- Seit Donnerstag gibt es bei der BVG erneut einen Streik
- Der Warnstreik dauert dieses Mal 48 Stunden
- U-Bahnen, Straßenbahnen und viele Busse fahren nicht
- Ausgenommen vom Streik sind die S-Bahn Berlin und Züge der Deutschen Bahn
Der Tarifkampf bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) eskaliert weiter: Erneut kommt es in Berlin zum Streik. Von Donnerstag, 20. Februar, 3 Uhr bis Samstagmorgen, 22. Februar, 3 Uhr fahren in der Hauptstadt keine U-Bahnen und keine Straßenbahnen. Auch viele Busse fallen aus. Wie läuft heute der Verkehr? Die Morgenpost berichtet im Blog.
2. Tag des BVG-Streiks in Berlin – die News vom 21. Februar: Verdi: „Ohne euch geht nichts“
11.29 Uhr: 10.000 Menschen haben nach Gewerkschaftsangaben an der Kundgebung teilgenommen. Auf Schildern und Bannern standen Sprüche wie: „Wer zahlt den Preis, wenn ihr unsere Stadt kaputt kürzt?“ oder „Ohne uns steht Berlin still – Wir sind mehr wert“. Christoph Schmitz-Dethlefsen aus dem Verdi-Bundesvorstand rief der Menge entgegen: „Die BVG hält diese Stadt in Bewegung, ohne euch geht hier gar nichts.“ Der Polizei lag zunächst keine Teilnehmerzahl vor.
BVG-Demo in Mitte findet unter Polizei-Schutz statt
10.17 Uhr: Streikende der BVG, aber auch der BSR oder der Berliner Wasserbetriebe versammeln sich für eine gemeinsame Kundgebung am Neptunbrunnen in Berlin-Mitte. Verdi hatte vorab mit mehreren Tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern gerechnet. Die Polizei, die für den Schutz von Versammlungen zuständig ist, berücksichtigt dabei auch den kürzlichen Angriff auf eine Demonstration in München.
„Aufgrund der Anschläge in jüngster Vergangenheit sind alle einsatzführenden Dienststellen für die Bewältigung von Versammlungslagen entsprechend sensibilisiert“, teilte die Polizei auf Anfrage mit. „Ein besonderer Fokus wird dabei auf den Schutz des Versammlungsraumes sowie der –teilnehmenden gelegt.“
Verkehrsinformationszentrale hat eine gute Nachricht
8.12 Uhr: „Trotz des Streiks bei der BVG ist es heute Morgen relativ ruhig auf den Straßen. Kommt gut ans Ziel!“, schrieb die Verkehrsinformationszentrale.
Es ist voll auf der B96
7.44 Uhr: Im Berufsverkehr gibt es nun auch einen Stau auf der B96 auf der Grabbeallee in Pankow. Stadteinwärts sollten Autofahrer 15 Minuten mehr einplanen.
Stau auf der Landsberger Allee
6.56 Uhr: Es staut sich den Angaben der Verkehrsinformationszentrale zufolge auf der Landsberger Allee. Stadteinwärts müssen Autofahrer 15 Minuten mehr einplanen.
VIZ erwartet auch am Freitag volle Straßen
5.58 Uhr: Auch am Freitag wird es aufgrund des Streiks bei der BVG wieder deutlich voller auf den Straßen. Darüber informierte die Verkehrsinformationszentrale Berlin auf X. „Zusätzlich bitte lokal mit Glätte durch gefrierenden Regen rechnen. Fahrt vorsichtig und kommt sicher ans Ziel!“

