Ein neuer Streik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) macht die nächsten zwei Tage für viele Berlinerinnen und Berliner zur Geduldsprobe. Die Gewerkschaft Verdi legt mit einem 48-stündigen Ausstand große Teile des Nahverkehrs in der Hauptstadt lahm. Betroffen sind U-Bahnen, Straßenbahnen und die meisten Buslinien. Lediglich einige Busse, die von Subunternehmen im Auftrag der BVG betrieben werden, fahren weiterhin. Die S-Bahn Berlin ist regulär unterwegs.

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Und dann kam am Mittwochabend auch noch die Schock-Nachricht für Autofahrer: Die Ringbahnbrücke der A100 ist in nördlicher Richtung auf unbestimmte Zeit komplett gesperrt. Daher dürften viele, die auf das Auto umgestiegen sind, in Staus geraten. Die Morgenpost berichtet im Newsblog.
News zum BVG-Streik und Verkehrs-Chaos vom 20. März: A100-Sperrung trifft die Wirtschaft hart
16.29 Uhr: Angesichts der Sperrung der Ringbahnbrücke der A100 rechnet die Berliner Wirtschaft mit weitreichenden Folgen für die Hauptstadt. Das große Problem sei, dass Umfahrungen kaum möglich seien, und auf den Umleitungsrouten ebenfalls Staus drohen, sagte die Hauptgeschäftsführerin der Berliner Industrie-und Handelskammer (IHK) und frühere Verkehrssenatorin, Manja Schreiner, der Berliner Morgenpost. Mehr dazu lesen Sie hier.
Bezirk ist sauer auf Autobahngesellschaft – Wohngebiete werden abgeriegelt
15.10 Uhr: Nach der Vollsperrung der A100 am Autobahndreieck Funkturm liegt immer noch kein Umleitungskonzept vor. Das führt dazu, dass nicht nur die Autobahn, sondern auch die Straßen im umliegenden Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf verstopft und überlastet sind. Das Bezirksamt ist sauer. Mit „großem Unverständnis“ nehme es der Bezirk zur Kenntnis, dass die Autobahn GmbH auch zehn Tage nach der Teilsperrung kein tragfähiges Umleitungskonzept habe, obwohl sie seit Jahren von der kritischen Situation gewusst hätte.
„Die heutige Behauptung der Autobahngesellschaft, der Bezirk sei für die Umleitungsplanung in den Stadtstraßen zuständig, ist eine pure Arbeitsverweigerung“, teilt der zuständige Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) mit. Der Bezirk habe deshalb begonnen, im Rahmen der kurzfristigen Gefahrenabwehr die Einfahrt in stark von der A100-Sperrung betroffene Wohngebiete zu verhindern. Welche Straßen betroffen sind, lesen Sie hier.
Unfall auf der A100
14.45 Uhr: Auf der A100 gab es in Richtung Wedding einen Unfall! Die Autobahn ist in Höhe Hohenzollerndamm gesperrt.
Ortsbesichtigung auf der A100
14.43 Uhr: Wie die Verkehrsinformationszentrale mitteilte, fand am Nachmittag auf der A100 Richtung Neukölln eine Ortsbesichtigung statt, um die zukünftige Verkehrsführung festzulegen. „Die Autobahn bleibt also im Autobahndreieck Funkturm in Richtung Neukölln noch einige Zeit dreispurig befahrbar“, hieß es.
Umzugsfirma erhöht wegen Sperrung die Preise
13.48 Uhr: Für Umzugsunternehmen bedeutet die Sperrung konkrete finanzielle Probleme. Eine Firma aus Steglitz erhöht deswegen die Preise. Der Chef stellt in der Berliner Morgenpost die Rechnung auf – mehr darüber lesen Sie hier.
Verkehrssenatorin ist im Urlaub
13.44 Uhr: Berlin befindet sich nach der Sperrung auf der A100 im Stau-Chaos. Experten arbeiten daran, eine dauerhafte Lösung zu finden. Das sagte die Sprecherin der Berliner Landesbehörde am Donnerstag der Morgenpost. Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) könne nichts zur Lage sagen, sie sei im Urlaub.
Verkehrsführung am Autobahndreieck Funkturm wird geändert
13.34 Uhr: Auf der A100 wurde jetzt im Autobahndreieck Funkturm damit begonnen, einen Fahrstreifen in Richtung Wedding auf der Gegenseite (Richtung Neukölln) einzurichten. Das bedeutet: In Richtung Neukölln ist ab jetzt dauerhaft der linke Fahrstreifen gesperrt.
