Unter 20 Euro

Was Herr Marzahn so alles im Hochhaus kocht

Initiatorin des „Neni Berlin“ ist Haya Molcho, die in Wien und Zürich vier Restaurants betreibt. In Berlin setzt Oliver Marzahn das Konzept um. Die orientalische Küche hat mediterranen Einschlag.

Foto: privat

Das „Neni Berlin“ gehört derzeit zu den brandheißen kulinarischen Adressen. Das Restaurant ist mittags und abends sehr gut besucht, oft auch ausgebucht. Einer der Gründe für den Erfolg ist natürlich die Lage im zehnten Stock des 25hours-Hotels, direkt neben dem Bikini-Haus.

Das Restaurant ist rundum verglast, von fast allen Tischen aus hat man einen großartigen Ausblick über die City West. Bei gutem Wetter kann man die Affen beim Herumtollen im Zoo beobachten. Die Einrichtung ist eine Mischung aus Landhaus-Stil und Industrie-Chic: Man sitzt auf bunten Holzstühlen an Olivenholztischen unter einer verputzten Decke. In der Mitte des Restaurants befindet sich ein hölzernes Gewächshaus, das eine Menge Grün in die helle Hochhausetage bringt. Ideengeberin für das „Neni Berlin“ ist Haya Molcho, die bereits in Wien und Zürich erfolgreich vier Restaurants betreibt. In Berlin setzt Küchenchef Oliver Marzahn das Konzept der Köchin um, die in Tel Aviv geboren wurde. Die Küche ist orientalisch mit mediterranem Einschlag.

Wir probierten das dreigängige Menü für 15 Euro. Zu luftigem Pitabrot gab es pikanten Belugalinsensalat. Es folgten zwei saftige Stücke vom Maishähnchen mit Curry-Mango-Hummus und einer fruchtigen „Amberpaste“ aus Sesam, Bockshornklee und Mango. Ein toller Abschluss war das „Neni Schokoeis mit Minze“. Eine Flasche Wasser kostet 5,50 Euro, bei den durchweg guten Weinen waren wir über den hohen Preis erstaunt. Unter vier Euro für 0,1 Liter gibt es nichts. Eine gute Stunde dauerte unser Lunch – leider zu lange für die Mittagspause.

Neni Berlin, Budapester Straße 40, Charlottenburg, Telefon 120 22 12 00, So.–Do. 12–22.30, Fr.–Sbd. 12–23.30 Uhr