1. Tag des BVG-Streiks in Berlin – die News vom 20. Februar: Signalstörung bei der S-Bahn
16.26 Uhr: Wegen einer Signalstörung in der Greifswalder Straße kommt es auf den Linie S42, S8 und S85 zu Verspätungen und Ausfällen, teilte die S-Bahn mit.
Staus im Feierabendverkehr
15.57 Uhr: Im gesamten Stadtgebiet kommt es zu zahlreichen Staus, teilte die Verkehrsinformationszentrale mit. Autofahrer müssten mindestens 20 Minuten mehr einplanen. „Wenn möglich, verschieben Sie ihre Fahrt auf einen späteren Zeitpunkt“, schrieb die VIZ. Eine Live-Verkehrskarte können Sie hier einsehen.
„Weil wir dich lieben“? Beim Streik dürfte das Verständnis der Fahrgäste bald abnehmen
13.05 Uhr: „Weil wir dich lieben“ lautet der Werbespruch der BVG. Schon vor dem Streik hat jemand ein Herz wie aus der BVG-Kampagne in den Schnee auf der Wiese unter der Fußgängerbrücke zwischen S- und U-Bahn gemalt. Nun schmilzt es langsam in der Sonne dahin wie das Verständnis der Fahrgäste auch abnehmen dürfte, wenn sich BVG und Verdi nicht bald einigen.
Bald unbefristete Streiks? Verdi stellt BVG Ultimatum
12.45 Uhr: Bei der BVG ist die nächste Verhandlungsrunde für nächste Woche Mittwoch angesetzt. Verdi hat dem Unternehmen ein Ultimatum bis zum 21. März gestellt. Sollte die BVG die Forderungen bis zur fünften Verhandlungsrunde an diesem Tag nicht erfüllen, werde es unbefristete Streiks geben, hieß es. Diesen müssten bei einer Urabstimmung mindestens 75 Prozent der sich beteiligenden Verdi-Mitglieder zustimmen.

Gesperrte U-Bahnhöfe sorgen für leeren Supermarkt – Kassierer bleibt entspannt
12.40 Uhr: Da der U-Bahnhof Warschauer Straße wegen des BVG-Streiks gesperrt ist, fällt auch der direkte Zugang zum Supermarkt in der Oberbaumcity weg. Statt bequem die Treppe oder den Fahrstuhl im Bahnhof zu nutzen, müssen Kundinnen und Kunden nun einen 150-Meter-Umweg durch die Max-Koch-Passage nehmen – vorbei an einem abgestellten Sofa – und auf der anderen Seite des Bahn-Viadukts wieder 150 Meter zurücklaufen. Dass sich diesen zusätzlichen Weg nur wenige antun, zeigt ein Blick in den Supermarkt: Ein Mitarbeiter sitzt entspannt hinter der Kasse. „Es ist sehr wenig los heute, richtig entspannend. Fast schön, dass mal zwei Tage gestreikt wird.“
Am Bahnhof Friedrichstraße bleibt es auch am Mittag voll
12.20 Uhr: Den BVG-Streik merkt man am Bahnhof Friedrichstraße auch am Mittag. Die Menschen sind auf den Beinen. Die Bahngleise der Nord-Süd-Verbindung sowie der Stadtbahn-Strecke sind voller als üblicherweise zu dieser Zeit. Dementsprechend kann es auch in den Zügen enger werden. Doch: Die S-Bahn fährt und ist für Reisende am diesem Donnerstag wichtiger denn je.

Verdi ruft zu weiteren Streiks in Betrieben auf
12.05 Uhr: Für morgen sind jetzt nicht mehr nur die Beschäftigten der BVG zum Streik aufgerufen, sondern unter anderem auch wieder die Mitarbeitenden der Berliner Stadtreinigung. Darüber hat die Gewerkschaft Verdi am Mittag informiert. Auch in weiteren Betrieben soll am Freitag gestreikt werden, dazu zählen Stromnetz Berlin, BEW Berliner Energie und Wärme und Berliner Wasserbetriebe. Im Rahmen des Streiks finden laut Verdi verschiedene Demonstrationen statt, die sich um 10 Uhr am Neptunbrunnen/Rotes Rathaus für eine gemeinsame Abschlusskundgebung vereinen.
„Kein BVG“ – Ein Zettel in Tegel sorgt für Verwirrung
11.22 Uhr: Es sieht aus wie ein sehr knapper Kommentar zum BVG-Streik: „Kein BVG“. Aber dieser Zettel an einer Kiosktür in der Gorkistraße in Tegel hängt dort, seitdem das Kundenzentrum an der Berliner Straße geschlossen worden ist. Viele Anwohner ohne Zeitkarte wollen irgendwo ihre Fahrkarten kaufen, vor allem seitdem in den Bussen des ewigen Schienenersatzverkehrs für die U6 (wie in allen Berliner Bussen) nur noch digitale Zahlung akzeptiert wird.