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Gewerkschaft: Sperrung auf A100 hat Auswirkungen auf Polizei und Feuerwehr
12.41 Uhr: Die Berliner Gewerkschaft der Polizei GdP mahnt ein schnelles Vorgehen an. „Natürlich hat die Sperrung der Ringbahnbrücke auf der A100 massive Auswirkungen auf den Verkehrsfluss in dieser Stadt und stellt alle Berlinerinnen und Berliner heute, morgen und auf bisher nicht absehbare Zeit vor große Herausforderungen“, sagt GdP-Landeschef Stephan Weh. „Dass das selbstverständlich auch die Eintreffzeiten von Polizei und Feuerwehr in großen Teilen der Stadt massiv nach oben treibt, muss jedem klar sein, zumal ja auch parallel an anderen wichtigen Verkehrsadern gebaut wird.“
Da, wo niemand mehr durchkomme, könne auch kein Funkwagen oder RTW einfach durchfahren. „Da sollte man dann schon mal die Frage nach einer abgestimmten Verkehrsstrategie in dieser Stadt aufwerfen“, kritisiert Weh. „Wir erleben hier seit Jahren, dass das Land Berlin und auch die einzelnen Bezirke gerade beim Thema Verkehr mehr ideologisch geprägt als realpolitisch agieren.“
Stau auf A100 – Hätte die Verkehrsverwaltung die Probleme kommen sehen müssen?
11.54 Uhr: Die Berliner Verkehrsverwaltung hat Kritik zurückgewiesen, sich nicht rechtzeitig auf eine mögliche Vollsperrung der Ringbahnbrücke an der A100 im Westen Berlins vorbereitet zu haben. „Man wusste schon lange, dass dort etwas gemacht werden muss, aber es war eine Ersatzbrücke geplant. Insofern musste sich keiner Gedanken über eine Verkehrsumleitung machen“, sagte eine Sprecherin der Verkehrsverwaltung auf dpa-Anfrage.
Es habe bereits eine Bauplanung für eine Ersatzbrücke, den Abriss der alten und den Bau einer neuen gegeben. „Der Vorwurf, ihr habt euch nicht vorbereitet, stimmt nicht. Es gab eine andere Variante. Das ist einfach die Situation“, so die Sprecherin. „An dem Punkt sind wir jetzt nicht mehr.“
„Dass die Brücke reif war, das wussten alle, die Frage war, wie lange kann ich sie noch nutzen“, sagte die Sprecherin. Die Vollsperrung sei aber nicht langfristig absehbar gewesen. „Es gab ein anderes Szenario. Das andere Szenario hätte nicht zu den Verkehrseinschränkungen geführt, die wir jetzt haben.“
Live-Verkehrskarte der VIZ nicht erreichbar
11.47 Uhr: Viele Berlinerinnen und Berliner wollen sich über die Live-Karte der Verkehrsinformationszentrale über die Stau-Situation in der Stadt informieren. Derzeit ist die Homepage nur schwer oder gar nicht erreichbar.
Baustellen in den Blick nehmen: Senatorin sieht Bezirke in der Pflicht
11.38 Uhr: Angesichts des Verkehrschaos‘ am Dreieck Funkturm hat Innensenatorin Iris Spranger (SPD) angemahnt, bei der Lösung des Problems alle Baustellen im Umkreis in den Blick zu nehmen. „Es muss sichergestellt werden, dass Sicherheitskräfte von Polizei und Feuerwehr bei Einsätzen nicht behindert werden“, so Spranger. Hier seien auch die Bezirke in der Pflicht, über gerade erst installierte Poller nachzudenken. Konkret nannte Spranger auch eine Öffnung der Kantstraße als Möglichkeit, die derzeit nur einspurig befahrbar ist.
Polizeipräsidentin Barbara Slowik gab an, dass die Polizei der Senatsverkehrsverwaltung eigene Vorschläge für ein Verkehrskonzept unterbreite. Der Polizei sei es wichtig, sowohl die Sicherheit als auch den Verkehrsfluss in den betroffenen Gebieten zu gewährleisten
Diskussionen und Schreie – Nerven der Autofahrer liegen blank

11.31 Uhr: Auf der A100 stehen Autofahrer bis zu einer Stunde im Stau. Viele suchen sich andere Routen. Aber auch hier fließt der Verkehr nur zähflüssig. Teilweise liegen die Nerven der Autofahrer blank, berichtet Morgenpost-Reporter Carl Friedrich. Leute steigen aus den Autos, diskutieren und schreien sich auch an.
