Seine Fensterfront ist schmal und schmucklos, nur drei Tische auf dem Bürgersteig und ein kleines Schild verraten, dass man hier essen kann. Auch das Innere des Lokals im nördlichen Teil der Fasanenstraße ist wenig glamourös: Auf nackten Holztischen liegen gemusterte Platzdeckchen, an den Wänden hängt 08/15-Wandschmuck aus Fernost.

Die Gäste, von denen mittags Dutzende in das Restaurant strömen, wollen hier vor allem eines: gut und preiswert essen. Den „Business-Teller“ mit Curry-Gerichten und gebratenen Nudeln gibt es ab 5,90 Euro, mit Vorspeise zahlt man einen Euro mehr. Und so beginnen wir unsere Mittagspause mit einer „Tom Kha Gai“, einer klassischen thailändische Hühnersuppe mit Kokosmilch und Galgant. Offenbar hat die Vorspeise bereits auf uns gewartet, denn sie steht kurz nach der Bestellung vor uns. Die Suppe hat eine angenehme Säure und eine milde Schärfe. Allerdings sieht sie ein wenig trist aus, weil Gemüse-Einlage und Korianderblättchen fehlen, mit denen sie üblicherweise serviert wird.

Auch die Hauptgerichte landen – hübsch angerichtet mit Möhrenblumen, die jemand in der Küche vermutlich im Akkord schnitzt – in Windeseile auf dem Tisch. Das Rindfleisch mit frischen Peperoni und Gemüse schmeckt trotz seiner heftigen Schärfe wunderbar frisch und fruchtig. Das Enten-Curry ist ebenfalls rundum gelungen.

Thai-Elephant, Fasanenstraße 15, Charlottenburg, Tel. 88 62 48 53, täglich 12-23 Uhr