• In der Nacht zu Dienstag gab es ein ohrenbetäubendes Gewitter in Berlin
  • Laut Feuerwehr gab es keine größeren Schäden in der Hauptstadt
  • In Brandenburg wurden drei Personen durch einen Blitzeinschlag verletzt

Berlin. Ein heftiges Gewitter mit zahlreichen Blitzen ist in der vergangenen Nacht über Berlin hinweggezogen – und hat bei einigen Einwohnern für eine schlaflose Nacht gesorgt. Lesen Sie auch: Nach der Schreck-Nacht rollen neue Gewitter auf Berlin zu

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Ein User schrieb auf der Plattform X, ehemals Twitter: "Das war ein Gewitter im Polenböllerstyle."

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"Mein Beileid an mich und andere aus Berlin. Was zum biep war denn das für ein übertriebenes Gewitter? Ich hatte grade meinen Schlafrythmus gefixt Und alle mit Angst vor Gewitter: Ich hoffe ihr habt das heil überlebt und euch irgendwo oder in irgendwen rein gekuschelt", postete ein weiterer Nutzer.

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Eine andere Userin schrieb: "Einzig das Übernachtungskind hat beide Gewitter selig durchschlafen. Und ich sag mal: Puh, danke."

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"Junge dieses Gewitter in Berlin gerade ist soo hell und auch sooo laut. Ich kann nicht schlafen! Kann mich nicht erinnern, wann es das letzte mal so heftig war. Gefühlt jede halbe Minute neuer Blitz", kommentierte ein weiterer Nutzer auf X das Gewitter.

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Spektakulärer Blitz am Fernsehturm in Berlin-Mitte

Ein Foto des meteorologischen Instituts der Freien Universität Berlin zeigt einen hellerleuchteten Berliner Nachthimmel mit einem Blitz am Fernsehturm am Alexanderplatz in Mitte. Ein X-User kommentierte: "Blitz von UNTEN nach Oben.....Berliner Fernsehturm" Laut Aufnahme entstand der Blitz gegen 1.20 Uhr.

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Feuerwehr Berlin: Keine größeren Schäden

Auch die Feuerwehr war mit wetterbedingten Einsätzen beschäftigt. So pumpten die Einsatzkräfte vollgelaufene Keller leer, beseitigten heruntergefallene Äste und umgestürzte Bäume. Menschen wurden nach den Angaben nicht verletzt.

Größere Schäden habe es bei den insgesamt elf Einsätzen nicht gegeben, sagte der Sprecher. "Wir mussten keine große Technik einsetzen." Verglichen mit Unwettern in der Vergangenheit sei die Bundeshauptstadt vergleichsweise glimpflich davongekommen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Der Wind sei diesmal nicht so heftig gewesen.

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Gewitterblitze sind am frühen Morgen hinter dem Reichstagsgebäude zu sehen. In der Nacht zog ein kräftiges Gewitter mit heftigem Wetterleuchten, Blitzen und starkem Regen über die Stadt.
Gewitterblitze sind am frühen Morgen hinter dem Reichstagsgebäude zu sehen. In der Nacht zog ein kräftiges Gewitter mit heftigem Wetterleuchten, Blitzen und starkem Regen über die Stadt. © Paul Zinken/dpa

An der Ahornallee in Mahlsdorf im Bezirk Marzahn-Hellersdorf stand das Dach eines Einfamilienhauses in Flammen. In einem Wohnhaus an der Pechsteinstraße in Lichterfelde im Bezirk Tempelhof-Schöneberg war am Morgen im Dachgeschoss ebenfalls ein Feuer ausgebrochen. Einen Medienbericht, nach dem Blitzeinschläge die Ursache für die Brände waren, bestätigte die Feuerwehr zunächst nicht. Auch interessant: Die wichtigsten Blaulicht-News in Berlin von Polizei und Feuerwehr im Blog

Nach Blitzeinschlag: Probleme bei der S-Bahn in Berlin

Das Gewitter wirkte sich auch auf den S-Bahnverkehr aus. In Wittenau sowie zwischen Baumschulenweg und Treptower Park kam es durch einen Blitzeinschlag zu Signalstörungen. Auf den S-Bahnlinien S1 und S26 sowie auf den Linien S8, S85 und S9 waren Verspätungen und Ausfälle die Folge. Ein umgestürzter Baum hat den Zugverkehr zwischen Schöneweide und Spindlersfeld unterbrochen. Die Bahn hat Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Gewitter auch in Brandenburg: Blitz schlägt ein - drei Menschen verletzt

Auch in Brandenburg gab es in der vergangenen Nacht ein Gewitter. Bei einem Blitzeinschlag in Briesensee im Landkreis Dahme-Spreewald in der Nähe von Lübben wurden drei Menschen verletzt. Einer von ihnen kam schwer verletzt ins Krankenhaus, die anderen beiden wurden vor Ort versorgt, wie die Rettungsleitstelle Lausitz am Dienstag mitteilte. Der Blitz war am Montagabend in der Nähe der drei Menschen eingeschlagen. Angaben zu Art und Umfang der Verletzungen wurden nicht gemacht. Zuvor berichteten Medien.

In Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) im Ortsteil Hosena kollidierte außerdem eine Rangierlok am Montagabend mit einem Baum, der auf die Gleise gefallen war. Dabei wurde niemand verletzt. Der Baum wurde beseitigt, wie es weiter hieß.

Insgesamt habe es an dem Abend 40 Anrufe bei der Rettungsleitstelle gegeben, meistens habe es sich um umgefallene Bäume oder Äste gehandelt. In der Zuständigkeit der Rettungsleitstelle sind die Landkreise Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße, Dahme-Spreewald und die Stadt Cottbus.

dpa/JP