• Schüsse in Berlin Gesundbrunnen – ein Mann schwer verletzt
  • Hunderte Päckchen Kokain bei Dealer gefunden
  • Mieterin bei Wohnungsbrand in Friedrichshain lebensgefährlich verletzt
  • Autofahrer fährt in Neukölln auf Polizisten zu – Beamter rettet sich mit Sprung zur Seite
  • Transporter erfasst Großmutter und Kind im Havelland – Frau (49) stirbt
  • Autofahrer fährt Fußgängerinnen vor Einkaufszentrum im Märkischen Viertel an

Hier finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr aus Berlin und Brandenburg im Newsblog. Die Blaulicht-News vom Vortag lesen Sie hier.

Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 3. Dezember 2024: Schüsse in Berlin Gesundbrunnen – ein Mann schwer verletzt

16.56 Uhr: Durch Schüsse ist ein 31-Jähriger in Gesundbrunnen (Mitte) an der Ecke Badstraße/Buttstraße schwer verletzt worden. Er habe mehrere Schusswunden, sei aber nicht lebensgefährlich verletzt, sagte ein Sprecher der Polizei. Der mutmaßliche Täter sei gefasst worden. Nach Informationen der Berliner Morgenpost soll es sich bei dem Schützen ebenfalls um einen 31-Jährigen handeln. Wie sein Opfer stamme er aus Osteuropa, hieß es aus Ermittlerkreisen. Die beiden Männer sollen in geschäftlicher Beziehung zueinander gestanden haben, den Schüssen sei ein Streit vorausgegangen.

Insgesamt bekam der 31-Jährige drei Kugeln ins Bein, doch soll das ganze Magazin leergeschossen worden sein. Der Getroffene wurde vor Ort von Polizisten versorgt und dann von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht, wo er operiert wurde. Der mutmaßliche Täter habe sich im Anschluss selbst samt Waffe auf dem zuständigen Revier gemeldet und sich somit gestellt, hieß es weiter. Er wurde festgenommen und die Waffe beschlagnahmt. Der Verdächtige soll nun in Untersuchungshaft kommen. Es wird wegen gefährlicher Körperverletzung und einem Verstoß gegen das Waffengesetz ermittelt.

Alles würde daher ersten Erkenntnissen zufolge auf eine Beziehungstat schließen lassen, Verbindungen ins Clanmilieu würden aber nichtsdestotrotz untersucht. Zuletzt war es in Berlin immer wieder zu auch tödlichen Schüssen gekommen. In allen Fällen flüchteten der oder die mutmaßlichen Täter jedoch. Die Ermittlungen der Mordkommission im Fall Badstraße dauern weiter an.

Mann lädt Baumaterial in Lichtenberg ab – Dieb fährt mit Auto weg

13.26 Uhr: Ein Autodieb ist am Montag festgenommen worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein 42-Jähriger gegen 13.40 Uhr seinen Pritschenwagen mit Hebebühnenaufbau am Straßenrand der Massower Straße in Friedrichsfelde (Lichtenberg) geparkt, um Baumaterial abzuladen. Als er zurückkehrte, sah er, wie ein Mann mit dem Pritschenwagen davonfuhr.

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Der Eigentümer ortete daraufhin seinen Wagen und teilte den Standort der Polizei mit. Gegen 14 Uhr stellten die Einsatzkräfte das Fahrzeug dann an der Petersburger Straße in Friedrichshain fest und hielten den Fahrer an. Auf die Aufforderung, aus dem Fahrzeug auszusteigen, reagierte dieser jedoch nicht, sodass die Beamten den 32-Jährigen mit Zwang aus dem Auto herausholten und festnahmen. Anschließend brachten sie ihn in ein Polizeigewahrsam und überstellten ihn dem zuständigen Fachkommissariat der Direktion 3 (Ost).

Drogendealer in Kreuzberg festgenommen – Bunker-Wohnung entdeckt

13.19 Uhr: Ein Drogenhändler ist am Montag in Kreuzberg festgenommen worden. Zuvor hatten Fahnder gegen 16.40 Uhr an der Straße Am Tempelhofer Berg einen 20-Jährigen dabei beobachtet, wie er einen Mann etwas überreichte und Geld bekam. Eine Überprüfung des Käufers ergab, dass dieser Cannabis gekauft hatte. Gegen 17.40 Uhr kam es zu einem weiteren Geschäft. Daraufhin griffen die Einsatzkräfte zu. Während der Käufer sich kooperativ verhielt, versuchte der Drogendealer zu flüchten. Bei seiner Festnahme leistete er erheblichen Widerstand. Zwei Beamte erlitten Verletzungen an Knien, Händen und Füßen.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen stießen die Beamten auf eine Wohnung an der Fidicinstraße, in der der 20-Jährige Drogen lagerte. Bei der Durchsuchung entdeckten sie mehr als 300 Verkaufseinheiten mit mutmaßlichem Kokain, mehr als 100 Verkaufseinheiten mit mutmaßlichem Cannabis, rund 7000 Euro und weitere Beweismittel.

