Zwischen rund vier und acht Euro: So viel kann eine Tasse Glühwein auf einem Berliner Weihnachtsmarkt in diesem Jahr kosten. Wie viel es wo sei, hänge auch davon ab, ob der Markt schon etabliert sei oder nicht, heißt es von den Betreibern. So würden Gebühren bei neuen Märkten bewusst niedriger gehalten werden, um für Händler einen Anreiz zu schaffen, einen Stand zu errichten, teilte Kristin Ferigo, Sprecherin unter anderem für den Weihnachtsmarkt am Potsdamer Platz, mit.

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Durch die niedrigen Standgebühren sei der geringere Glühweinpreis möglich. Auf dem erstmals stattfindenden Weihnachtsmarkt „Berliner Wintertraum“ in Treptow-Köpenick koste der Glühwein vier Euro.
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Charlottenburg: Hier kann der Glühwein besonders teuer werden
Auf dem Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg soll es keine großen Anpassungen nach oben geben. „Natürlich ist auch für uns alles teurer geworden, aber man darf es mit dem Preis nicht übertreiben“, sagt Sabrina Witte, die den Markt gemeinsam mit ihrem Partner Jens Schmidt veranstaltet. Der Preis für Glühwein soll stabil beim Preis aus dem Vorjahr bleiben. Fünf Euro kostet die einfache Variante in Rot. Auch einen Eintrittspreis zu verlangen, sei keine Option gewesen. „Wir wollen vor allem auch ein Familienmarkt sein. Daher muss es auch bezahlbar bleiben“, sagt Witte.
Beim Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz werden in diesem Jahr zwischen sechs und acht Euro für einen Glühwein aufgerufen. „Wir versuchen, den Preis zu halten“, sagt Veranstalter Michael Roden. Auch wenn es angesichts steigender Kosten nicht so einfach sei. Tatsächlich kostete ein Becher Glühwein am Breitscheidplatz im Jahr 2023 maximal sieben Euro. Michael Roden sagte im „Tagesspiegel“, die Kosten für Personal und Lebensmittel seien gestiegen. Trotz gefallener Strompreise im Vergleich zum Vorjahr und trotz der entfallenden Sondernutzungsgebühren des Platzes bis zum 31. Dezember habe der Glühweinpreis angezogen werden müssen.
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Hier ist das Glühwein-Pfand etwas höher wegen besonderer Tassen

Nostalgiker besuchen gerne das Winterfilmfest im Nikolaiviertel, wo sie gratis den berühmten Film „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann sehen können. Erfreuliche News: Sowohl die spektakulär inszenierte Feuerzangenbowle, als auch den klassischen Glühwein gibt‘s dort weiterhin für fünf Euro. Der Kinderpunsch kostet 3 Euro. Weil viele Leute die besonderen Tassen mit dem Konterfei Heinz Rühmanns mitnehmen, beträgt auch hier das Pfand fünf Euro.
Im Museumsinsel-Umfeld gibt es seit letztem Jahr die Winterzeit am Schlossplatz (dieses Jahr mit Eisstockbahn) Laut Veranstalter Wollenschläger soll der Glühwein dort wie im vergangenen Jahr fünf Euro kosten, das Pfand für den Markt, der seit 25.11. geöffnet ist, liegt bei moderaten drei Euro. Beim WeihnachtsZauber am Gendarmenmarkt, der dieses Jahr zum letzten Mal auf dem Bebelplatz stattfindet, kostet der normale Glühwein fünf Euro, mit Schuss sechs bis sieben Euro und der Kinderpunsch drei Euro. Das Pfand liegt wie im Vorjahr stabil bei drei Euro.
Jedes Jahr werden neue Tassen designt. Laut Veranstalter David Russ würde man die Glühweingefässe während des Betriebs gerne wieder zurückhaben, aber fast keine der beliebten Tassen vom Bebelplatz wird zurückgegeben. Ein Zusatzverdienst ergebe sich dadurch kaum. Aber er betrachtet die Tassen als Merchandise und das Mitnehmen als Sympathiebekundung für den Event.

Glühwein am Potsdamer Platz und am Alexanderplatz: Auch hier fünf Euro Pfand
Beim zum wiederholten Male stattfindenden Weihnachtsmarkt „Winterwelt“ am Potsdamer Platz kostet der Glühwein in den Variationen Rot, Weiß, Rosé und Apfel-Zimt jeweils fünf Euro und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres. Das Tassenpfand liegt dieses Jahr bei fünf Euro. Vom Preisniveau her identisch ist der Glühwein beim Weihnachtsmarkt auf dem Alexanderplatz: Der Glühwein selbst kostet fünf Euro, ebenso das Gläserpfand für die hohen Glaskrüge mit der beliebten Weihnachtspyramide. Veranstalter Bergmann Eventgastronomie: „Es gibt viele Menschen, die sich unsere Gläser gern mit nach Hause nehmen – als Andenken an den Markt. Deshalb sind die Gläser ja immer mit Alexanderplatz-Grafik gestaltet – damit man sich immer schön zurückerinnern kann.“
Bei dem in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindenden „Weihnachtsmarkt der 100 Sterne“ am Dorothea-Schlegel-Platz (Friedrichstraße) soll der klassische rote Glühwein vier Euro kosten. Besondere Glühweinsorten wie Heidelbeer-, Kirsch-, oder Bratapfelglühweinwerden für fünf Euro angeboten. Die Feuerzangenbowle gibt‘s für sechs Euro, der Kinderpunsch für drei Euro. Für‘s Pfand kommen noch einmal zwei Euro drauf.
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Christmas Avenue in Schöneberg: Kein Becher-Pfand und faire Preise