Entscheidende Runde am Freitag – droht ein unbefristeter Streik?
10.42 Uhr: Der Streik von Verdi bei der BVG läuft, am Freitag sollen die Tarifverhandlungen weitergehen. Dann endet das Ultimatum der Gewerkschaft. Droht ein unbefristeter Streik? Alles Wichtige dazu, lesen Sie in diesem Artikel.
Stau auf A100 – Tunnel Britz wegen hoher Verkehrsbelastung gesperrt
8.45 Uhr: Wegen des Staus auf der A100 in Richtung Neukölln wurde der Tunnel Britz aufgrund der hohen Verkehrsbelastung gesperrt. Pendler müssen mit weiteren Verzögerungen rechnen.
Lange Wartezeiten rund um den Funkturm der A100
7.25 Uhr: Der Verkehr ist wegen der Vollsperrung der A100 stark beeinträchtigt, meldet die Verkehrsinformationszentrale. In Richtung Norden beträgt die Verzögerung mittlerweile rund 30 Minuten, mit steigender Tendenz. Auch die Umfahrungsstrecke über den Messedamm und die Königin-Elisabeth-Straße ist überlastet – hier müssen Autofahrer ebenfalls mit rund 30 Minuten zusätzlicher Fahrzeit rechnen.

Auf dem Spandauer Damm staut es sich stadteinwärts vor der A100 auf etwa 30 Minuten, stadtauswärts sind es rund 15 Minuten. Der Tegeler Weg bleibt stadtauswärts mit etwa 20 Minuten Verzögerung belastet, ebenso die Prenzlauer Promenade mit 20 Minuten Wartezeit in Richtung Stadtausgang.
Pendler sollten weiterhin mehr Zeit einplanen oder alternative Routen prüfen.
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Verkehrschaos erwartet: Streik und Autobahnsperrung legen Verkehr lahm
6.25 Uhr: Auf dem Weg zur Arbeit oder durch die Stadt müssen Verkehrsteilnehmer in Berlin heute viel Geduld mitbringen: Wegen des BVG-Streiks liegt nicht nur der Nahverkehr fast vollständig lahm, auch auf den Straßen wird es wegen einer Vollsperrung der Ringbahnbrücke der A100 wahrscheinlich sehr voll.
Im Umkreis der Brücke müssen Verkehrsteilnehmer nach Angaben der Autobahn GmbH mit weiträumigen Staus und Umleitungen rechnen. Nach Norden wird demnach kurzfristig eine Baustellenverkehrsführung auf der Gegenfahrbahn eingerichtet. Die S-Bahn, die unter der Brücke durchfährt, kann den bisherigen Untersuchungen zufolge vorerst weiter fahren.
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Ein Sprecher der Verkehrsinformationszentrale sagte am Mittwochabend, er rechne mit einem ziemlichen Chaos für den Berufsverkehr. Als die Ringbahnbrücke am Charlottenburger Funkturmdreieck noch einspurig befahrbar gewesen sei, hätten Autofahrer zum Teil schon 50 Minuten länger gebraucht. Mit der vollständigen Sperrung könnte es jetzt noch deutlich länger werden. Die Polizei mahnte auf der Plattform X, auch auf den „bekannten Schleichwegen rund um die Vollsperrung“ werde es zu Stau kommen.
Bitte beachten Sie ab sofort auch, dass es auf den bekannten „Schleichwegen“ rund um die Vollsperrung zu Stau kommen wird.
— Polizei Berlin (@polizeiberlin) March 19, 2025
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Verkehrssenatorin Ute Bonde empfahl eine „sehr weitreichende Umfahrung“ und wenn möglich den Umstieg auf S- und Regionalbahn. Die CDU-Politikerin versicherte, die Autobahn GmbH des Bundes und Verkehrsfachleute ihrer Verwaltung arbeiteten mit Hochdruck an möglichen Umfahrungsvarianten. Die Lage der betroffenen Strecke mache aber nur wenige direkte Umfahrungen möglich, betonte Bonde.
mit dpa