Die Einsatzkräfte brachten den 20-Jährigen in einen Polizeigewahrsam und überstellten ihn dem zuständigen Kommissariat des Landeskriminalamts Berlin. Zum Erlass eines Untersuchungshaftbefehls soll der Tatverdächtige heute noch vor ein Ermittlungsgericht geführt werden.

Autofahrer fährt in Neukölln auf Polizisten zu – Beamter rettet sich mit Sprung zur Seite

10.54 Uhr: Ein Autofahrer ist am Montag in Neukölln vor der Polizei geflüchtet. Das Fahrzeug war den Beamten zuvor aufgefallen, weil es in falscher Richtung durch eine Einbahnstraße fuhr. Daraufhin wollten sie den Pkw an der Richardstraße kontrollieren. Doch der Autofahrer hielt nicht an, sondern fuhr auf einen Polizisten zu. Den Angaben der Behörde zufolge musste er zwischen zwei geparkte Fahrzeuge springen, um eine Kollision zu verhindern. Anschließend beschleunigte der VW-Fahrer weiter und fuhr in Richtung Berthelsdorfer Straße weg. Hinzualarmierte Polizisten nahmen die Verfolgung auf, konnten den Tatverdächtigen zunächst jedoch nicht mehr in der Nähe feststellen.

Im Zuge der anschließenden Halterüberprüfung konnte ein 28-Jähriger als Fahrer ermittelt werden, der keine gültige Fahrerlaubnis hatte. Die gleichaltrige Halterin des VW muss sich nun wegen des Zulassens des Führens eines Kraftfahrzeugs ohne Fahrerlaubnis verantworten. Gegen den 28-Jährigen ermittelt ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 5 (City) wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, der versuchten gefährlichen Körperverletzung, der Nötigung im Straßenverkehr, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und weiterer Verkehrsordnungswidrigkeiten.

Kollision mit Laterne in Westend – Auto-Insassen narren Polizei

9.56 Uhr: Nach einem schweren Unfall am Montag in Westend (Charlottenburg-Wilmersdorf) sind der Fahrer und die Insassen zunächst geflüchtet. Wie die Polizei mitteilte, hatten Einsatzkräfte gegen 19 Uhr an der Rominter Allee in der Nähe des Rossitter Platzes ein Auto nach einem offensichtlichen Unfall entdeckt. Dieses stand mit einem Frontschaden neben einer ebenfalls lädierten Laterne. Doch das Fahrzeug war leer.

Unterstützende Beamte einer Einsatzhundertschaft stellten dann in der Nähe den mutmaßlichen 18 Jahre alten Autofahrer sowie die weiteren mutmaßlichen Insassen im Alter von 17 und 18 Jahren fest. Alle gaben jedoch an, nicht gefahren zu sein und auch keine Angaben zur Fahrerin oder zum Fahrer machen zu können, teilte die Polizei am Dienstag mit. Der 18 Jahre alte Fahrer und seine hinzugekommene Mutter bezichtigten sich später noch gegenseitig, das Auto gefahren zu haben.

Eine Atemalkoholprüfung bei dem mutmaßlichen 18 Jahre alten Fahrer und dem 17 Jahre alten Insassen ergab einen Wert von 0,0 Promille. Beide klagten allerdings über Kopfschmerzen und Hautabschürfungen. Rettungskräfte brachten sie in ein Krankenhaus. Während der 18-Jährige stationär verblieb, konnte der 17-Jährige das Krankenhaus nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen. Die weiteren Ermittlungen übernahm das zuständige Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Direktion 2 (West). 

Junger Mann stößt Frau in Spandau von Elektrorollator

9.52 Uhr: Ein Mann hat am Montag an der Seegefelder Straße in Spandau eine Frau von ihrem Elektrorollator gestoßen. Anschließend nahm der 19-Jährige das Gerät und warf es auf die am Boden liegende 84-Jährige. Die Frau klagte über Schmerzen an verschiedenen Körperteilen. Sie stand zudem unter Schock. Rettungskräfte brachten sie zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Polizisten nahmen den bereits polizeibekannten Mann in Gewahrsam. Er wurde an ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 1 (Nord) überstellt, das die weiteren Ermittlungen übernommen hat. 

Autofahrer fährt Fußgängerinnen vor Einkaufszentrum im Märkischen Viertel an

9.28 Uhr: Drei Fußgängerinnen sind am Montag bei einem Unfall im Märkischen Viertel (Reinickendorf) verletzt worden. Den Polizei-Angaben zufolge war ein 86 Jahre alter Autofahrer trotz roter Ampel in Höhe eines Einkaufzentrums am Wilhelmsruher Damm über den Fußgängerüberweg gefahren. Dabei erfasste er eine 43 und eine 36 Jahre alte Frau. Die beiden Fußgängerinnen sowie ein neun Jahre altes Mädchen stürzten. Bei dem Mädchen handelt es sich um die Tochter der 36-Jährigen.

