Unter 20 Euro

Der Hauptgang darf in diesem Restaurant ruhig ausfallen

Wer in eine „Vinantipasteria“ wie das „Petrarca“ in Mitte geht, bekommt zum Rot- oder Weißwein Vorspeisen - und macht ganz nebenbei einen gelungenen Ausflug nach Italien.

Mitte – Das „Petrarca“ ist ein neues italienisches Restaurant in Mitte. Genauer gesagt: eine „Vinantipasteria“, eine Weinbar, in der man zu dem Glas Roten oder Weißen Vorspeisen genießt. Mit der Eröffnung wurde für die Betreiber, die seit vielen Jahren in der Gastronomie arbeiten, ein lange gehegter Traum wahr. Franco Petrarca kocht, seine Frau Marianna serviert.

Eine mächtige Espressomaschine bollert und zischt im Eingangsbereich vor sich hin, hier kann man einen schnellen Espresso (1,60 Euro) im Stehen trinken. In der Vitrine nebenan werden Panini und Rustico – mit Käse und Schinken gefülltes Blätterteiggebäck – angeboten. Im nächsten Raum können bis zu 40 Personen an blanken Holztischen Platz nehmen. Die Sitzlehnen an den Bänken bestehen aus Weinkorken, ein großes Weinregal wurde in die Wand eingelassen.

Etwa zehn bis zwölf Vorspeisen und ein Nudelgericht stehen auf der Karte, die ständig aktualisiert wird. Wir bestellten marinierten Lachs mit blauen Weintrauben, Orangenfilets und Feldsalat (8,50) sowie selbstgebackene Focaccia (3,50 Euro). Die Fisch-Obst-Kombination war frisch-fruchtig im Geschmack und hübsch arrangiert. Außergewöhnlich gut waren die hausgemachten Nudeln mit Pancetta Ragout, würzig und rund abgeschmeckt.

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Offene Weine (0,1l) kosten zwischen 3,50 und 6 Euro, dazu gibt es etwa 22 Positionen an Flaschenweinen zu Preisen zwischen 22 und 70 Euro. Das Ricotta-Birnen-Schokobiskuit mit Haselnuss für drei Euro war cremig und nussig, ein perfektes „Dolce“ – und ein toller Abschluss für unseren kulinarischen Ausflug nach Italien. rmd

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