Berliner Club-Ikone

Berghain: So schafft man es hinter die härteste Tür Berlins

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Schlange vor dem Berliner Techno-Club Berghain, der am 11. Dezember sein 18-jähriges Bestehen feiert.

Schlange vor dem Berliner Techno-Club Berghain, der am 11. Dezember sein 18-jähriges Bestehen feiert.

Foto: Christophe Gateau / dpa

Schließungsgerüchten zum Trotz: Der weltberühmte Berliner Techno-Club „Berghain“ feiert am 11. Dezember sein 18-jähriges Bestehen.

Berlin.  Dancefloor, Drogen, Darkroom: Für ausschweifende Partys ist das Berliner „Berghain“ seit seiner Eröffnung berühmt und berüchtigt. Jetzt feiert der Techno-Tempel sein 18-jähriges Bestehen und kündigt für dieses Wochenende eine Party unter dem Titel: „Klubnacht – Achtzehn Jahre Berghain“ an. Beginn ist in der Nacht auf Sonntag, 11. Dezember.

Im Jahr 2004 öffnete der Club in Friedrichshain, dessen Name sich aus dem Bezirksnamen Friedrichshain-Kreuzberg ableitet. Gerüchte um eine Schließung des „Berghain“ hatten im Oktober für Wirbel gesorgt, erwiesen sich aber kurz darauf als falsch.

So bekannt wie das „Berghain“ selbst ist wohl die Türpolitik des Clubs: Alle wollen rein, doch jeder muss zittern, ob er an den Türstehern vorbei kommt. Dem „Berghain“ wird „die härteste Tür Berlins“ nachgesagt, in manchen Berichten ist auch von der „härtesten Tür der Welt“ die Rede.

Wie kommt man dort hinein? Was ist die richtige Kleidung oder Taktik? Im Internet gibt es dazu unzählige Tipps, Ratgeber, sogar Trainingsprogramme. Manche Verhaltensweisen werden immer wieder genannt, auch Türsteher haben schon öffentlich darüber gesprochen. Einen „Promi“-Bonus soll es jedenfalls nicht geben.

Berghain wird 18: So kommt man am Türsteher vorbei

  • Der meistgenannte Tipp ist schwarze Kleidung. Damit kann man grundsätzlich nichts falsch machen. Schwarz-Träger vermitteln nicht nur eine gewisse weltmännische Coolness. Schwarze Klamotten „schlucken“ auch die schmutzigen Ecken, wie es sie in einem Großstadt-Club wie dem „Berghain“ zuhauf gibt. Bunt und flippig ist auch möglich, kann aber genauso am Türsteher scheitern.
  • Tanzbares Outfit. In dem Techno-Club ist nicht Abhängen, sondern energisches Abfeiern erwünscht. Ratsam ist daher, möglichst so auszusehen, als wolle man viel tanzen. Im Zweifel heißt das eher schlicht – und je weniger, desto besser. Lieber kein „langweiliger“ Büroanzug und keine Faschings-Verkleidungen.
  • In der Warteschlange nicht mit Selfies oder Fotos, womöglich noch mit Blitz, auffallen. Im „Berghain“ herrscht bekanntermaßen ein äußerst strenges Film- und Fotoverbot, Handykameras werden abgeklebt. Da kommt es besser, sich nicht schon im Vorfeld als fotosüchtig zu outen.
  • Nicht betrunken ankommen, torkeln, lallen, laut schreien oder gar sich übergeben. Drinnen im Club werden zwar natürlich Alkohol und auch andere Stoffe konsumiert bis zum Abwinken, doch man sollte nicht unbedingt schon vollgepumpt vor dem Türsteher stehen. Keine Gesichtsentgleisungen, seriös wirken, sich in der Schlange benehmen.
  • Keine großen Gruppen. Wer in einer größeren Gruppe ankommt und erwartet, dass alle durchgewunken werden, hat keine Chance – lieber alleine oder zu zweit, aber nicht zu dritt, zu viert oder in noch unübersichtlicheren Konstellationen. Mit den Türstehern zu diskutieren, ist aussichtslos.