• In Berlin findet eine große Demo gegen Rechts statt
  • Mehrere Redner und Rednerinnen sprechen vor dem Brandenburger Tor
  • Das Motto lautet „Wir stehen zusammen. Demo und Lichtermeer für Demokratie und gegen den Rechtsruck“
  • Die Polizei spricht von 30.000 Menschen

Hinter der geplanten Großdemonstration „Wir stehen zusammen. Demo und Lichtermeer für Demokratie und gegen den Rechtsruck“ stehen die Kampagnenorganisation „Campact“ sowie die Gruppe „Eltern gegen Rechts“ und das Klimaschutzbündnis „Fridays for Future“. Anlässlich der Amtseinführung Donald Trumps als US-Präsident und dem Erstarken rechter Kräfte in Deutschland und Europa wolle man gemeinsam ein Zeichen gegen Rechts setzen.

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„Rund um uns scheint es dunkel zu werden“, heißt es im gemeinsamen Demonstrationsaufruf. „Die AfD steht zur Bundestagswahl vor ihrem größten Triumph.“ Rechtsextreme seien inspiriert durch Trump, große Online-Plattformen würden zu „Schleudern von Hass, Hetze und Desinformation“. Der Kampf gegen die Klimakrise gehe in Propaganda unter, meinen die Initiatoren.

Demo gegen Rechts: So lief die Veranstaltung ab

Die Polizei sprach von 30.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Sie meldete keinerlei Zwischenfälle. Die Demonstranten skandierten: „Wir sind die Brandmauer.“ In der Menge standen viele Familien mit Kindern. Etliche Plakate richteten sich gegen die AfD, so etwa die Aufschrift: „Die AfD ist alternativlos blöde.“ Die Organisatoren forderten unter anderem, alles für ein Verbot „verfassungsfeindlicher Strukturen“ zu unternehmen. Die Bundesregierung müsse sich zudem dafür einsetzen, Hass und Lügen auf sozialen Netzwerken zu stoppen. Der Klimakrise müssten massive und sozial gerechte Investitionen entgegengesetzt werden.

Ab 16.30 Uhr sollten mehrere Redner und Rednerinnen vor dem Brandenburger Tor sprechen – darunter die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer, die Publizistin Carolin Emcke und die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich, erwartet. Die Veranstaltung ist bis 18 Uhr angesetzt. Um sprichwörtlich Licht ins Dunkel zu bringen, sind alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgerufen, Taschenlampen, Lichterketten oder Kerzen mitzubringen.

Demo in Berlin mit Taschenlampen, Lichterketten und Kerzen

Aufgerufen seien Wählerinnen und Wähler „von Linkspartei bis Union“, sich daran zu beteiligen, sagte Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz im RBB. Klimaaktivistin Neubauer sprach von einem hochgradig finanzierten, weltweiten, strategischen Vorgehen rechtsextremer Kräfte gegen die liberale Demokratie, „dem man sich entschieden in den Weg stellen“ müsse. „Es gibt nicht den einen Weg aus der Krise, aber es ist Zeit, Haltung zu zeigen.“

Das Bündnis fordert unter anderem, dass demokratische Parteien nicht mit der AfD zusammenarbeiten. Die künftige Bundesregierung müsse verfassungsfeindliche Strukturen verbieten und sich dafür einsetzen, dass auf sozialen Medien Hass und Lügen nicht mehr verbreitet werden dürften.

Vor fast genau einem Jahr gingen hunderttausende Menschen deutschlandweit gegen die AfD und für Demokratie auf die Straßen. In Berlin beteiligten sich nach Polizeiangaben bis zu 100.000 Menschen an den Demonstrationen, in Brandenburg waren es rund 4.000.

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mit dpa