Bis 23. November finden am Nollendorfplatz noch die LGTBQIA Winterdays statt. Am Montag, 25. November um 18.30 Uhr wird der Markt dann durch die schwule „Christmas Avenue“ abgelöst, der mit einer Party eröffnet wird. Der Schirmherr der Veranstalter, Kai Wegner, dazu: „Mit der Christmas Avenue zeigt unsere Stadt einmal mehr, wie offen und bunt sie ist. Dieser ganz besondere Weihnachtsmarkt, direkt unter der Hochbahn, verbindet die adventliche Atmosphäre mit der Vielfalt der queeren Community sowie ihrer Organisationen und Einrichtungen.“
Den Glühwein in Rot, Weiß und Pink gibt es etwas günstiger als woanders: 4,80 Euro kostet ein Becher des heißen Getränks, ebenso der alkoholfreie Apfelpunsch. Etwas tiefer in die Tasche greifen, müssen die Besucherinnen und Besucher für den „Hot-Aperol“ (0,4l). Laut Veranstalter sehr beliebt und auch non-alkoholisch zu bekommen. Der Preis dafür: 8,50 Euro. Ganz klarer Vorteil des Schöneberger Weihnachtsmarkts: Es wird kein Pfand genommen. Laut einem Pressesprecher vertraue man darauf, dass die Gäste die Tassen wieder zurückgeben.
Die Besucher bei der Christmas Avenue erwartet ein vielfältiges Programm aus Live-Musik, Drag-Shows, Drag-Bingo jeden Dienstag und Karaoke jeden Freitag. Die bekanntesten DJs aus der Berliner LGBTQIA* Clubszene sorgen mit Beats von House bis Pop für eine ausgelassene Stimmung. Zusätzlich werden in diesem Jahr die angesagtesten Drag-Queens Berlins das Bühnenmikrofon in die Hand nehmen und für eine ausgelassene Moderation und fabelhafte Shows sorgen. Kulinarische Genüsse und ausgefallene Manufakturen, Kunst, Fashion und Design runden das Angebot ab.
Mehr als zehn Glühwein-Anbieter in der Altstadt Spandau
Jedes Jahr ein Magnet bei Weihnachts-Fans am Rande der Stadt ist der Weihnachtsmarkt in der Altstadt Spandau. Dort erstrecken sich die Stände über Werner-Salomon-Platz, Carl-Schurz-Straße sowie den Markt. Veranstalter ist die „Partner für Spandau“. Auf Nachfrage erklärt ein Sprecher, man frage die Glühweinpreise bei den Standbetreibern vorher nicht ab. „Wir betreiben einen eigenen Stand und da kostet eine Tasse 4,50 Euro.“ Hinzukommen drei Euro Pfand. Insgesamt gebe es mehr als 10 Glühwein-Anbieter. Er schätzt, dass nicht mehr als fünf Euro pro Becher verlangt werden.
Traditionell bieten Händler und Kunsthandwerker ihre Waren an. Es wartet einen Bühnenprogramm, weihnachtliche Speisen und Süßigkeiten aller Art. Am Eröffnungstag, am 25. November, spielt erstmals die Zollkapelle Berlin (17 Uhr). Um 18 Uhr wird der Markt dann offiziell durch Spandaus Bezirksbürgermeister Frank Bewig (CDU) eröffnet.
„Speis, Trank, Klimbim“, so kündigen die Veranstalter ihren Wintermarkt auf dem Holzmarkt-Gelände in Friedrichshain an. Sonnabend und sonntags sollte unbedingt das Kulturprogramm erwähnt werden. In diesem Jahr neu: Von Donnerstag bis Sonnabend hat zu den Öffnungszeiten des Marktes (14 bis 22 Uhr) auch der Elektroclub Kater Blau, gleich nebenan geöffnet. Es darf nach Lust und Laune getanzt werden. Der Wintermarkt bietet sich immer für außergewöhnliche und coole Weihnachtsgeschenke an.
Die Glühwein-Preise bleiben beim „Heissa Holzmarkt“ unter fünf Euro: Rot und weiß kosten je 4,50 Euro, mit Shot sieben Euro, mit Doppel-Shot 9,50 Euro. Heißen Bio-Traubensaft gibt es für für vier Euro, Bio-Familienpunsch kostet ebenfalls vier, Hot Spritz acht Euro. Der Becherpfand ist mit einem Euro überschaubar. Von Freitag bis Sonntag wird ein Eintritt von zwei Euro genommen, Kinder bis 12 Jahre und Senioren kommen so rein.
Mittelalterliches Ambiente auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain
Während man sich im Glühwald auf dem Uberplatz die Hände an der Feuertheke oder der beheizten Krippe wärmen kann, herrscht auf dem RAW-Gelände ein mittelalterlich-weihnachtliches Treiben. An der Oberbaumbrücke lädt der All inclusive Weihnachtsmarkt zu exklusiven Stunden im VIP-Zelt mit Blick auf die Spree ein, lesen Sie den großen Selbsttest unserer Reporterin Uta Keseling. Das Highlight: Alle Getränke und Speisen sind im Eintrittspreis inbegriffen. Das Konzept entstand während der Corona-Pandemie im Jahr 2020.






