsbehörden durch mühsame Ermittlungsarbeit.