Nach dem Morgenansturm – Entspannung in den S-Bahnen
10.45 Uhr: Nachdem sich viele Pendler wegen des Streiks am Morgen in den S-Bahnen getummelt haben, ist gegen späten Vormittag wieder Ruhe eingekehrt. Die Sonne scheint durch die Fenster der außergewöhnlich leeren Ringbahn. Die wenigen Fahrgäste sitzen entspannt auf Vierersitzen, tippen in ihre Handys oder telefonieren, hören Musik. Jeder hat einen Vierer für sich. Das Fahrradabteil ist jedoch verhältnismäßig voll: Menschen haben ihre Fahrräder oder Tretroller mitgebracht, vermutlich um von der S-Bahnstation dann weiter zügig zu ihrem Ziel zu gelangen.
Volle Straßen in Berlin – Hier brauchen Sie aktuell länger
10.25 Uhr: Wer sich heute mit dem Auto durch Berlin bewegt, braucht viel Geduld. Es bleibt voll auf den Straßen auch nach dem Berufsverkehr. Auf der Hermannstraße und Karl-Marx-Straße in Neukölln müssen Autofahrer aktuell mit 30 Minuten zusätzlicher Fahrzeit rechnen. Auch auf der Konrad-Wolf-Straße in Alt-Hohenschönhausen gibt es eine Verzögerung von rund 30 Minuten.

Ladenschließung wegen BVG-Streik – Wie die Betreiber reagieren
10 Uhr: Aus Sicherheitsgründen, wie die BVG sagt, bleiben bei einem BVG-Streik die Bahnhöfe geschlossen. Und gleiches gilt, mit wenigen Ausnahmen, für die Geschäfte darin. Blumenläden, Imbisse, kleine Supermärkte, vor allem an Umsteigebahnhöfen bleiben Donnerstag und Freitag geschlossen.
Was die Betreiber dazu sagen, lesen Sie hier.
Verdi-Kundgebung – Verkehrseinschränkungen auf der Rathausstraße bis 13 Uhr
9.40 Uhr: Zwischen dem Neptunbrunnen und dem Roten Rathaus findet heute die erste Verdi-Streikkundgebung in Berlin seit dem Attentat von München statt. Allerdings geht es dabei nicht um den BVG-Streik, sondern um den der Beschäftigten der Berliner Wasserbetriebe. Verdi hatte die Kundgebung mit rund 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern angekündigt, gekommen sind bis zum Start um 9.30 Uhr jedoch deutlich weniger.

Aufgrund der Kundgebung kommt es auf der Rathausstraße in Mitte bis 13 Uhr zu Verkehrseinschränkungen, wie die VIZ auf X mitteilt.
Straßenmusiker trotzt Streik-Chaos an Warschauer Straße
9.28 Uhr: Der britische Songwriter Justin McConville lässt sich weder vom Wetter noch von Verdi vom Spielen abhalten. Seinen Platz zwischen S- und U-Bahnhof Warschauer Straße hat er auch bei grimmigen Minustemperaturen eingenommen und spielt mit freiliegenden Fingern Klassiker wie „Angels“ oder „Hey Jude“ für die Menschen, die über die Fußgängerbrücke direkt auf ihn zulaufen.

Trotz oder gerade wegen der Arbeitsniederlegung der BVG-Mitarbeiter läuft es gut für ihn, die Fahrgäste wurden aus ihrer morgendlichen Routine geworfen und bleiben nun im Streik-Stress immer mal stehen. Auf der Gitarrentasche sammelt sich das Silbergeld.
Fahrgäste bedrängen Rettungskräfte bei Notfall in S-Bahn
9.20 Uhr: Während des medizinischen Notfalls in einer S-Bahn am Bahnhof Adlershof sollen Fahrgäste die Rettungskräfte bedrängt haben. Die Reisenden seien durch den gleichzeitig stattfindenden Warnstreik bei den BVG aufgebracht gewesen und reagierten auch gegenüber den Polizisten mit Unverständnis.
Einsatzkräfte hatten am Morgen versucht, eine Person zu reanimieren – ohne Erfolg. Alle Details zu dem Vorfall lesen Sie hier.
Pendler zeigen Verständnis für Streikende – „Wenn niemand auf die Straße geht, ändert sich nichts“
9.05 Uhr: Für Kathrin aus Charlottenburg zieht sich der Arbeitsweg heute. Sie sitzt auf dem Hardenbergplatz am Bahnhof Zoo und wartet auf den Bus der Linie 204. „Der fährt trotz des Streiks heute alle 20 Minuten“, weiß die 58-Jährige. Normalerweise fahre sie von zu Hause mit der U7 einfach durch bis nach Schöneberg, heute sei sie vom Rathaus Charlottenburg bis zum Zoo erstmal gelaufen.