Rettungskräfte brachten die drei mit Kopf-, Hüft- und Fußschmerzen sowie Schürfwunden in Krankenhäuser. Dort wurden sie ambulant behandelt. Der Senior stand unter Schock und kam ebenfalls ins Krankenhaus. Eine Atemalkoholkontrolle bei ihm ergab null Promille.

Der Wilhelmsruher Damm war während der Rettungsarbeiten und der Unfallaufnahme von circa 14 Uhr bis 14.40 Uhr gesperrt. Die weiteren Ermittlungen hat ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 1 (Nord) übernommen.

Mieterin bei Wohnungsbrand in Friedrichshain lebensgefährlich verletzt

8.41 Uhr: Eine Frau ist am Montag bei einem Wohnungsbrand an der Schwarnweberstraße in Friedrichshain lebensgefährlich verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte eine Passantin gegen 18.30 Uhr Flammen in einer Wohnung im ersten Obergeschoss bemerkt und die Feuerwehr gerufen. Die Einsatzkräfte entdeckten bei den Löscharbeiten eine leblose Person. Rettungskräfte reanimierten die 75-jährige Frau und brachten sie in ein Krankenhaus. Dort wird sie auf einer Intensivstation behandelt. Die Scharnweberstraße war zwischen Jungstraße und Weichselstraße von etwa 18.40 Uhr bis 20.10 Uhr gesperrt. Die weiteren Ermittlungen führt ein Brandkommissariat des Landeskriminalamts Berlin. 

Brandanschlag auf 17 Lkw – Linksradikaler Bekennertext aufgetaucht

Brennende Lkws in Berlin
Lkws brennen in Berlin in Alt-Hohenschönhausen. In zwei Gewerbegebieten in den Berliner Bezirken Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg haben insgesamt 17 Fahrzeuge Feuer gefangen. © DPA Images | Sappeck

9.10 Uhr: Nach Brandanschlägen auf Lkw von Betonfirmen in Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg ist im Internet ein Bekennerschreiben mit einer linksextremistischen Begründung veröffentlicht worden. In dem Text auf einer linksradikalen Internetseite ist die Rede von einem „weiteren Schlag gegen die Betonindustrie“. 

Die Firmen seien verantwortlich für Naturzerstörung und Kolonialismus und würden daher ihre „wohlverdienten Angriffe“ abbekommen. Aus diesem Grund seien erneut ihre Fahrzeuge angezündet worden. Bereits im vergangenen Winter seien mehrere Lkw, die zum Transport von Beton für die Autobahn 100 benutzt wurden, sowie ein Förderband „komplett durch Feuer zerstört“ worden. 

Zwei Verletzte nach Unfall in Mitte

6.59 Uhr: In Mitte hat es am Dienstagmorgen einen Unfall gegeben, bei dem mehrere Menschen verletzt worden. Laut POlizei war ein 56-Jähriger gegen 5.30 Uhr mit seinem Lkw aus der Alexanderstraße nach links in die Karl-Liebknecht-Straße abgebogen. Dabei rammte er den entgegenkommenden SUV eines 47-Jährigen. Dieser wurde hinter dem Lenkrad eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Seine Mitfahrer im Alter von 35 und 17 Jahren klagten über Nackenschmerzen, lehnten eine medizinische Behandlung aber ab. Lkw und SUV wurden durch die Kollision so stark beschädigt, dass sie nicht mehr fahrfähig waren. Der Lkw-Fahrer wurde vor Ort versorgt, ein Atemalkoholtest verlief negativ. Wegen der Polizei- und Rettungsmaßnahmen kam es zu Sperrungen.

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Transporter erfasst Großmutter und Kind im Havelland – Frau (49) stirbt

6.52 Uhr: Nach einem Verkehrsunfall in Wiesenaue (Landkreis Havelland) ist eine 49 Jahre alte Frau, die mit ihrem einjährigen Enkel im Kinderwagen unterwegs war, gestorben. Nach Angaben der Polizei ging die Frau am späten Montagnachmittag auf einer Straße, auf der es keinen Gehweg gibt, im Ortsteil Warsow mit ihrem Enkel in Fahrtrichtung. Ein Kleintransporter habe sie dann von hinten erfasst.

Die 49-Jährige sei mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, wo sie später starb. Der einjährige Junge wurde demnach leicht verletzt, auch er kam ins Krankenhaus. Die Eltern wurden von Seelsorgern betreut. Wie es zu dem Unfall kam, sei nun Stand der Ermittlungen, sagte ein Polizeisprecher. Bei dem 38 Jahre alten Fahrer wurden keine Drogen- oder Alkoholwerte festgestellt.

fmg/dpa