Am morgigen Freitag werde sie zur Arbeit zu einem Außentermin nach Tempelhof müssen. „Da werde ich dann eine Stunde länger brauchen.“ Das habe aber schon beim letzten Streik alles gut funktioniert.

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Trotz der Strapazen hege sie keinen Groll gegen die Streikenden. „Ich kann die Leute verstehen. Wenn die nie auf die Straße gehen, wird sich nie etwas ändern.“ Die Lebenshaltungskosten seien gestiegen, hinzu kämen Steuern und Abgaben. „Die Forderungen der BVG-Beschäftigten sind gerechtfertigt“, sagt Kathrin.
Auf Berlins Straßen staut es sich
8.57 Uhr: Ohne U-Bahnen, Trams und viele Busse kann der Weg durch Berlin ziemlich beschwerlich werden. An der Warschauer Straße über die Oberbaumbrücke staut es sich noch mehr als sonst. Auch auf dem Bürgersteig sind deutlich mehr Menschen laufend unterwegs von und zum S-Bahnhof Warschauer Straße, die sonst mit der U-Bahn fahren.

S-Bahn-Verkehr wieder aufgenommen – Verspätungen und einzelne Ausfälle erwartet
8.39 Uhr: Nach der ärztlichen Versorgung eines Fahrgastes im Zug in Adlershof kommt es auf den Linien S45, S46, S47, S8, S85 und S9 noch zu Verspätungen und einzelnen Ausfällen.
Diese Berliner Bezirke sind besonders betroffen
8.05 Uhr: Auch der U-Bahnof Warschauer Straße ist an diesem Morgen abgesperrt. Damit sind weite Teile des benachbarten Kreuzbergs, das kaum an das Berliner S-Bahnnetz angeschlossen ist, vom öffentlichen Nahverkehr abgeschlossen.
Welche Bezirke ansonsten am meisten unter dem BVG-Streik leiden, lesen Sie hier.
So reagieren Pendler auf den Streik
7.50 Uhr: Die U-Bahnlinie 5 bringt an normalen Tagen Zehntausende Menschen aus den östlichen Teil der Stadt ins Berliner Zentrum. Am Donnerstagmorgen sind die Zugänge allerdings auch am Bahnhof Lichtenberg gesperrt. Die meisten Menschen scheinen Bescheid zu wissen, nur vereinzelt steuern einige den Eingang an, um dann mit einem gedanklichen „Ach ja!“ wieder abzudrehen. Die meisten weichen auf die S-Bahn aus, die heute in deutlich dichterem Takt verkehrt.

Auch am Alexanderplatz ist der U-Bahnhof dicht. Trotzdem verirren sich einzelne in den Keller, um dort nur vor verschlossenen Türen zu stehen. Einer von ihnen ist Abdul. „Ich wusste, dass gestreikt werden soll, aber nicht genau wann“, sagt der 28-Jährige, der eigentlich mit der U8 nach Wittenau zur Arbeit fahren wollte. Stattdessen muss er nun zur Friedrichstraße und dort in die S-Bahnlinie 1 umsteigen.
Medizinischer Notfall – S-Bahn-Verkehr auf diesen Linien unterbrochen
7.43 Uhr: Wegen der ärztlichen Versorgung eines Fahrgastes im Zug in Adlershof ist der Zugverkehr der Linien S45 und S9 zwischen Schöneweide und Altglienicke sowie der Linien S46, S8 und S85 zwischen Schöneweide und Grünau unterbrochen, wie die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) auf X mitteilt.
Die betroffenen Linien fahren wie folgt:
- S45: Südkreuz <> Baumschulenweg
- S46: Westend <> Baumschulenweg sowie Grünau <> Königs Wusterhausen
- S47: fährt nicht
- S8: Birkenwerder <> Schöneweide
- S85: Frohnau <> Schöneweide
- S9: Spandau <> Schöneweide sowie Altglienicke <> Flughafen BER
Auf diesen Linien verstärkt die S-Bahn ihr Angebot
7.12 Uhr: Während des BVG-Streiks setzt die S-Bahn mehr Züge ein und verstärkt zwischen 9 und 14 Uhr auf drei Linienabschnitten ihr Angebot. Auf diesen Linien gibt es zusätzliche Fahrten:
- S1 zwischen Zehlendorf und Potsdamer Platz
- S3 zwischen Karlshorst und Ostbahnhof
- S5 zwischen Mahlsdorf und Warschauer Straße
Welche Busse trotz Streik fahren, lesen Sie in diesem Artikel.

Ist dieser Streik total überzogen? – Ein Streitgespräch
6.50 Uhr: Es ist bereits der dritte Warnstreik innerhalb weniger Wochen. Dieses Mal soll er zwei Tage andauern. Und das bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. Da stellt sich die Frage: Ist dieser BVG-Streik total überzogen?
Die Meinungen gehen auseinander. Uta Keseling, Reporterin der Berliner Morgenpost, kritisiert: „Unter diesem Streik leiden die Falschen.“ Ihr Kollege Paschal Biedenweg, Digital Lead der Zeitung, hält dagegen: „Ein Streik muss wehtun – sonst bringt er nichts!“
Wie unterschiedlich die Standpunkte sind, lesen Sie hier im Streitgespräch.
Fahrradclub warnt Berliner vor vereisten Radwegen
6.27 Uhr: Infolge des Warnstreiks bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) dürften viele Menschen heute und morgen auf das Rad umsteigen wollen. Angesichts zahlreicher vereister Radwege ist das nicht ungefährlich, warnt Karl Grünberg, Sprecher des Berliner Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC). „Es ist im Moment ein ganz schöner Flickenteppich“, sagte er auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Gefährlich seien insbesondere die Übergänge zwischen Straße und Radweg. Dort landeten die Schneereste, die von den Reinigungsfirmen an die Seite gekehrt würden, betonte ADFC-Sprecher Grünberg. Aufgrund der Kälte vereise der Schnee schnell und werde zur Gefahr für Radfahrerinnen und Radfahrer. Grünberg empfiehlt den Radfahrerinnen und Radfahrern deshalb, langsam zu fahren und insbesondere bei den Übergangen aufzupassen - und im Zweifel kurz zu schieben. Bei benutzungspflichtigen Radwegen, die aufgrund von Eis nicht befahrbar sind, könnten sie auch auf die Straße ausweichen.
Der ADFC rief die Berliner Stadtreinigung (BSR) dazu auf, aufgrund des Warnstreiks im Berliner Nahverkehr in diesen Tagen besonders die Radwege noch einmal in den Blick zu nehmen und gegen vereiste Fahrspuren vorzugehen. Die BSR verweist auf gesetzliche Vorgaben, wonach aus Umweltgründen auf ausgewiesenen Radwegen keine Auftaumittel wie Salz oder Sole gestreut werden dürften und die Glättebeseitigung deshalb schwierig sei. Auch Splitt oder Sand seien hier keine Alternative, da sie das Eis nicht zum Tauen brächten. Für Radwege sei daher lediglich eine Schneeräumung vorgesehen.
48-stündiger Warnstreik angelaufen
5.35 Uhr: Bei der BVG hat ein 48-stündiger Warnstreik der Gewerkschaft Verdi begonnen. Damit wird der öffentlichen Nahverkehr in der Hauptstadt heute erneut stark eingeschränkt. Nach Angaben der Verkehrsbetriebe werden alle U-Bahnen und Straßenbahnen sowie die meisten Busse ausfallen. Nicht betroffen von dem Warnstreik sind Regionalzüge der Bahn und die S-Bahnen.
Die Beschäftigten legten ihre Arbeit um 3 Uhr zum Betriebsstart nieder. Die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) weist darauf hin, dass auch nach Beendigung des Warnstreiks am Samstagmorgen gegen 3 Uhr der Verkehr noch einige Stunden unregelmäßig sein kann.
Es ist der bereits dritte Warnstreik in der laufenden Tarifrunde. Die bisherigen beiden Ausstände dauerten mit jeweils 24 Stunden allerdings lediglich halb so lang.
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Mit dpa




